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07.03.2018 | 11:52

Leistungsbilanz des Roten Kreuzes: 2.250 Einsätze pro Tag

LH Mikl-Leitner: „Können im Bundesland Niederösterreich auf eine große und starke Sicherheitsfamilie bauen“

Präsentierten die Leistungsbilanz des niederösterreichischen Roten Kreuzes: Landeshauptfrau-Stellvertreterin Karin Renner, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Präsident Josef Schmoll (v.l.n.r.).
Präsentierten die Leistungsbilanz des niederösterreichischen Roten Kreuzes: Landeshauptfrau-Stellvertreterin Karin Renner, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Präsident Josef Schmoll (v.l.n.r.).© NLK FilzwieserDiese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

© NLK Bammer / Kellner

[MIKL-LEITNER]

In unserem wunderschönen Bundesland Niederösterreich können wir auf eine große und starke Sicherheitsfamilie bauen. Eine Sicherheitsfamilie, die immer wieder zusammenhält und das Miteinander ganz groß schreibt.

Und gerade das Rote Kreuz ist im Krisenfall und Katastrophenfall immer wieder mit dabei und ist schnell vor Ort um Hilfe zu geben. Und die Leistungsbilanz kann sich sehen lassen, wenn ich daran denke, dass allein im Jahr 2017 2,9 Millionen ehrenamtliche Stunden geleistet worden sind. Ich möchte mit meinen Ausführungen einfach dokumentieren, dass es zwischen dem Land Niederösterreich und dem Roten Kreuz und generell den Rettungsdiensten eine wirklich enge Zusammenarbeit gibt und dass dieses Miteinander auch Tag für Tag gelebt wird. Und dieses Miteinander, diese Partnerschaft, diese Zusammenarbeit dokumentiert sich natürlich auch in der Unterstützung des Roten Kreuzes.

 [RENNER]

Das Rettungswesen in Niederösterreich kennt grundsätzlich drei Bereiche. Das ist wie schon angesprochen, die Gemeinde als Rettungs- und Krankentransportdienst Verantwortliche, der sogenannte örtliche Rettungsdienst. Der zweite große Bereich ist der überregionale Rettungs- und Krankentransportdienst. Das betrifft vor allem die Notarzteinsatzfälle, Notarztrettungsdienst und Notarzthubschrauber.

 [SCHMOLL]

Insgesamt haben 17.826 freiwillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im vergangenen Jahr 2.892.000 Stunden im Dienste der Mitmenschen im Bundesland verbracht. Im Rettungsdienst sind unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter pro Tag 2.250 mal im Einsatz. Das heißt, wir transportieren täglich 2.250 Patientinnen und Patienten. Das Rote Kreuz mit seinem Dienststellennetz von ca. 130 Dienststellen in Niederösterreich bildet ein Netzwerk der Sicherheit.

 [MIKL-LEITNER]

Und für diese Professionalität an dieser Stelle ein ganz großes und herzliches Dankeschön.


Im NÖ Landhaus in St. Pölten präsentierten heute, Mittwoch, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptfrau-Stellvertreterin Karin Renner und Präsident Josef Schmoll die Einsatzbilanz 2017 des Roten Kreuzes Niederösterreich. Die Einsatzorganisation konnte dabei über ein ereignisreiches Jahr bilanzieren: Im Rettungs- und Sanitätsdienst rückten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durchschnittlich 2.250 Mal pro Tag zu Einsätzen aus. Knapp 2,9 Millionen Stunden wurden in allen Bereichen durch Freiwillige geleistet.

Im Bundesland Niederösterreich könne man „auf eine große und starke Sicherheitsfamilie bauen“, hielt Landeshauptfrau Mikl-Leitner eingangs fest. Das Rote Kreuz wisse, „wie man professionell und in kürzester Zeit Hilfe leistet“, betonte sie und verwies auf die Sanitäterinnen und Sanitäter ebenso wie auf die Krisenintervention, die Sachspendenlogistik oder auch Spezialeinheiten wie die Suchhundestaffel.

„2017 wurden 2,9 Millionen ehrenamtliche Stunden geleistet“, hob die Landeshauptfrau hervor, „hinzu kommen noch die Einsatzstunden der hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, der Zivildiener und jener, die das freiwillige soziale Jahr machen“.

