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04.06.2018 | 15:02

LH Mikl-Leitner und LH Stelzer unterzeichneten Vereinbarung über die neue Donaubrücke Mauthausen

Insgesamt werden 125 Millionen Euro investiert

Vereinbarung über die neue Donaubrücke Mauthausen zwischen Niederösterreich und Oberösterreich: Landesrat Ludwig Schleritzko, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptmann Thomas Stelzer und Landesrat Günther Steinkellner (von links nach rechts).
Vereinbarung über die neue Donaubrücke Mauthausen zwischen Niederösterreich und Oberösterreich: Landesrat Ludwig Schleritzko, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptmann Thomas Stelzer und Landesrat Günther Steinkellner (von links nach rechts).© NLK BurchhartDiese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

© NLK Moser / Kafka


Die niederösterreichische Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und ihr oberösterreichischer Amtskollege Thomas Stelzer unterzeichneten heute, Montag, die Vereinbarung über die Errichtung der neuen Donaubrücke Mauthausen. In einer Pressekonferenz im Schloss Pragstein in Mauthausen informierten sie gemeinsam mit den Landesräten Ludwig Schleritzko und Günther Steinkellner über das Projekt, das eine Sanierung der bestehenden sowie den Bau einer neuen Donaubrücke vorsieht. Insgesamt werden 125 Millionen Euro investiert.

Politische Entscheidungen dürften nicht an Landesgrenzen Halt machen, man müsse in neuen Räumen denken, sagte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Die heutige Unterzeichnung sei „ein Signal der länderübergreifenden Zusammenarbeit“, betonte sie. Das Projekt sei ein wichtiger Beitrag, um „in diesem prosperierenden Raum zwischen Niederösterreich und Oberösterreich die Belastung für die Pendler zu minimieren und die wirtschaftliche und touristische Entwicklung voranzutreiben“, so Mikl-Leitner. Mit der heutigen Unterzeichnung erfolge der „Startschuss“. Das Land Oberösterreich übernehme 55 Prozent der Gesamtkosten von 125 Millionen Euro, das Land Niederösterreich 45 Prozent.

Der Wirtschaftsraum beidseitig der Donau sei „ein dynamisch wachsender“, betonte der oberösterreichische Landeshauptmann Thomas Stelzer. Heute schließe man eine „tragfähige Vereinbarung“ ab, um die Situation rund um das Nadelöhr Mauthausen neu zu gestalten, betonte er. Die heutige Unterzeichnung sei „ein wichtiger Schritt für diese gemeinsame Region zwischen Oberösterreich und Niederösterreich“ und auch „ein gutes Signal der Zusammenarbeit“ der beiden Bundesländer, so der oberösterreichische Landeshauptmann.

„Am Ende des Tages sollen hier vier Fahrstreifen zur Verfügung stehen“, informierte der oberösterreichische Landesrat Günther Steinkellner. Seitens der Länder Oberösterreich und Niederösterreich wolle man „die Verfahren so rasch als möglich koordiniert durchführen“, betonte er.

„Mit dem heutigen Tag ist nicht nur das Ziel, sondern auch der Weg dorthin ganz klar“, meinte Landesrat Ludwig Schleritzko. Ein erster Schritt sei bereits durch die bereits fertige Umfahrung Pyburg-Wimpassing gesetzt worden. Vor der Freigabe seien 15.000 Fahrzeuge pro Tag durch die Ortsgebiete gefahren, nunmehr seien es um 80 Prozent weniger. Im Blick auf die neue Donaubrücke informierte er, die UVP-Einreichung sei für 2020/21 geplant, falls die UVP-Prüfung positiv ausfalle, sei ein Baubeginn 2024 möglich.

Die aktuelle Donaubrücke zwischen Mauthausen und Pyburg stellt eine infrastrukturelle Hauptschlagader der Region dar. Sie ist für Wirtschaft und Industrie sowie für die Pendlerinnen und Pendler von zentraler Bedeutung. Bei den Pendlerzahlen und Verkehrswegen der Bevölkerung gab es in den letzten zehn bis zwölf Jahren Steigerungen von rund 30 bis 50 Prozent. Die derzeitige Brücke stößt mit werktags täglich über 21.200 Kraftfahrzeugen an ihre Kapazitäts- und Belastungsgrenzen.

Mit der heute unterzeichneten Vereinbarung wurde eine gemeinsame Vorgangsweise festgelegt: Östlich der bestehenden Donaubrücke wird von der oberösterreichischen Landesstraße B 3 ausgehend eine neue Donaubrücke mit insgesamt zwei Fahrstreifen und kombiniertem Geh- und Radweg errichtet. Diese Straßenverbindung quert auf niederösterreichischer Seite den Ennskanal und wird mit der B123a zwischen Pyburg und Rems verknüpft. Auf der ebenfalls im Zuge des Projekts verkehrlich zu verbessernden B123a wird der Verkehr zur B1 und damit zur Anschlussstelle St. Valentin der A1 West Autobahn geführt. Danach muss das Stahltragwerk der bestehenden Donaubrücke durch ein neues Stahltragwerk mit zwei Fahrstreifen und einem Gehweg ersetzt werden. Damit werden zukünftig zwei Brücken für den donauquerenden Verkehr zwischen Oberösterreich und Niederösterreich zur Verfügung stehen. Eine erste Abschätzung des Zeitplans nennt die Jahre 2018/2019 für das Vorprojekt mit der detaillierten Linienführung und Knotenpunktwahl, 2020/21 für die UVP-Einreichung, 2021 bis 2023 für das UVP-Verfahren in einem so genannten „konzertierten Genehmigungsverfahren“, 2024 für den Baubeginn der neuen Donaubrücke und 2027 für die Verkehrsfreigabe.

Bereits im heurigen Sommer ist eine Sanierung der Stahl- und Betonteile der Bestandsbrücke erforderlich. Während der Sanierungsarbeiten im Sommer wird die Brücke maximal an zehn Wochenenden (Samstag 19 Uhr bis Montag 4 Uhr) gesperrt. 47 Prozent der Gesamtkosten, das entspricht 945.000 Euro, werden vom Land Niederösterreich getragen, das Land Oberösterreich übernimmt mit rund 1,065 Millionen Euro die weiteren 53 Prozent der Kosten.

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Vereinbarung zwischen Niederösterreich und Oberösterreich unterzeichnet: Landesrat Günther Steinkellner, Landeshauptmann Thomas Stelzer, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Landesrat Ludwig Schleritzko (von links nach rechts).
Vereinbarung zwischen Niederösterreich und Oberösterreich unterzeichnet: Landesrat Günther Steinkellner, Landeshauptmann Thomas Stelzer, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Landesrat Ludwig Schleritzko (von links nach rechts).© NLK BurchhartDiese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Vereinbarung zwischen Niederösterreich und Oberösterreich unterzeichnet: Landesrat Günther Steinkellner, Landeshauptmann Thomas Stelzer, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Landesrat Ludwig Schleritzko (von links nach rechts).

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