1619 und die Folgen. Der Beginn des Dreißigjährigen Krieges in Niederösterreich

Gemeinsame Tagung des Vereins für Landeskunde von Niederösterreich und der Abteilung NÖ Landesarchiv und NÖ Landesbibliothek.

Der „Dreißigjährige Krieg” giIt aIs eines der dunkelsten Kapitel in der Geschichte der Menschheit. Was als Kampf um die religiöse und machtpolitische Hegemonie in Böhmen und im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation begonnen hatte, endete in einer Katastrophe für ganz Mitteleuropa.

Seinen Anfang nahm der Krieg mit dem „Prager Fenstersturz” vom 23. Mai 1618, dem eine offene Rebellion der protestantischen böhmischen Stände gegen den Kaiser folgte. Durch die Ereignisse des Jahres 1619 — erwähnt seien hier Iediglich die „Sturmpetition“ evangelischer Adeliger bei Ferdinand II. in Wien sowie die schweren Kämpfe und Devastierungen im nördlichen Niederösterreich — wurde das habsburgische Kernland Niederösterreich endgültig in das Ringen zwischen katholischem Herrscherhaus und protestantischer Ständeopposition hineingezogen. Diese Auseinandersetzung sollte erst mit der Schlacht am Weißen Berg von 1620 ihr (vorläufiges) Ende finden, als die Katholische Liga den Sieg gegen die böhmischen Stände unter ihrem „Winterkönig” Friedrich von der Pfalz davontrug.

Die Ereignisse von 1619 bilden den Anlass dafür, sich 400 Jahre später im Rahmen einer Tagung den Anfängen des Dreißigjährigen Krieges und seinen Auswirkungen auf dem Gebiet des heutigen Niederösterreichs zu widmen.

Bild: Der geharnischte Reiter
Abbildung Titelseite: „Der geharnischte Reiter” (1643) des Augsburger Radierers Johann Ulrich Franck (1'1675). Aus der RadierfoIge „Die Schrecken des Dreißigjährigen Krieges" (Quelle: Wikimedia Commons).


Programm:

10:30 - Beginn
Begrüßung und Eröffnung der Tagung durch Roman Zehetmayer, Leiter der Abteilung NÖ Landesarchiv und NÖ Landesbibliothek


Vorträge I - Moderation: Günter Katzler

10:40 - 11:20 Thomas Winkelbauer, Schlafwandler oder Kriegstreiber? Der Weg in den Krieg

11:20 - 12:00 Josef Löfler, Die Ächtung der aufständischen Adeligen und die Konfiskation der "Rebellengüter"

Mittagspause

Vorträge II
- Moderation: Ralph Andraschek-Holzer

13:30 - 14:10 Heidemarie Bachhofer, Die behaimbische rebellion und Niederösterreich - der Beginn des Dreißigjährigen Krieges im Spiegel städtischer Überlieferungen

14:10 - 14:50 Martin Scheutz, Soldaten und "Menschgetier" im Haus. Einquartierungen bei Bauern und Bürgern im Dreißigjährigen Krieg

Kaffepause

Vorträge III - Moderation: Martin Scheutz

15:10 - 15:50 Johannes Kritzl, ganz und gar ruinierte pfarren in Österreich under der Ennß: Der große Krieg und der niedere Klerus

15:50 - 16:30 Tobias E. Hämmerle, Das Jahr 1619 unter Beobachtung frühneuzeitlicher "Massenmedien"

Schluss und Verabschiedung


Ort und Termin

Freitag, 11. Oktober 2019
Lesesaal der Niederösterreichischen Landesbibliothek
Kulturbezirk 3, 3109 St. Pölten


Veranstalter

Abteilung NÖ Landesarchiv und NÖ Landesbibliothek
Verein für Landeskunde von Niederösterreich


Veranstaltungsinformationen

Der Eintritt ist frei! Um Anmeldung wird gebeten.

Die Anmeldung erfolgt über die Website des Vereins für Landeskunde, per E-Mail an post.k2veranstaltungen@noel.gv.at oder telefonisch unter 02742/9005 - 12835.



Es wird darauf hingewiesen, dass bei der Veranstaltung Fotos gemacht und zum Zwecke der Öffentlichkeitsarbeit sowie der Dokumentation verwendet werden.

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Ihr Kontakt zum NÖ Landesarchiv

Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung NÖ Landesarchiv und NÖ Landesbibliothek
Landhausplatz 1, Haus Kulturbezirk 4
3109 St. Pölten
E-Mail: post.k2archiv@noel.gv.at
Tel: 02742/9005/16255
Fax: 02742/9005-12052
Letzte Änderung dieser Seite: 24.9.2019
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