05.10.2016 | 10:00

15. Hospizenquete in NÖ macht auf Welthospiztag aufmerksam

LR Schwarz: Förderung und Ausbau von Hospizbegleitung und Palliative Care-Versorgung ist zentrales Anliegen

Bei der 15. Hospizenquete im Landtagssitzungssaal: Mag. Elfriede Riesinger, Geschäftsführerin des NÖ Gesundheits- und Sozialfonds, Dr. Brigitte Riss, Vorsitzende Landesverband Hospiz NÖ, Landesrätin Mag. Barbara Schwarz und Dr. Otto Huber, Leiter der Gruppe Gesundheit & Soziales beim Amt der NÖ Landesregierung. (v.l.n.r.)
Bei der 15. Hospizenquete im Landtagssitzungssaal: Mag. Elfriede Riesinger, Geschäftsführerin des NÖ Gesundheits- und Sozialfonds, Dr. Brigitte Riss, Vorsitzende Landesverband Hospiz NÖ, Landesrätin Mag. Barbara Schwarz und Dr. Otto Huber, Leiter der Gruppe Gesundheit & Soziales beim Amt der NÖ Landesregierung. (v.l.n.r.)© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Die Förderung und der Ausbau von Hospizbegleitung und Palliative Care als Angebot für von Sterben, Tod und Trauer Betroffene ist ein zentrales Anliegen des Landes Niederösterreich. „Wir wollen die würde-, respekt- und vertrauensvolle Betreuung und Begleitung für Menschen im letzten Lebensabschnitt auch in Zukunft sicherstellen", betont Sozial-Landesrätin Mag. Barbara Schwarz aus Anlass des kommenden Welthospiztages, der heuer am 8. Oktober begangen wird.

„Unser Ziel ist es, jedem Menschen, unabhängig von der zugrunde liegenden Erkrankung, der persönlichen Lebenssituation oder vom Versorgungsort, eine qualitativ hochwertige Hospiz- und Palliative Care-Versorgung zur Verfügung zu stellen", so Schwarz. Niederösterreich verfüge über ein umfassendes Gesamtkonzept im mobilen und im stationären Bereich, das eine gleichwertige, flächendeckende, abgestufte Hospiz- und Palliative Care-Versorgung zum Ziel hat.

Bestehende Strukturen, wie niedergelassene Ärzte, Hauskrankenpflege, Sozialarbeit, Pflegeheime und Krankenanstalten, werden bei der Umsetzung miteinbezogen. In den NÖ Landespflegeheimen beispielsweise wird integrierte palliative Betreuung in jedem Haus angeboten. In sieben NÖ Pflegeheimen - Horn, Melk, Mistelbach, Mödling, Tulln, St. Pölten und Wiener Neustadt - gibt es außerdem ein stationäres Hospiz. Im Landespflegeheim Melk, das sich als erstes stationäres Hospiz in Niederösterreich überhaupt einen hervorragenden Ruf in der Betreuung von schwerstkranken Menschen erarbeitet hat, entstehen aktuell im neuen, modernen 44-Betten-Zubau, je 15 Betten für Schwerst- und Hospizpflege und neue Räumlichkeiten für das dort ansässige mobile Palliativteam. Im Bereich der NÖ Landespflegeheime stehen rund 70 Hospizplätze zur Verfügung. Vorbildlich engagieren sich die NÖ Pflegeheime auch im Projekt „Hospizkultur & Palliative Care im Heim". 

Als Dachorganisation fungiert seit mittlerweile bereits 15 Jahren der Landesverband Hospiz Niederösterreich. Die heurige 15. Hospizenquete des Landesverbandes, die Landesrätin Schwarz heute im Landtagssitzungssaal in St. Pölten eröffnete, stand unter dem Titel „Dein Ekel - Meine Scham ... auch das ist Hospiz und Palliative Care". Zu diesem anspruchsvollen Thema konnten drei namhafte, internationale Referenten gewonnen werden: Der Berliner Palliativmediziner Prof. Dr. H. Christof Müller-Busch sprach über „Scham, Schuld und Ekel am Lebensende", die deutsche Emotionssoziologin Dr. Caroline Bohn über „Macht und Scham in der Pflege" und Thorsten Adelt, Psychotherapeut am Zentrum für Palliativmedizin in Bonn, referierte zum Thema „Scham und Ekel im Umgang mit Verwahrlosung".

„Insgesamt kann Niederösterreich mit einem breit aufgestellten Angebot, bestehend aus mobilen Hospizteams, mobilen Palliativteams bzw. Palliativkonsiliardiensten, den Palliativstationen in den NÖ Landeskliniken und den stationären Hospizen in den NÖ Pflegeheimen eine nahezu flächendeckende Versorgung anbieten. Unsere Aufgabe ist es, ein würdevolles Leben und eine vertrauensvolle Begleitung bis zum letzten Atemzug zu ermöglichen und zu sichern", so Schwarz abschließend.

Nähere Informationen: Büro LR Schwarz, Mag. (FH) Dieter Kraus, Telefon 02742/9005-12655, e-mail dieter.kraus@noel.gv.at.

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