10.10.2017 | 11:43

Junge Top-Forscher mit „Innovation Award“ ausgezeichnet

Bohuslav: Zukunftsweisende Erfindungen in den Bereichen Cybersicherheit, Veranstaltungsdesign oder Gesundheit

Im Bild von links nach rechts: Christian Aschauer, Vizerektor Josef Glössl, Claudia Lingler, Geschäftsführerin Ludwig Bolzmann Gesellschaft, Michael Moll, Geschäftsführer accent-Gründerservice, Landesrätin Petra Bohuslav, Marita Preims, Bürgermeister Peter Eisenschenk, Christoph Eilenberger, Lukas Madl, tecnet equity.
Im Bild von links nach rechts: Christian Aschauer, Vizerektor Josef Glössl, Claudia Lingler, Geschäftsführerin Ludwig Bolzmann Gesellschaft, Michael Moll, Geschäftsführer accent-Gründerservice, Landesrätin Petra Bohuslav, Marita Preims, Bürgermeister Peter Eisenschenk, Christoph Eilenberger, Lukas Madl, tecnet equity.© NLK Burchhart Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Auch heuer wurden wieder die begehrten tecnet-accent Innovation Awards vergeben. Erstmals wurde dieser Award neben der Universität für Bodenkultur in Tulln auch an der Donau-Universität Krems ausgelobt und vergeben. Die Themen der Siegerprojekte erstrecken sich von Cybersicherheit über Design für innovative Veranstaltungen bis hin zum bakterienfreien Joghurt für Patienten mit Immunschwäche.

Die Preise wurden von Wirtschafts- und Technologie-Landesrätin Petra Bohuslav verliehen. Für die Landesrätin stellen Technologie und Innovation wichtige Säulen für die positive wirtschaftliche Entwicklung Niederösterreichs dar. „Die Innovation Awards sind ein wichtiger Schritt zur Umsetzung der Spin-off-Strategie des Landes Niederösterreich“, betonte Bohuslav. In enger Kooperation mit den beiden Universitäten tragen die Technologiefinanzierungsgesellschaft tecnet equity und der Hightech Inkubator accent dazu bei, dass Ideen aus der Forschung in Unternehmensgründungen münden und erfolgreich am Markt umgesetzt werden. Bohuslav abschließend: „Dadurch schaffen wir mit unseren Serviceangeboten einen substantiellen Mehrwert für Wirtschaft und Gesellschaft.“ Und noch ein zukunftsweisender Aspekt: „Wie man heuer bei der Verleihung sehr gut sehen kann, haben sich auch die Frauen durchgesetzt, denn zwei der Preise sind von Wissenschaftlerinnen gewonnen worden“, freute sich die Landesrätin.

Im Mittelpunkt des Innovation Awards steht die Frage nach der kommerziellen Verwertbarkeit von wissenschaftlichen Erkenntnissen und Erfindungen. Die Jury hat deshalb nicht nur die eigentliche Forschungsarbeit, sondern vor allem die Überlegungen für eine wirtschaftliche Umsetzungsstrategie der Nachwuchsforscher beurteilt. Wichtiger Bestandteil ist die Umwandlung eines Forschungsprojektes in ein Produkt, sowie die damit verbundenen Aspekte wie Kundennutzen, Marktpotenzial, Zielgruppen, Marketingstrategie oder Patentschutz.

Die Studierenden und Doktoranden der beiden Universitäten haben dies mit ihrer Arbeit auch dieses Jahr wieder eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Die besten drei Projekte je Universität wurden mit dem „Innovation Award“ der niederösterreichischen Technologiefinanzierungsgesellschaft tecnet equity und des Hightech Inkubators accent prämiert.

