29.09.2016 | 13:00

Informationskampagne „Nein zum Keim" präsentiert

Wilfing: Hände desinfizieren kann Leben retten

Landesrat Mag. Karl Wilfing und Professor Dr. Christoph Aspöck nahmen einen Desinfektionsspender im Landesklinikum St. Pölten in Betrieb.
Landesrat Mag. Karl Wilfing und Professor Dr. Christoph Aspöck nahmen einen Desinfektionsspender im Landesklinikum St. Pölten in Betrieb.© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich an presse@noel.gv.at.

Über die Informationskampagne „Nein zum Keim" berichtete Landesrat Mag. Karl Wilfing am heutigen Donnerstag gemeinsam mit Primar Dr. Christoph Aspöck bei einer Pressekonferenz im Universitätsklinikum St. Pölten. Im Anschluss fand eine Live-Präsentation zur richtigen Händedesinfektion statt.

Bei vielen Patienten in Spitälern sei das Immunsystem nach Operationen geschwächt, sagte Landesrat Wilfing. Keime und Bakterien würden vor allem für Patienten mit geschwächtem Immunsystem eine Gefahr darstellen, hielt Wilfing fest. Oftmals werde auch von gut gemeinten Patientenbesuchen unterschätzt, dass man „selbst Keim-Überträger sein kann". Unsere neue Initiative „Nein zum Keim" mache daher darauf aufmerksam, wie wichtig und einfach die richtige Händehygiene sei, hob er hervor. „Der wichtigste Teil der Patientensicherheit ist die Hygiene. Rund 20 bis 40 Prozent der Spitalsinfektionen können verhindert werden", betonte Wilfing. „Wir achten sehr sensibel darauf, dass die Hygienestandards in den niederösterreichischen Kliniken erfüllt werden und das Klinikpersonal mit dem Umgang der richtigen Desinfektion vertraut ist", meinte der Landesrat.

Vielfach seien die zahlreichen Patientinnen und Patienten, Angehörige und Besucher, die täglich das Klinikum betreten, nicht so genau informiert, so Wilfing. „Für die gesamte Bevölkerung soll daher die Händedesinfektion beim Betreten und Verlassen einer Gesundheitseinrichtung zur Selbstverständlichkeit werden. Die Kampagne ruft dazu auf, die Hände 30 Sekunden lang mit Desinfektionsmittel zu desinfizieren", meinte er. „Ist man gesund, ist man gut gewappnet, und erkrankt auch nicht, aber man kann Menschen infizieren, die ein schwaches Immunsystem haben", führte Wilfing weiter aus. „An allen Standorten werden nun im Eingangsbereich eigene Desinfektionsspender aufgestellt und Besucher der Kliniken über die Notwendigkeit der Händedesinfektion informiert", kündigte der Landesrat an.

„Im letzten Jahrhundert haben wir einen dramatischen Anstieg der Lebenserwartung erlebt, was besonders auf die gesteigerte Hygiene zurückzuführen ist. Besonders ältere Menschen sind gefährdet, eine Infektion erleiden zu können. Wir können einen Teil dieser Infektionen vermeiden, durch eine verstärkte Hygiene", sagte Primar Aspöck. „Wir haben in Niederösterreich vorbildhafte Strukturen, in jedem niederösterreichischen Spital gibt es mittlerweile ein Hygieneteam. Diese Hygieneteams sind in Niederösterreich vernetzt und treffen sich einmal im Jahr im Universitätsklinikum St. Pölten zu einer Arbeitssitzung".

Nähere Informationen: Büro LR Wilfing, Telefon 02742/9005-12324, Florian Liehr, e-mail florian.liehr@noel.gv.at.

 

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