20.09.2016 | 00:30

LR Schwarz zum morgigen Welt-Alzheimertag

„NÖ Landespflegeheime setzen bei Demenzbetreuung auf Validation, Wohngruppenkonzept und Alltagsorientierung"

Die Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenzerkrankungen, zu denen auch Alzheimer als eine der häufigsten Ausprägungen gehört, ist eine der großen Herausforderungen der Zukunft. In Österreich leiden rund 130.000 Menschen an Demenz. In Niederösterreich sind es rund 22.000 Personen, im Jahr 2050 werden es mit rund 44.000 doppelt so viele sein.

„In den NÖ Landespflegeheimen begegnen wir dieser Entwicklung mit eigens entwickelten (Wohn-)Konzepten und besonderen Initiativen. Sowohl in baulicher, räumlicher wie pflegerischer Sicht geht man gezielt auf die Bedürfnisse demenzkranker Menschen ein. Denn nach einer Erhebung ist bereits jede zweite Bewohnerin bzw. jeder zweite Bewohner leicht bis schwer an Demenz erkrankt. So sind beispielsweise die Betreuung in eigenen Demenzgruppen, kleinere gemütliche Wohnbereiche, Erinnerungsräume, spezielle Farbkonzepte sowie eigens gestaltete Demenzgärten bereits „state of the art" in den 48 Pflegeheimen des Landes Niederösterreich und haben österreichweit Modellcharakter. Das Personal wird entsprechend ausgebildet, mehr als die Hälfte der Häuser hat eigene Demenzkonzepte oder spezielle Pflegeangebote", so Sozial-Landesrätin Mag. Barbara Schwarz.

„In den Landespflegeheimen setzen wir dabei auf Alltagsnormalität, auf eine vertraut häusliche Umgebung und einen fixen Tagesrhythmus, um die noch vorhandenen geistigen und körperlichen Fähigkeiten der Menschen zu fördern, ohne diese zu überfordern", erörtert dazu Landesrätin Schwarz. Bei diesen alltagsorientierten Wohnkonzepten, wie sie in den Landesheimen vermehrt Einzug halten, rücken deshalb die Leistungsbereiche Wohnen, Pflege und Alltagsbegleitung näher zusammen. In immer mehr Häusern sind in den letzten Jahren auch spezielle Demenzgärten errichtet worden.

Validation (sogenannte „Validationsanwender") oder der Umgang mit Demenz ist außerdem ein zentraler Schwerpunkt in der Ausbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Landesheimen, eine Qualifizierung, die weit über das Pflegepersonal hinausgeht. Außerdem bieten einige der Landespflegeheime, zum Beispiel Mödling, Neunkirchen, Scheiblingkirchen oder Wiener Neustadt, im Rahmen von Angehörigen-Nachmittagen oder speziellen Beratungsgruppen Hilfestellung auch für betreuende Angehörige in der Region an. Die Veranstaltungsreihe in Mödling etwa nennt sich „Hand in Hand - Gemeinsam für ein besseres Leben mit Demenz" und bietet kostenlos Begleitung, Austausch und Beratung für Angehörige von an Demenz erkrankten Menschen.

Generell gibt es Unterstützung im Rahmen der Tages-, Kurzzeit- und schließlich der Langzeitpflege. Grundsätzlich ist die Aufnahme in einem Landespflegeheim erst ab Pflegegeldstufe 4 möglich. Bei einer Demenzerkrankung wird aber im Einzelfall geprüft, ob dies bereits mit einer geringeren Pflegestufe möglich ist.

Für weiterführende Informationen rund um das Pflegeangebot in Niederösterreich steht die NÖ Pflege-Hotline unter der Telefonnummer 02742/9005-9095 oder unter kostenlos zur Verfügung. Hier ist auch die Gratis-DVD „Demenz & Sturzprävention" erhältlich.

Nähere Informationen: Büro LR Schwarz, Mag. (FH) Dieter Kraus, Telefon 02742/9005-12655, e-mail .

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