01.03.2017 | 11:10

NÖLI-Sammlung knackt Rekord von einer Million Kilogramm Altspeiseöl und -fett

LR Pernkopf: „Bedeutender positiver Effekt für unsere Umwelt"

Der NÖLI ist Niederösterreichs beliebter Sammelbehälter für Öle und Fette aus der Zubereitung von Speisen und hat im Vorjahr einen neuen Rekord bei der gesammelten Menge aufgestellt: Landesweit wurden im Jahr 2016 von den NÖ Umweltverbänden über eine Million Kilogramm Altspeiseöl und -fett gesammelt.

Eingeführt wurde der NÖLI im Jahr 2002 von den NÖ Umweltverbänden und dem Land Niederösterreich, in den 15 Jahren seines Bestehens hat er sich zu einer wahren Erfolgsstory entwickelt: Pommes frites, Schnitzel oder Hühnernuggets - sie alle sind in Speiseöl oder Speisefett geschwommen. Und dies ist wiederum der Rohstoff für Biodiesel, der als Alternative zu fossilen Energieträgern genutzt wird. Im Jahr 2016 wurden exakt 1.001.167 Kilogramm Altspeiseöl und -fett durch die NÖ Umweltverbände und deren Verbandsgemeinden gesammelt. Die Menge konnte im Vergleich zu 2015 damit um ca. 18.000 Kilogramm gesteigert werden.

„Gebrauchte Speiseöle und -fette sind wertvolle Rohstoffe. Die Sammlung und Wiederverwertung bietet einen bedeutenden positiven Effekt für unsere Umwelt. Das spart nicht nur Kosten, es ist auch ein Beitrag zur Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern. Zusätzlich gibt es auch einen wichtigen wirtschaftlichen Aspekt, denn alle Arbeitsschritte, begonnen bei der Sammellogistik, über die Reinigung der Gefäße bis hin zur Erzeugung des Biodiesels werden in Niederösterreich umgesetzt. Die gesamte Wertschöpfung liegt somit zur Gänze in unserem Bundesland", so Umwelt-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf.

„Über eine Million Kilogramm an gesammelten Altspeiseölen und -fetten durch unsere Verbände ist ein beeindruckender Rekord. Der wiederverschließbare und wiederbefüllbare NÖLI ist somit aus dem stofflichen Recycling nicht mehr wegzudenken und zeigt wieder deutlich den großen Vorteil einer landesweit koordinierten Sammlung durch unsere Umweltverbände und deren Gemeinden", freut sich der Präsident der NÖ Umweltverbände LAbg. Bgm. Anton Kasser.

Das praktische gelbe Drei-Liter-Sammelgefäß für Privathaushalte und das 25-Liter-Sammelgefäß für die Gastronomie gibt es gratis bei den Altstoff-Sammelzentren der Umweltverbände und Gemeinden. Nach Sammlung und Befüllung können die NÖLIs wieder bei den Sammelstellen kostenlos abgegeben und gegen gereinigte Gefäße getauscht werden.

Altspeiseöl und -fett ist zwar biologisch, soll aber trotzdem nicht in den Abfall geleert werden. Und das aus gutem Grund: Aufgrund ihrer Zusammensetzung bildet es Klumpen und kann den Abfluss verstopfen - und zwar nicht nur im Kanalsystem, sondern auch bereits im eigenen Haus oder der eigenen Wohnung. In den Engstellen sammeln sich weitere Stoffe, wie etwa Speisereste, und können somit relativ rasch zur Verstopfung des Abflusssystems führen. Jeder Liter Speiseöl in Ausguss oder WC geleert verursacht im Schnitt etwa Folgekosten von 70 Cent - das würde bei der gesammelten Menge allein im Jahr 2016 Folgekosten von etwa  700.000 Euro verursachen

NÖLIs Leibspeisen sind tierische und pflanzliche Öle, Fette und Schmalz. Das heißt folgendes gehört in das Sammelgefäß: Altspeiseöl und -fett, abgekühltes Frittier- und Bratenfett, Öle von eingelegten Speisen (z.B. Sardinen), Butter- und Schweineschmalz, verdorbene und abgelaufene Speiseöle und -fette. Nicht in den NÖLI gehören Mayonnaise, Dressing, Chemikalien, Mineralöl, Motoröl, Farben und Essensreste.

Die Sammlung und Wiederverwertung von gebrauchtem Altspeiseöl oder -fett ist ein bedeutender Faktor zur Entlastung der Umwelt, denn der Inhalt ist nicht Abfall, sondern dient als Rohstoff zur Produktion von Biodiesel. Die Biodieselproduktion bringt eine Erhöhung der Wertschöpfung für die Region und Verringerung der Abhängigkeit von Energieimporten und eine Verbesserung der Umweltsituation durch den Ersatz von fossilen Brennstoffen. Ein Liter Biodiesel spart rund 1,894 Kilogramm CO2 gegenüber mineralischem Diesel.

Nähere Informationen: Büro LR Pernkopf, DI Jürgen Maier, Telefon 02742/9005-12704, E-Mail lr.pernkopf@noel.gv.at, NÖ Umweltverbände, Mag.(FH) Matthias Heiss, Telefon 02742/23 00 60-206, E-Mail matthias.heiss@umweltverbaende.at, http://www.umweltverbaende.at/.

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