31.03.2017 | 13:49

Jugendreferenten der Bundesländer trafen sich in Krems

Wilfing: Anhebung des Rauchen-Schutzalters auf 18 ab 2018

Im Bild von links nach rechts: Landeshauptmann Mag. Markus Wallner (Vorarlberg), Bundesministerin Dr. Sophie Karmasin und Landesrat Mag. Karl Wilfing
Im Bild von links nach rechts: Landeshauptmann Mag. Markus Wallner (Vorarlberg), Bundesministerin Dr. Sophie Karmasin und Landesrat Mag. Karl Wilfing© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Die österreichweite Anhebung des Schutzalters für den Kauf von Zigaretten für Jugendliche auf 18 Jahre stand im Mittelpunkt der zweitägigen Jugendreferentenkonferenz, die am 30. und 31. März in Krems über die Bühne ging und an der auch der Vorsitzende der Landesjugendkonferenz, Landesrat Mag. Karl Wilfing, teilnahm. Bei einer Pressekonferenz am heutigen Freitag im Haus der Regionen in Krems informierte u. a. Landesrat Wilfing gemeinsam mit dem Vorarlberger Landeshauptmann Mag. Markus Wallner und Bundesministerin Dr. Sophie Karmasin über aktuelle Fragen.

 „Wir haben heute in der Länder-Konferenz beschlossen, das Schutzalter für Rauchen bis spätestens Mitte 2018 auf 18 Jahre anzuheben", hielt Landesrat Mag. Karl Wilfing fest. Alle Studien würden belegen, dass ein höheres Einstiegsalter beim Rauchen positive Folgen für die Gesundheit habe, meinte er. Ein späteres Rauch-Einstiegsalter bewirke auch eine allgemeine Verringerung der Raucherzahlen. „Das ist ein jugend- und gesundheitspolitischer Meilenstein und ich bedanke mich bei allen Kolleginnen und Kollegen, die diese Einigung möglich gemacht haben", führte der Landesrat aus. Darüber hinaus werde eine weitere Harmonisierung beim Jugendschutz angestrebt.

Zu den Präventionsmaßnahmen in Niederösterreich führte Wilfing aus: „Wir haben mit unserer Fachstelle für Suchtprävention bereits ein breites Spektrum an Maßnahmen und diese speziell im Bereich Rauchen nun verstärken. Weiters finden jedes Jahr rund 250 Rauschfrei-Workshops direkt an den Schulen statt, die wir nun verstärkt unter dem Raucher-Präventions-Aspekt führen werden. Parallel dazu werden wir mit den Kolleginnen und Kollegen aus den Bundesländern zusammenarbeiten, um gemeinsame Präventionsprojekte umzusetzen."

Bundesministerin Dr. Sophie Karmasin meinte: „Dieser Beschluss ist ein Meilenstein in der Jugendpolitik, wodurch nachhaltige Verbesserungsschritte für unsere Jugend gesetzt werden. Wir haben nicht nur das Schutzalter auf 18 Jahre hinaufgesetzt, sondern auch einen Präventionsschwerpunkt gesetzt." Das sei deshalb so wichtig, weil auch ein allgemeines Rauchverbot in der Gastronomie im Mai 2018 in Kraft trete.

Landeshauptmann Mag. Markus Wallner meinte: „In der Frage ‚Jugendgesundheit‘ haben die Bundesländer und der Bund nun eine einheitliche Position eingenommen." Frühes Rauchen sei gesundheitsschädlich und führe zu einer noch größeren Abhängigkeit. „Im Sinne der Jugendgesundheit, so die Experten, ist es wichtig, das Schutzalter anzuheben", meinte der Landeshauptmann. Ein Verbot alleine werde das Problem aber nicht lösen, nur in Kombination mit den geplanten Präventionsmaßnahmen könne es zu Verbesserungen kommen, so Wallner.

Weitere Wortmeldungen erfolgten u. a. von den Jugendreferenten Mag. Jürgen Czernohorszky (Wien), Mag. Astrid Eisenkopf (Burgenland), Mag. Ursula Lackner (Steiermark), Landeshauptmann-Stellvertreterin Dr. Beate Prettner (Kärnten), Mag. Martina Berthold (Salzburg) und Dr. Beate Palfrader (Tirol).

Nähere Informationen beim Büro LR Wilfing unter 02742/9005-12324, Florian Liehr, e-mail florian-liehr@noel.gv.at.

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