09.09.2016 | 10:55

Erfolgreiche Bilanz zur Modellregion „e-pendler in niederösterreich"

Bohuslav: Jedes fünfte in Österreich zugelassene Elektroauto hat ein niederösterreichisches Kennzeichen

Klima- und Energiefonds Geschäftsführer DI Ingmar Höbarth, Umweltminister DI Andrä Rupprechter, Landesrätin Dr. Petra Bohuslav, EVN Vorstandssprecher DI Dr. Peter Layr und ecoplus Geschäftsführer Mag. Helmut Miernicki informierten über die Modellregion „e-pendler in niederösterreich“
Klima- und Energiefonds Geschäftsführer DI Ingmar Höbarth, Umweltminister DI Andrä Rupprechter, Landesrätin Dr. Petra Bohuslav, EVN Vorstandssprecher DI Dr. Peter Layr und ecoplus Geschäftsführer Mag. Helmut Miernicki informierten über die Modellregion „e-pendler in niederösterreich“© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Eine Bilanz über das Projekt „e-pendler in niederösterreich" zogen Umweltminister DI Andrä Rupprechter, Landesrätin Dr. Petra Bohuslav, EVN Vorstandssprecher DI Dr. Peter Layr und Klima- und Energiefonds Geschäftsführer DI Ingmar Höbarth am heutigen Freitag im Rahmen eines Pressegespräches in St. Pölten. Das Forschungsprojekt „e-pendler in niederösterreich" ist eine Kooperation von EVN, Raiffeisen-Leasing, Wien Energie und Bundesland Niederösterreich und versucht seit Februar 2013, den Pendlerverkehr zwischen Wien und Niederösterreich durch Elektromobilität energieeffizienter und klimafreundlicher zu gestalten.

„Die Teilnahme an dem Projekt ‚e-pendler in niederösterreich‘ hat uns beim Erreichen unserer Ziele in der Elektromobilität sehr geholfen. Die Reduktion des Pkw-Individualverkehrs und die Steigerung der Wertschöpfung durch Elektromobilität für die Wirtschaft sind die wichtigsten Ziele. Jedes fünfte in Österreich zugelassene Elektroauto hat ein niederösterreichisches Kennzeichen", sagte Landesrätin Bohuslav. „An ‚e-pendler in niederösterreich‘ haben 57 Unternehmen, drei Gemeinden und 49 Privatpersonen teilgenommen. Im Zuge des Projektes sind 114 Elektro-Autos und 86 Elektro-Fahrräder angeschafft worden", hielt die Landesrätin fest. „Elektrofahrzeuge haben geringe Wartungskosten, was für einen Fuhrpark ein großer Vorteil ist", meinte sie. Durch die Steuerreform sei die Anschaffung eines Elektro-Autos viel günstiger geworden. In den letzten Jahren habe sich auch die Modellvielfalt an Elektro-Fahrzeugen erhöht. Die Erfahrungen würden jetzt genutzt, um die e-Fuhrparkumstellung der Betriebe und Gebietskörperschaften in Niederösterreich zu beschleunigen. „Besonders wichtig war für die Menschen, die Elektromobilität auszuprobieren, viele haben die Möglichkeit genutzt, mit dem Elektro-Fahrrad in die Arbeit zu fahren. Die Erfahrungen rund um die Ladeinfrastruktur haben uns neue Erkenntnisse gebracht, mittlerweile gibt es 32 Ladestationen in ganz Niederösterreich", so die Landesrätin.

„Wir brauchen zukunftsweisende Strategien, um die Mobilitätswende und die Elektromobilität im Land umzusetzen. Der Straßenverkehr verursacht in Österreich zu viele Schadstoffe in der Luft. Unser Ziel ist es, die Abhängigkeit von fossiler Energie zu verringern, weniger Luftschadstoffe zu produzieren und mehr Energieeffizienz zu erreichen", meinte Bundesminister Rupprechter. Die Mobilitätswende sei nicht nur für die Klimabilanz, sondern auch für die Wirtschaftsbilanz wichtig. Niederösterreich habe mit der Modellregion gezeigt, dass Elektromobilität im Alltag funktioniere. Damit gewinne Österreich wieder ein Stück mehr Unabhängigkeit von fossilen Importen, hob er in seiner Wortmeldung hervor.

Höbarth, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds, zeigte sich mit den Ergebnissen der niederösterreichischen Modellregion sehr zufrieden: „Unsere Aufgabe ist es, die Elektromobilität alltagstauglich und in ganz Österreich großflächig nutzbar zu machen, Menschen davon zu begeistern und Modelle zu entwickeln, die für weitere europäische Städte und Regionen Vorbildcharakter haben. In Niederösterreich ist uns dies mit unserer Modellregion sehr gut gelungen, die Pendler haben unser Angebot sehr gut angenommen".

„Unsere Aufgabe war Beratung, Förderung und Infrastruktur zu schaffen sowie das Interesse an der Elektromobilität zu wecken. Durch das Projekt gab es in der Modellregion einen deutlichen Anstieg an Neuzulassungen von Elektro-Fahrzeugen. Das zeigt, dass durch zielgerichtete Förderung eine hohe Akzeptanz der E-Mobilität geschaffen werden kann. In Niederösterreich sind finanzielle Anreize durchaus gegeben. Bei der Elektromobilität kann nur erneuerbare Energie eingesetzt werden, die aus Wasser, Wind oder Sonne gewonnen werden muss", so Dr. Peter Layr, EVN Vorstandssprecher.

Das Projekt „e-pendler Niederösterreich" wurde aus Mitteln des Klima- und Energiefonds im Rahmen des Programmes „Modellregionen Elektromobilität" gefördert. Mit dem Ausbau der Infrastruktur und speziellen Förderungen sollen dabei Privatpersonen und Unternehmen dazu bewegt werden, vom Pkw mit Verbrennungsmotor auf Elektroautos umzusteigen. Als Auflage dafür muss man entweder kombiniert mit Elektroauto und öffentlichen Verkehrsmitteln pendeln oder sein Elektroauto während seiner Bürozeiten für anderweitige Nutzung zur Verfügung stellen.

Nähere Informationen: Büro LR Bohuslav, Christoph Fuchs, Telefon 02742/9005-12322, e-mail c.fuchs@noel.gv.at, bzw. Wirtschaftsagentur ecoplus, Mag. Andreas Csar, Telefon 02742/9000-19616, e-mail a.csar@ecoplus.at, http://www.ecoplus.at/.

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