02.11.2016 | 09:19

Zweiter öffentlicher Gastvortrag im Zuge der „ISLAM"-Ausstellung auf der Schallaburg

Thema: „Peer Education als Ansatz historisch-politischer Bildung in Ausstellungsprojekten"

Im Zuge der ISLAM-Ausstellung, die kommendes Jahr von 18. März bis 5. November 2017 auf der Schallaburg präsentiert wird, geben öffentliche Gastvorträge auf der Schallaburg Einblicke in das Thema und in die didaktischen Zugänge. Im Fokus der Ausstellung steht das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher religiöser und kultureller Traditionen. Dabei wird der Islam als jene Religion, die oft im Widerspruch zur europäischen Gesellschaft gesehen wird, in den Mittelpunkt gerückt.

Als Leitung des inhaltlichen Teams steht der Schallaburg Lisa Noggler-Gürtler zu Verfügung. In enger Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten aus der Wissenschaft und muslimischen Communities nähert sich die Ausstellung diesem Thema. Für die Entwicklung der Vermittlungsdidaktik zeichnet sich Wolfgang Schmutz verantwortlich.

Die öffentliche Vortragsreihe startete am 21. Oktober und endet am 10. März 2017. Der zweite Vortrag findet am Freitag, 11. November, um 19 Uhr statt: Jona Schapira vom Anne Frank Zentrum in Berlin widmet sich dem Thema „Peer Education als Ansatz historisch-politischer Bildung in Ausstellungsprojekten". Unter Peer Education wird der pädagogische Ansatz der gegenseitigen Begleitung von Jugendlichen in verschiedenen Bildungs- und Erziehungskontexten verstanden, der zunehmend auch von Gedenkstätten und Museen in ihrer pädagogischen Arbeit genutzt wird. Zentral ist dabei der Gedanke, dass Jugendliche als Expertinnen und Experten ihrer eigenen Lebensumstände miteinander in Lernprozesse treten können, die niederschwelliger und angstärmer als klassische Lehr-Lern-Situationen sind. Im Vortrag werden die Grundideen der Peer Education erläutert. Hierbei soll der Frage nachgegangen werden, was Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Ausstellungen und Museen, die kein „klassisches" Peer Education Projekt verfolgen, dennoch für ihre Arbeit aus dem Konzept mitnehmen können. Als Beispiel wird das Anne Frank Zentrum Berlin herangezogen, das auf langjährige Erfahrung mit Peer Education in der Ausstellungsarbeit zurückblicken kann.

Jona Schapira ist Historikerin und Erziehungswissenschaftlerin. Sie ist langjährige freie Mitarbeiterin im Anne Frank Zentrum Berlin, in dem sie in verschiedenen Projekten involviert ist. Ihr Arbeitsschwerpunkt liegt auf dem Konzept der Peer Education in der historisch-politischen Bildungsarbeit. Sie selbst ist als Peer Guide-Trainerin in verschiedenen Ausstellungen des Anne Frank Zentrums tätig. Darüber hinaus engagiert sie sich in der deutsch-israelischen Jugendbegegnung.

Nähere Informationen: Schallaburg, Pressesprecher Klaus Kerstinger, Telefon 02742/90 80 46-652, e-mail klaus.kerstinger@schallaburg.at, http://www.schallaburg.at/.

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