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27.09.2016 | 09:47

Grünes Licht für Landesgalerie Niederösterreich von Welterbeexperten

LH Pröll: Internationales Gutachten bestätigt Welterbeverträglichkeit

Die Kulturabteilung des Landes Niederösterreich hat eine Welterbeverträglichkeitsprüfung für die neue Landesgalerie Niederösterreich in Krems beauftragt. Untersucht wurden die Auswirkungen des Neubaus auf die hohe visuelle und landschaftliche Qualität der Kulturlandschaft Wachau. Laut Gutachten sind von der Landesgalerie Niederösterreich ein Beitrag zur Belebung des Stadtraumes sowie positive Besucherimpulse für die Welterbestätte zu erwarten. „Das Land Niederösterreich ist sich des großen Wertes des Welterbes Wachau bewusst und hat diesen seit Beginn des Projektes immer mitberücksichtigt. Das Gutachten eines internationalen Experten bestätigt die Welterbeverträglichkeit der neuen Landesgalerie Niederösterreich und unterstreicht darüber hinaus dessen Mehrwert für den Ort und für die Region", so Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll.

Aufgrund einer Empfehlung der UNESCO wurde vom Land Niederösterreich eine Welterbeverträglichkeitsprüfung (Heritage Impact Assessment = HIA) in Auftrag gegeben. Als internationaler Experte für die Erstellung des Gutachtens konnte Dr. Michael Kloos von der Universität Aachen, Institut für Städtebau und Landesplanung, und stellvertretender Leiter des UNESCO Chair in World Cultural and Urban Landscapes gewonnen werden, der sich seit Jahren mit der Entwicklung von Stadt- und Kulturlandschaften beschäftigt. Bei Architektin Katri Lisitzin (aus Uppsala/Schweden) wurde zur Absicherung eine Zweitmeinung eingeholt.

Ausgangspunkt der Beurteilung war die UNESCO-Einstufung der Wachau als eine „sich fortentwickelnde Landschaft". In Summe wurde festgestellt, dass „keine gravierend nachteiligen Auswirkungen" auf den außergewöhnlichen universellen Wert des Welterbes zu erwarten sind. Das projektierte Gebäude tritt nicht in Konkurrenz zu den typischen Stadtansichten der kulturhistorischen Stadtkerne von Krems und Stein.

In weiterer Folge wird die Errichtung des Gebäudes als Chance für die Belebung des Stadtraumes erachtet und festgestellt, dass durch den Neubau ein erster Beitrag zur „dringend notwendigen Neuordnung des fußläufigen Zugangs zu den Altstadtkernen von Stein und Krems vom Donauufer aus" entsteht.

Als Ankerpunkt für Besucher der historischen Altstädte von Krems und Stein sind positive Impulse für das Besuchermanagement der Welterbestätte Wachau zu erwarten. Durch die wechselseitige Ergänzung mit der Kunsthalle Krems und dem Karikaturmuseum Krems ist auch von positiven Auswirkungen auf das Kulturleben in Krems und Stein sowie auf die Vermittlungsarbeit der UNESCO Welterbestätte auszugehen.

Schlussendlich wird die Landesgalerie Niederösterreich vom Gutachten als Resultat eines „Prozesses mit vergleichsweiser hoher planungskultureller Qualität" angesehen, im Zuge dessen eine Vielzahl an Gutachten eingeholt wurde sowie umfangreiche Informations- und Beteiligungsveranstaltungen durchgeführt wurden. Positiv hervorgehoben wurden zudem das zweistufige EU-weite Wettbewerbsverfahren mit einem einstimmigen Juryvotum für das Siegerprojekt der Architekten Marte.Marte, die Einbeziehung nationaler und internationaler Experten sowie die Redimensionierung des Projektes.

Zur Sicherung der Welterbestätte Wachau gibt das Gutachten zudem die Empfehlung ab, ein städtebauliches Entwicklungskonzept für das Gebiet zwischen Krems und Stein zu entwickeln. Weiters soll die nachhaltige Entwicklung der Kulturlandschaft Wachau gesichert und dazu eine Steuerung von Planungsprozessen und eines Risikomanagements berücksichtigt werden.

Das Gutachten und die Zusammenfassung finden Sie unter: http://www.noel.gv.at/Kultur-Freizeit/Kunst-Kultur/Kulturerbe/UNESCO-Welterbe.html

Nähere Informationen: Amt der NÖ Landesregierung, Abteilung Kunst und Kultur, Mag. Alexandre Tischer, Telefon 02742/9005-13006, e-mail alex.tischer@noel.gv.at.

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