Kosten und Tarife in den NÖ Pflege- und Betreuungszentren

Die Tarife der NÖ Pflege- und Betreuungszentren werden jährlich mit Beginn des neuen Jahres von der NÖ Landesregierung festgesetzt. In den Tarifen sind alle Betriebskosten (Personalausgaben, Energie, Betriebsmittel, Lebensmittel, Wäscherei, Abgaben und Gebühren, Versicherungen usw.) enthalten. Jedes Pflege- und Betreuungszentrum muss als Betrieb kostenbewusst wirtschaften.

Das Grundentgelt
Das Grundentgelt errechnet sich aus dem Grundtarif und dem Pflegezuschlag. Die Preise verstehen sich pro Tag.

  • Der Grundtarif
    Der Grundtarif ist für jede Heimbewohnerin und jeden Heimbewohner gleich hoch, gleichgültig, ob er oder sie noch rüstig ist oder Hilfe und Pflege benötigt. Durch den Grundtarif werden die 'Regelleistungen' abgedeckt (Wohnen, Reinigen, Wäsche, Energie, Abgaben, Grundversorgung mit Essen, usw.). Durch die Höhe des Grundtarifes wird wie in einem Hotel auch der bauliche und ausstattungsmäßige Standard ausgedrückt.
    Wenn Sie ein Einzelzimmer- oder Appartement bewohnen wird zusätzlich ein Einzelzimmer- oder Appartementzuschlag verrechnet.
      
  • Der Pflegezuschlag
    Wenn eine Bewohnerin oder ein Bewohner Betreuung und Pflege benötigt, kommt zum Grundtarif der Pflegezuschlag. Dieser Zuschlag für Hilfe, Betreuung und Pflege ist in allen landeseigenen Betreuungszenten gleich hoch - weil ja die Pflegeleistungen und die Pflegequalität in allen Heimen einen gleich hohen Standard haben.

    Der Pflegezuschlag gliedert sich in 7 Stufen, ansteigend von 1 (leichterer Pflegebedarf) bis 7 (hoher Pflegebedarf). Des Weiteren gibt es noch Tarife für die Schwerstpflege, die Hospizpflege und  für die Pflege im Hospizbereich.

Hier kommen Sie zur derzeit gültigen Jahrespreisliste 2017 aller 48 NÖ Pflege- und Betreuungszentren.


Wer zahlt was? 

Grundsätzlich muss jede Bewohnerin bzw. jeder Bewohner die Kosten für den Heimplatz selbst aufbringen (z.B. Rente, Pension, Pflegegeld etc.). Wenn aber Einkommen und Vermögen für die vollen Heimkosten nicht ausreichen, dann hilft das Land NÖ als Sozialhilfeträger und übernimmt die restlichen Kosten. Den BewohnerInnen bleiben aber monatlich 20 Prozent ihrer Pension und ein Teil des Pflegegeldes als persönliches Taschengeld, ebenso die Pensions-Sonderzahlungen.

Mit 1. Jänner 2008 wurden die Regressbestimmungen geändert, so dass der Kostenersatz zwischen Ehepartnern sowie von Kindern für ihre Eltern entfällt. In allen Kostenfragen wenden Sie sich an die zuständige Bezirkshauptmannschaft (Sozialabteilung) oder an das Pflege- und Betreuungszentrum Ihrer Wahl.

Mehr zu diesem Thema finden Sie auf den einzelnen Homepages der NÖ Pflege- und Betreuungszentren unter dem Menüpunkt "Anmeldung".

Wie ist das mit dem Pflegegeld?

Denken Sie daran, dass pflegebedürftige Menschen in Österreich einen Anspruch auf Pflegegeld haben. Je nach Intensität der Pflegebedürftigkeit werden 7 Pflegestufen unterschieden. Pflegegeld muss beantragt werden - bei der zuständigen pensionsauszahlenden Stelle bzw. dem zuständigen Sozialversicherungsträger. An diese Stellen sind auch die Anträge auf Erhöhung des Pflegegeldes bei Verschlechterung des Gesundheitszustandes zu richten.

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Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung Landesklinken und Landesbetreuungszentren  
Landhausplatz 1, Haus 14 3109 St. Pölten E-Mail: post.gs7@noel.gv.at
Tel: 02742/9005 DW 16378 oder 16392
Fax: 02742/9005 DW 16120
Letzte Änderung dieser Seite: 31.5.2017
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