01.03.2017 | 00:43

Bilanz und Ausblick der Schuldnerberatung NÖ

Schwarz/Androsch: Wertvolle Arbeit

Bilanz und Ausblick der Schuldnerberatung NÖ: Landesrat Ing. Maurice Androsch, Landesrätin Mag. Barbara Schwarz und Michael Lackenberger, Geschäftsführer der Schuldnerberatung NÖ. (v.l.n.r.)
Bilanz und Ausblick der Schuldnerberatung NÖ: Landesrat Ing. Maurice Androsch, Landesrätin Mag. Barbara Schwarz und Michael Lackenberger, Geschäftsführer der Schuldnerberatung NÖ. (v.l.n.r.)© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Im Rahmen einer Pressekonferenz in St. Pölten zogen Landesrätin Mag. Barbara Schwarz und Landesrat Ing. Maurice Androsch gemeinsam mit Michael Lackenberger, Geschäftsführer der Schuldnerberatung NÖ, heute, Mittwoch, Bilanz über das Jahr 2016 der Schuldnerberatung NÖ und gaben einen Ausblick.

„Die Schuldnerberatung NÖ ist ein wichtiges Instrument, um Menschen, die in finanzielle Not gekommen sind, zu helfen", bedankte sich Landesrätin Schwarz bei der Schuldnerberatung für ihre „wertvolle Arbeit". Wenn man das Gefühl habe, die Schulden würden einem über den Kopf wachsen, sei die Schuldnerberatung die richtige Anlaufstelle. Hier bekomme man Unterstützung und könne mit den Beraterinnen und Beratern einen persönlichen Businessplan erstellen. Außerdem werde auch die Selbsthilfe ganz stark angesprochen. „Oberstes Ziel ist, die finanzielle Not zu lindern", führte Schwarz aus, dass es letztendlich darum gehe, die Klientinnen und Klienten wieder in wirtschaftliche Selbstständigkeit zu führen.

2016 sei ein schwieriges Jahr gewesen, es habe am Arbeitsmarkt keine Entspannung gegeben, so Schwarz. So habe die Schuldnerberatung bei den Erstkontakten einen Zuwachs von 4,84 Prozent gegenüber 2015 verzeichnet (von 2.539 auf 2.662). Ein Plus habe es auch bei den Interventionen und Gerichtsterminen gegeben. Die Anzahl der betreuten Personen insgesamt sei leicht zurückgegangen, und auch die Durchschnittsverschuldung sei gegenüber 2015 gesunken. Das zeige den Trend, dass die Menschen früher kämen, um mit ihren Schulden fertig zu werden. Außerdem habe man auch die Ausfallsquote reduzieren können: In den Vorjahren hätten viele Menschen Termine für Beratungen vereinbart, wären dann aber nicht zu den Beratungen gekommen. Dem wirke man mit einem Erinnerungs-SMS entgegen.

Für Jugendliche gebe es spezielle Präventivmaßnahmen, informierte Schwarz, dass bereits über 3.000 Schülerinnen und Schüler von der Schuldnerberatung NÖ beraten worden seien. In Workshops werde das Thema aufgearbeitet. Die NÖ Finanzcard werde gratis für Schülerinnen und Schüler angeboten, abgeschlossen werde die Ausbildung mit einem Online-Test und einem Zertifikat. 161 Schülerinnen und Schüler aus fünf Schulen hätten die Ausbildung letzten Sommer abgeschlossen, 85 weitere Schülerinnen und Schüler aus drei Schulen befänden sich derzeit in freiwilliger Ausbildung, so die Landesrätin. Außerdem gebe es Präventionsvorträge an Schulen.

Das Jahr 2016 habe gezeigt, „dass die Klientinnen und Klienten mit einer sehr hohen Zufriedenheit die Beratungen der Schuldnerberatung NÖ gerne annehmen", so Landesrat Androsch. Bei der Jugendverschuldung habe es im Jahr 2015 eine Welle nach unten gegeben und das Thema werde auch zukünftig weiterbegleiten. Zudem zeige sich, dass es bei Männern eine deutlich höhere Durchschnittsverschuldung gebe als bei Frauen. „Hauptgründe dafür sind die Frage des Arbeitsverhältnisses verbunden mit niedrigem Einkommen und ein schwieriges Konsumverhalten", so Androsch. Man müsse daher ein besonderes Augenmerk darauf legen, junge Menschen in Beschäftigung zu bringen und jobfit zu machen.

Mit dem Betreuten Konto würden Menschen begleitet werden, ihren Finanzhaushalt wieder zu stabilisieren. Ein spannendes Thema werde im März mit der Privatinsolvenz-Novelle  auf die Menschen zukommen. Gerade im Bereich der EPUs gebe es hohe Verschuldungen, diese lägen im Durchschnitt bei 290.000 Euro. Hier sei die Frage des Neustarts und damit verbunden die Nullquote ein wesentlicher Punkt.

Landesrat Androsch bedankte sich bei Landesrätin Schwarz für die enge Abstimmung und bei Geschäftsführer Lackenberger für die Arbeit in den Regionen, die eine sehr wichtige sei. Mit der Schuldnerberatung NÖ gebe es ein sehr niederschwelliges Angebot, damit werde die Hürde niedrig gehalten, sich beraten zu lassen.

Geschäftsführer Lackenberger sagte, dass man im dritten Quartal des Vorjahres 658 Klientinnen und Klienten eingeladen habe, die Schuldnerberatung NÖ zu bewerten. „96 Prozent fanden, dass die Kontaktaufnahme mit der Schuldnerberatung NÖ einfach und unkompliziert ist", führte Lackenberger weiters aus, dass 85 Prozent mit der Schuldnerberatung NÖ sehr zufrieden seien. Das zeige die hohe Qualität der Beraterinnen und Berater und, dass bei der Schuldnerberatung NÖ der Mensch im Mittelpunkt stehe. Wie sich die Privatkonkurs-Novelle auf die Schuldnerberatung und deren Tätigkeit auswirke, könne man derzeit noch nicht sagen, es gelte aber zu verhindern, dass die Menschen die nach dieser als überschuldet gelten, nicht in die Hände von unseriösen Beraterfirmen geraten.

Nähere Informationen: Büro LR Schwarz, Mag. (FH) Dieter Kraus, Telefon 02742/9005-12655, E-Mail dieter.kraus@noel.gv.at, Büro LR Androsch, Mag. Anton Heinzl, Telefon 02742/9005-12576, E-Mail anton.heinzl@noel.gv.at, http://www.sbnoe.at/.

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Landesrat Ing. Maurice Androsch, Landesrätin Mag. Barbara Schwarz und Michael Lackenberger, Geschäftsführer der Schuldnerberatung NÖ, zogen Bilanz und gaben einen Ausblick über das Jahr 2016 der Schuldnerberatung NÖ. (v.l.n.r.)© NÖ Landespressedienst/BurchhartDiese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Landesrat Ing. Maurice Androsch, Landesrätin Mag. Barbara Schwarz und Michael Lackenberger, Geschäftsführer der Schuldnerberatung NÖ, zogen Bilanz und gaben einen Ausblick über das Jahr 2016 der Schuldnerberatung NÖ. (v.l.n.r.)

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