BOKU-Innovation Award Siegerin wurde Marita Preims mit dem Projekt „Enzymacally produced bacteria free Yogurt”. Die Herstellung von Joghurt erfolgt durch Fermentation der Milch mit Hilfe von Bakterien wie z.B. Lactobacilli. Diese Bakterien bleiben aber anschließend im Joghurt in hoher Konzentration vorhanden. Für gesunde Menschen ist das kein Problem, aber für Personen mit geschwächtem Immunsystem – z.B. während einer Chemotherapie, darf so ein Produkt nicht gegessen werden. Frau Preims hat in ihrem Projekt eine Lösung für dieses Problem gefunden, indem sie zur Joghurtherstellung statt Bakterien -Enzyme verwendet, die den Umwandlungsprozess von Milch in Joghurt initiieren können. Das, durch dieses Verfahren hergestellte Produkt, kann auch von immungeschwächten Patienten verzehrt werden, da es keinerlei Bakterien enthält.

Weltweit werden unzählige Veranstaltungen und Fachkongresse abgehalten. Daher hat Lukas Zenk, einer der Gewinner von der Donau Universität Krems, mit seinem Projekt „Designing Innovation Events“ eine neue Methode entwickelt, um diese Veranstaltungen noch interessanter für alle Teilnehmer zu gestalten. Auf Basis der Forschungsergebnisse wurde ein innovatives Kartenset entwickelt, um herauszufinden, welche Erwartungen die Teilnehmenden haben, und durch welche Maßnahmen eine Veranstaltung diese Erwartungen bestmöglich erfüllen kann.

Das Projekt von Bettina Pospisil und zweite Siegerin der Donau Universität Krems beschäftigt sich mit dem Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen CERT Stellen (Computer Emergency Response Team) bei Cyberattacken. Dadurch kann die Cybersicherheit für Unternehmen und kritische Infrastrukturen entscheidend verbessert werden.

Die Geschäftsführerin von tecnet equity, Doris Agneter, erklärt: „Ziel unseres Awards ist es, dass sich hochqualifizierte Forscherinnen und Forscher auch mit den wirtschaftlichen Möglichkeiten ihrer Entwicklungen auseinandersetzen." Und Michael Moll vom accent Gründerservice des Landes Niederösterreich ergänzt: „Wir freuen uns, dass wir den Award auch heuer wieder an Projektteams überreichen können, die mit ihren innovativen Ideen Beachtliches geleistet und sich auch mit der praktischen Umsetzung beschäftigt haben.“

„Als Universität für Weiterbildung ist das Thema Innovation ein Wesensmerkmal der Donau-Universität Krems in vielen Bereichen“ erklärt Vizerektorin Viktoria Weber. Professor Josef Glößl, Vizerektor für Forschung und Internationale Forschungskooperation der BOKU, sagte: „Als Universität haben wir neben unseren Kernaufgaben in Forschung und Lehre die Verantwortung für die Gesellschaft, auf Basis unserer Forschungsergebnisse zu Innovationen und damit zur Weiterentwicklung des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandortes Österreich beizutragen.“

tecnet equity ist die Technologiefinanzierungsgesellschaft des Landes Niederösterreich. Über die Venture Capital Fonds investiert tecnet equity in wachstumsstarke, innovative, technologieorientierte Unternehmen. Die Fondsmittel dienen als Starthilfe, um in weiterer Folge den Wert des Unternehmens nachhaltig zu steigern.

Das accent Gründerservice ist der Hightech Inkubator des Landes Niederösterreich. Ziel des accent ist es, eine fruchtbare Basis für hochinnovative Start-Ups in Niederösterreich zu schaffen. Dadurch sollen technologische Entwicklungen effektiv und nachhaltig wirtschaftlich umgesetzt werden.

Neben der finanziellen Unterstützung gibt es durch die erfahrenen Gründungsspezialisten im accent auch ein intensives Coaching auf Basis eines strukturierten, individuell erarbeiteten, Businesskonzeptes. Diese fachliche und finanzielle Unterstützung geht über die ersten 18 bis 24 Monate und schafft eine ausgezeichnete Grundlage für eine erfolgreiche Unternehmensgründung im Technologie-und Innovationsbereich.

Weitere Informationen: accent Gründerservice, Beatrice Weisgram, Telefon 02742/9000/19310, e-mail beatrice.weisgram@accent.at, bzw. Büro LR Dr. Petra Bohuslav, Christoph Fuchs, Telefon 02742/9005/12322, e-mail c.fuchs@noel.gv.at

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