Zwischen dem Land Niederösterreich, dem Roten Kreuz und generell den Rettungsdiensten gebe es „eine enge Zusammenarbeit“, betonte Mikl-Leitner weiters. „Jüngster Meilenstein“ sei dabei das neue Logistikzentrum für Großunfälle in Tulln (für NÖ Mitte), das bereits eröffnet werden konnte. Ein zweites Zentrum für NÖ Süd wird in Münchendorf errichtet. „Für beide Logistikzentren geben wir eine Unterstützung in der Höhe von 1,6 Millionen Euro“, so die Landeshauptfrau.

Neben der finanziellen Unterstützung gehe es aber auch um die ideelle Unterstützung, betonte sie. Tausende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Roten Kreuzes seien Tag für Tag im Einsatz und verdienten sich dabei den größten Schutz, sagte Mikl-Leitner. In letzter Zeit habe es aber Störenfriede gegeben, die die Arbeit des Roten Kreuzes boykottiert hätten: „Es kann nicht sein, dass Einsatzkräfte, die Hilfe leisten, von Chaoten gestört werden.“ Im Bereich der Polizei gebe es bereits ein gesetzliches Regulativ. Die Forderung des Landes sei, diese Bestimmungen auch auf Rettung und Feuerwehr auszuweiten, so die Landeshauptfrau: „Wir werden auch auf bundespolitischer Ebene vertreten, dass diese gesetzliche Bestimmung auch auf Rettung und Feuerwehr ausgeweitet wird.“

Landeshauptfrau-Stellvertreterin Karin Renner bedankte sich in ihrer Stellungnahme für die geleistete Arbeit. Das Rettungswesen in Niederösterreich stehe auf den drei Säulen örtlicher Rettungsdienst, überregionaler Krankentransport- und Rettungsdienst und besondere Rettungsdienste wie Bergrettung oder Wasserrettung. Besonders hob sie auch die Bedeutung der notärztlichen Versorgung der niederösterreichischen Bevölkerung hervor. Die Forderung der Landeshauptfrau im Zusammenhang mit dem Schutz der Einsatzkräfte wolle sie „mit Nachdruck unterstützen“, betonte sie, und sagte auch „ein herzliches Dankeschön für die Leistung der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter beim Roten Kreuz“.

2017 habe man beim Roten Kreuz 17.826 Freiwillige zählen können, sagte Präsident Josef Schmoll. Während die Zahl der Mitarbeiter angestiegen sei, sei die Zahl der Einsatzstunden leicht zurückgegangen: „Das ist auch ein Zeichen, dass sich das Freiwilligenwesen verändert.“ Pro Tag habe man 2.250 Einsätze zu verzeichnen, dies sei ein Anstieg von 50 Patiententransporten pro Tag. Das Rote Kreuz bilde mit seinen Dienststellen „ein Netzwerk der Sicherheit“, verwies er u. a. auch auf den Sozialbereich, mit Angeboten wie der Seniorenbetreuung oder den Lernhäusern. Im Bereich der Gesundheits- und Sozialen Dienste habe das Rote Kreuz im Vorjahr 144.390 Klientinnen und Klienten betreut. Weiters habe das Rote Kreuz im Jahr 2017 insgesamt 2.905 Erste Hilfe-Kurse mit 29.519 Teilnehmerinnen und Teilnehmern abgehalten. Den Bereich der Erste Hilfe wolle man auch in den nächsten Jahren noch weiter ausbauen: „Denn es ist das Um und Auf, dass die Rettungskette funktioniert.“

Nähere Informationen: Sonja Kellner, Andreas Zenker, Österreichisches Rotes Kreuz, Landesverband NÖ, Presse und Marketing, Mobil: 0664/849 94 76 bzw. 0664/244 32 42, E-Mail presse@n.roteskreuz.at.

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Das Rote Kreuz Niederösterreich verzeichnete im Jahr 2017 2.250 Einsätze pro Tag.
Das Rote Kreuz Niederösterreich verzeichnete im Jahr 2017 2.250 Einsätze pro Tag.© NLK Filzwieser Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Das Rote Kreuz Niederösterreich verzeichnete im Jahr 2017 2.250 Einsätze pro Tag.

Landeshauptfrau-Stellvertreterin Karin Renner, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Präsident Josef Schmoll bei der Pressekonferenz im NÖ Landhaus in St. Pölten.
Landeshauptfrau-Stellvertreterin Karin Renner, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Präsident Josef Schmoll bei der Pressekonferenz im NÖ Landhaus in St. Pölten.© NLK FilzwieserDiese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Landeshauptfrau-Stellvertreterin Karin Renner, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Präsident Josef Schmoll bei der Pressekonferenz im NÖ Landhaus in St. Pölten.

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