Sommerfrische im Spiegel der Theaterzensur

Der Sommer und das Phänomen der „ Sommerfrische“ wurde um die Wende des 19. Jahrhunderts auch Thema für Unterhaltung am Theater.

Collage ausTextbüchern der Theaterzensur zum Thema Sommer
© NÖLA
Der Sommer und das Phänomen der „ Sommerfrische" wurde um die Wende des 19. Jahrhunderts auch Thema für Unterhaltung am Theater, wovon auch die Textbücher der „Theaterzensur" im NÖ Landesarchiv  Zeugnis ablegen:  Sommernächte, Sommerspuk, Sommerregen, Sommerparteien, Sommertournee lauten die Titel der zur Zensur vorgelegten Stücke und Stückchen. Entsprechend der Jahreszeit handelt es sich meist um „leichte Kost", oftmals auch gewürzt mit Anspielungen aller Art - die dann der Zensur zum Opfer fielen. Aufgeführt wurden diese Stücke zumeist in Singspielhallen und Variétébühnen, in Ottakring und Neulerchenfeld, oder im Sommer-Orpheum im Prater.
Textbuch "Ein Tag in der Sommerfrische" von Louis Taufstein (NÖLA)
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„ Ein Tag in der Sommerfrische" lautet der Titel eines Lustspiels von  Louis Taufstein (1870-1942). Taufstein war einer der Hausautoren des „Budapester Orpheums" in Wien  und erfolgreicher Autor von Variétéstücken, Liedtexten, Revue- und Kabarettexten und auch Operettenlibretti.Wie so viele seiner jüdischen Kolleginnen und Kollegen aus der Theater- und Kabarettszene, wurde auch Louis Taufstein ein Opfer der Nationalsozialisten. Er wurde am 13. August 1942 nach Theresienstadt deportiert und überlebte im Konzentrationslager nur wenige Wochen. Sein Todesdatum ist der 20. September 1942.Signatur: NÖLA NÖ Reg. Präs Theater TB K 005/24

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Letzte Änderung dieser Seite: 23.2.2017
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