31.08.2017 | 11:51

LR Schwarz zum Schul- und Kindergartenjahr 2017/18

„Alles Gute und viel Freude beim Lernen“ – 16.722 Taferlklassler

„Alles Gute“ für den Schulstart wünschen Bildungs-Landesrätin Barbara Schwarz und Johann Heuras, der amtsführende Präsident des Landesschulrates für Niederösterreich, den 16.722 Taferlklasslern, im Bild mit Magdalena, die sich schon auf den Schulbeginn freut.
„Alles Gute“ für den Schulstart wünschen Bildungs-Landesrätin Barbara Schwarz und Johann Heuras, der amtsführende Präsident des Landesschulrates für Niederösterreich, den 16.722 Taferlklasslern, im Bild mit Magdalena, die sich schon auf den Schulbeginn freut. © NLK ReinbergerDiese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

In wenigen Tagen endet die Ferienzeit und mit dem 4. September 2017 beginnt für viele Kinder und Jugendliche ein neues Schul- und Kindergartenjahr. Den Start in das neue Bildungsjahr nahmen Bildungs-Landesrätin Barbara Schwarz und Johann Heuras, der Amtsführende Präsident des Landesschulrates für Niederösterreich, heute, Donnerstag, zum Anlass, um im Rahmen einer Pressekonferenz in St. Pölten über Ausblicke und Vorhaben im Bereich der Kindergärten und Schulen zu berichten.

„Wir stehen kurz vor Schulbeginn“, bedankte sich Landesrätin Schwarz bei den Pädagoginnen und Pädagogen für ihre Arbeit im abgelaufenen Schuljahr. Sie wünschte den Schülerinnen und Schülern, insbesondere den 16.722 Taferlklasslern „alles Gute und viel Freude beim Lernen“. In Niederösterreich gebe es mehr als 1.050 Landeskindergärten und mehr als 40 Privatkindergärten mit insgesamt rund 3.000 Gruppen. 53.000 Kinder würden in den Kindergärten betreut werden, 51.400 davon in Landeskindergärten. „Es werden 47 neue Gruppen in Betrieb gehen“, informierte Schwarz, dass „laufend ausgebaut“ werde – auch im ländlichen Raum.

Aktuell gebe es in den Kindergärten 1.180 Flüchtlingskinder. „Das ist eine Verdoppelung gegenüber dem Schulstart im September 2016“, so die Landesrätin, die sich bei den Pädagoginnen und Pädagoginnen dafür bedankte, dass diese Situation im abgelaufenen Jahr gut gemeistert worden sei. 79 Prozent der Kinder hätten Deutsch als Muttersprache, 21 Prozent hingegen Nichtdeutsch. Die 160 interkulturellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien Brückenbauer zwischen Kindern, Eltern und Pädagoginnen und Pädagogen, insgesamt decke man mit diesen 32 verschiedene Sprachen ab, so Schwarz.

Auch in den Schulen seien Flüchtlinge ein Thema, informierte die Landesrätin, dass es rund 3.400 asylwerbende Schülerinnen und Schüler gebe. Als Unterstützung dafür gebe es seitens des Bundes 106 Planstellen, Niederösterreich setze aber 159 ein, weil man der Meinung sei, dass die vom Bund zur Verfügung gestellten Planstellen zu wenige seien. Zum Ausbau von Schulstandorten hielt Schwarz fest, dass „viel gebaut und viel verändert“ werde. Die Schülerinnen und Schüler würden von den offenen Klassenräumen, in denen neue Lehr- und Lernmethoden möglich seien, profitieren.

Bei der Nachmittagsbetreuung setze man in Niederösterreich auf die getrennte Abfolge, da sei man „gut unterwegs“. An einigen Standorten gebe es auch eine verschränkte Abfolge. Wichtig dabei sei ihr, „dass die Eltern frei entscheiden können, ob sie ihr Kind am Nachmittag in die Schule geben wollen“, so Schwarz.

Es gebe in Niederösterreich 18 Standorte an gewerblichen Berufsschulen. Neu sei, dass es für alle dreijährigen Lehrberufe nun 1.260 Ausbildungsstunden geben werde. In Sparten wie Tourismus, Handel sowie für Friseur/in oder Kosmetiker/in seien das deutlich weniger gewesen, wodurch es nun in diesen Bereichen zu einer „noch fundierteren und besseren Ausbildung“ kommen werde, hielt die Landesrätin fest, dass das Land 50 Prozent der Ausbildungskosten übernehme.

Landesschulratspräsident Heuras ergänzte: „Wir sind sehr gut vorbereitet, dem Start steht nichts mehr im Wege.“ Insgesamt gebe es in Niederösterreich rund 200.000 Schülerinnen und Schüler an 1.071 Schulen. Erfreulich sei, dass an der Volksschule die Schülerzahlen leicht steigend seien: Es gebe hier 63.900 Schülerinnen und Schüler, das sei ein Plus von 100. In der Neuen Mittelschule gebe es einen Rückgang von 1.300 Schülerinnen und Schülern, insgesamt gebe es 40.500 Schülerinnen und Schüler. „Das hat verschiedene Ursachen“, sagte Heuras, dass der Rückgang darauf zurückzuführen sei, dass die Jahrgänge von der Bevölkerungszahl her schwächere gewesen seien und es „einen Trend Richtung AHS-Unterstufe“ gebe.

An den Allgemeinbildenden höheren Schulen (AHS) gebe es 37.400 Schülerinnen und Schülern, das sei ein Plus von 500. „Der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die nach der vierten Klasse Volksschule in die AHS gehen, liegt bei 38 Prozent“, betonte der Landesschulratspräsident, dass dieser Anteil jährlich ansteige. In den Berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS) seien die Schülerzahlen mit 31.600 etwas rückläufig.

Es gebe in Niederösterreich rund 22.000 Pädagoginnen und Pädagogen, informierte Heuras, dass es im Pflichtschulbereich 450 Neuanstellungen gebe. Im Volksschulbereich gebe es 600 Bewerberinnen und Bewerber auf der Warteliste, in der Mittelschule hingegen nur 140. Zudem gebe es bei der Mittelschule „starke regionale und fächerspezifische Unterschiede“, so der Landesschulratspräsident. In den AHS und BHS gebe es 270 Neuanstellungen – auch hier würden diese stark von den Fächern abhängen. Weniger gefragt seien beispielsweise Geschichte, Psychologie, Philosophie oder Spanisch, stark nachgefragt hingegen technische und naturwissenschaftliche Fächer.

Schwerpunkte des Schuljahres 2017/18 werden die Frage der Inklusion, die Digitalisierung und eine Leseoffensive seien. „Wir brauchen beides – Sonderschule und Integration“, betonte Heuras, dass man in Niederösterreich den Weg der Mitte gehen wolle. Zum Thema Schule 4.0 hielt er fest, dass man die Kinder „auf die digitale Arbeitswelt vorbereiten“ müsse und zur Leseoffensive sagte er, dass es bestimmte Kriterien für eine Zertifizierung „Leseschule“ geben solle.

Nähere Informationen: Büro LR Schwarz, Mag. (FH) Dieter Kraus, Telefon 02742/9005-12655, e-mail dieter.kraus@noel.gv.at

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