300 Katastrophenschutzexpertinnen und Experten trafen sich in Tulln

Das Land Niederösterreich (Abteilung Feuerwehr und Zivilschutz) veranstaltete am 23. November 2016 zum zwölften Mal die NÖ Katastrophenschutzfachtagung an der NÖ Landes-Feuerwehrschule in Tulln. Rund 300 Expertinnen und Experten der Katastrophenschutzbehörden, der Blaulichtorganisationen sowie wichtiger Infrastrukturbetreiber aus ganz Österreich, Deutschland, der Slowakei und Tschechien nahmen an der Tagung teil.

In Vertretung von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll eröffnete der Präsident des NÖ Zivilschutzverbandes VPNÖ Landtagsabgeordneter Bürgermeister Christoph Kainz diese internationale Fachtagung.

Auf der Tagesordnung standen die Terroranschläge in Europa, der Amoklauf in München, die schweren Unwetter des Sommers 2016 und das neue NÖ Katastrophenhilfegesetz.


Vortrag zur Lage AMOK
© Oberst Slapak referiert über die Polizei-Übung
Robert Stocker vom BM für Inneres präsentierte Erkenntnisse der tragischen Anschläge in Paris, Brüssel und Ansbach. Oberst Bohumil Slapak von der tschechischen Polizei berichtete über eine Geiselnahmeübung in einer Handelsschule, wobei die gut abgestimmten Einsatzabläufe zwischen Polizei-, Rettungs- und Feuerwehrkräften geübt wurden. Anschließend informierten die Pressesprecher der Wiener und der NÖ Landespolizeidirektion über die Wichtigkeit der koordinierten Pressearbeit bei polizeilichen Sonderlagen. Am Beispiel des Amoklaufs in München demonstrierten die Beiden den gezielten Einsatz von Twitter, um auf Falschmeldungen rasch zu reagieren. Auch die österreichische Polizei nutzt bereits erfolgreich diese neuen Medien.

Der Landesrettungskommandant des Niederösterreichischen Roten Kreuzes, Werner Kraut, stellte den größten Einsatz des ÖRK - „Menschen auf der Flucht" - anhand eindrucksvoller Zahlen und Fakten vor.


© Internationale Experten bei der Tagung in Tulln
Andreas Buettner, behördlicher Einsatzleiter des deutschen Landkreises Rottal Inn, schilderte die dramatischen Ereignisse beim Jahrtausendhochwasser in Simbach am Inn. Sieben Tote, über 12.000 Betroffene, Stromausfälle und 200 zerstörte Brücken waren die Folge dieses Starkregenereignisses im Juni 2016 in Bayern.

Demonstration anhand eines Wildbachmodells der Gefahren bei Starkregen
© Demonstration der Gefahren bei Starkregen
Gerade im 100.Gedenkjahr des Tornados von Wiener Neustadt (August 1916) - mit über 30 Toten - zog am 21. Juli 2016 ein zerstörerischer Tornado durch die Ortschaft Karlstein (WT) eine Spur der Verwüstung. Manuel Weber, Meteorologe und Sturmjäger des Vereins Skywarn, erklärte das seltene Wetterphänomen und zeigte Bilder der gewaltigen Schäden.

Vortrag zum Thema Hangwasser
© Bernd Winkler bei seinem Vortrag
Bernd Winkler stellte ein neues Planungsinstrument des Landes NÖ „Gefahrenhinweiskarten Hangwasser" den Katastrophenschutzexperten vor.

Landtagsabgeordneter Christoph Kainz fasste in abschließenden Worten die Fachtagung wie folgt zusammen: „Diese Tagung ist ein wichtiger Beitrag Niederösterreichs zum intensiven Informationsaustausch über Grenzen hinweg, denn Katastrophen kennen keine Grenzen!"


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