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07.11.2016 | 07:56

7. NÖ Landesweintaufe im Schloss Jedenspeigen

LH Pröll: „Große wirtschaftliche Bedeutung der Weinwirtschaft"

Anstoßen mit dem Taufwein „miraCKulum“: der NÖ Weinbaupräsident Franz Backknecht, Dompfarrer zu Wien-St. Stephan Toni Faber, Weinpatin und Wetterexpertin Christa Kummer, Weinkönigin Christina Hugl und Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll. (v.l.n.r.)
Anstoßen mit dem Taufwein „miraCKulum“: der NÖ Weinbaupräsident Franz Backknecht, Dompfarrer zu Wien-St. Stephan Toni Faber, Weinpatin und Wetterexpertin Christa Kummer, Weinkönigin Christina Hugl und Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll. (v.l.n.r.)© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Im Schloss Jedenspeigen wurde am vergangenen Samstag die mittlerweile siebente NÖ Landesweintaufe vorgenommen. Über den neuen Jahrgang und die Besonderheiten des niederösterreichischen Weinbaus informierten Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, der NÖ Weinbaupräsident Franz Backknecht, der Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Niederösterreich Otto Auer sowie Weinpatin und Wetterexpertin Christa Kummer. Den Segen erhielt der neue Jahrgang mit dem Namen „miraCKulum" vom Dompfarrer zu Wien-St. Stephan Toni Faber. Unter den Ehrengästen waren weiters Landwirtschaftskammer-Präsident Ing. Hermann Schultes, Weinbaupräsident Johannes Schmuckenschlager und Weinbotschafter Mag. Bernhard Lackner, Vorstandsdirektor der Niederösterreichischen Versicherung.

Landeshauptmann Pröll sagte im Gespräch mit Moderatorin Mag. Birgit Perl, dass die jüngste Studie des IHS (Institut für Höhere Studien) zur ökonomischen Bedeutung der Weinwirtschaft für Österreich „wichtige Fakten geschaffen" habe, denn „sie untermauert die große wirtschaftliche Bedeutung der Weinwirtschaft". Dass der niederösterreichische Weinbau 20.000 Arbeitsplätze absichere, zeige, dass die Weinwirtschaft „eine ordentliche Säule am Arbeitsmarkt" sei. Die Weinwirtschaft sorge für eine Wertschöpfung zwischen 700 und 800 Millionen Euro, das bedeute „einen ordentlichen Turbo - gerade für die Region Weinviertel". „Durch die Weinwirtschaft fließen jährlich rund 60 Millionen Euro an Land und Gemeinden zurück", so Pröll.

Die Weinwirtschaft habe aber auch eine „unglaubliche Bedeutung und Auswirkung auf die Lebensart", betonte der Landeshauptmann, dass Heimatverbundenheit immer wichtiger werde. „Wer auf Du und Du mit der Heimat ist, ist auch mit der Heimat verwurzelt und nur jemand, der tief verwurzelt ist, kann auch ein entsprechendes Selbstbewusstsein aufbringen und das brauchen wir im Umgang mit anderen Kulturen", sagte Pröll, dass es wichtig sei „heimatverbunden und weltoffen" zu sein. Der Landeshauptmann sprach von einer „qualitativ hochwertigen Weinwirtschaft": „Wir sind in der Lage die weltbesten Weine zu präsentieren." Er bedankte sich bei den Winzern, sich diese Qualitätsarbeit anzueignen.

„Wir kehren zu den Ursprüngen zurück", sagte der NÖ Weinbaupräsident Franz Backknecht in seinen Begrüßungsworten, dass es am Martinstag Brauch gewesen sei, „dass die Winzer in die Keller gehen, um den Wein zu prüfen". Mit dem 11. November sei der alte Wein zum Vorjahreswein geworden, denn bis dahin habe die Reifezeit des jungen Weines gedauert. „Die Landesweintaufe ist ein Zeichen dafür, dass wir stolz auf den niederösterreichischen Wein und die Lebenskultur sind und sie ist auch ein Erntedank", erzählte Backknecht, dass die Idee der Landesweintaufe gemeinsam mit Landeshauptmann Pröll entwickelt worden und dieser erster Weinpate gewesen sei.

Landwirtschaftskammer-Vizepräsident Otto Auer führte aus, dass der Frost im Frühjahr große Auswirkungen auf den Jahrgang 2016 gehabt habe. Das Burgenland und die Steiermark seien stark betroffen gewesen, Niederösterreich sei jedoch „mit einem blauen Auge davongekommen". Dennoch habe man noch „eine gute Ernte" bekommen, sagte Auer, dass die Weißweine schöne Säuren hätten und man bei den Rotweinen sehr hohe Reifen vorfinde.

„Die Natur liefert uns die Früchte, aber wir Menschen haben eine besondere Gabe bekommen - aus Trauben ein Kunstwerk zu machen. Was uns die Natur liefert und der Mensch daraus macht, ist ein großes Wunder", erklärte Weinpatin Christa Kummer, welche Gedanken hinter dem Namen „miraCKulum" für den Landeswein 2016 stehen. „Miraculum - das lateinische Wort für Wunder als Dank an den Herrgott, dass der Mensch trotz des Wetters aus dem Jahrgang 2016 etwas machen konnte". Das „CK" im Wort steht für die Initialen der Weinpatin.

Im Rahmen der Festveranstaltung wurde Horst Wild, der Präsident des Kärntner Weinbauverbandes geehrt: Backknecht verlieht ihm für seine Verdienste um die niederösterreichische Weinwirtschaft die Ehrenmitgliedschaft - „zum ersten Mal an jemanden, der nicht aus Niederösterreich kommt".

Nähere Informationen: NÖ Weinbauverband, Geschäftsführer DI Konrad Hackl, Telefon 05/0259 22209, Mobil 0664/60 259 22209, E-Mail konrad.hackl@lk-noe.at, Landwirtschaftskammer Niederösterreich, Mag. Eva Lechner, BA, Telefon 05/0259 29308, Mobil 0664/60 259 29308, E-Mail eva.lechner@lk-noe.at

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Landesweintaufe im Schloss Jedenspeigen mit zahlreichen Ehrengästen
Landesweintaufe im Schloss Jedenspeigen mit zahlreichen Ehrengästen© NÖ Landespressedienst/PfeifferDiese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

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