Katastrophenschutzplanung

Grundsätzliches über die Katastrophenschutzplanung, Gefahrenkatalog des Landes und aktuelle Alarmpläne    





Grundsätzliches zur Katastrophenschutzplanung

Unter Katastrophenschutz versteht man sämtliche Vorkehrungen bzw. Maßnahmen eines Gemeinwohls, mit dem Ziel eine Katastrophe zu verhindern bzw. die Auswirkungen zu bewältigen und das Leid zu mindern.  

Ein funktionierendes Katastrophenschutzmanagement umfasst somit sämtliche organisatorische Maßnahmen und Abläuf, die für eine effiziente Katastrophenbewältigung notwendig sind.

Dazu gehören vor allem die Vorkehrungen der

- staatlichen Einrichtungen (Behörden)

- Einsatzorganisationen (nichtstaatliche Organisationen, NGO)

- Privatpersonen bzw. der Privatwirtschaft (Selbstschutz)

- Betreiber von wichtigen Infrastrukturen (Energie, Gesundheit, Transport, etc.)

Am Beginn jedes Managementprozesses steht eine Analyse und eine Definition des Zieles, das man erreichen möchte.

Das Ziel im Katastrophenschutz ist, die Verhinderung bzw. Minimierung von Schäden an Menschen, Tieren, der Umwelt und Sachwerten.

Die Analyse einer Gefährdung wird durch die Anwendung eines Risikomanagements erreicht. Dieses besteht aus der Gefahrenerkennung oder Gefahrenidentifikation und der Beurteilung. 

Die Katastrophenschutzbehörden benutzen für diesen Schritt ein Instrument, das unter der Federführung des Militärkommandos NÖ gemeinsam mit allen Blaulichtorganisationen entwickelt wurde. Dieses Instrument ermöglicht die strukturierte und rasche Beurteilung von Gefahren. Aus den Beurteilungen leiten sich weitere Handlungsoptionen ab.

Wird eine Gefahr als hoch eingestuft ist der örtliche Katastrophenschutzplan zu adaptieren oder sogar ein eigener Sonderalarmplan zur Bewältigung einer Gefahrensituation auszuarbeiten. Grundlage dafür liefert das NÖ Katastrophenhilfegesetz.




Gefahrenkatalog des Landes Niederösterreich

Die Landeswarnzentrale des Landes Niederösterreich erstellt und plant ständig neue Alarmpläne für verschiedenste Bedrohungsbilder. Anbei ein Auszug aus den vorhandenen Sonderkatastrophenschutzplänen (Sonderalarmplänen):




Wasser

Bedrohungsbild "Hochwasser"

  • Hochwasseralarmpläne für die Donau
  • Warndienst österreichisch-tschechischer Grenzgewässer
  • Alarmpläne für die Thaya-March
  • Alarmpläne für die Pulkau
  • etc.




Gefährliche Stoffe und Umweltgefährdung

Sogenannte Externe Notfallpläne beinhalten Maßnahmen für Unfälle und Störfälle in Chemiebetrieben. Grundlage bildet die EU Seveso Richtlinie, die auch in diversen Bundes- und Landesgesetzen national umgesetzt wurde.

Nähere Informationen zur Seveso Richtlinie (BWFW)




Verkehr

Für diesen Bereich sind Rahmenalarmpläne für besondere Gefahrenstellen für den Verkehr sowohl auf der Straße, Schiene und für die Luftfahrt vorhanden.

  • Autobahnalarmpläne des NÖ Landesfeuerwehrverbandes
  • Alarmpläne für ÖBB Eisenbahntunnel
  • Alarmplan Flughafen Wien
  • Alarmpläne für Flugplätze



Ihre Kontaktstelle des Landes für Zivil- & Katastrophenschutz

Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung Feuerwehr und Zivilschutz
Langenlebarner Strasse 106 3430 Tulln E-Mail: post.ivw4@noel.gv.at
Tel: 02742/9005-16661
Fax: 02742/9005-13520   
Letzte Änderung dieser Seite: 10.8.2017
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