01.09.2016 | 00:31

LR Schwarz zum Schul- und Kindergartenjahr 2016/2017

„Kein Sitzenbleiben in ersten drei Stufen"

Bildungslandesrätin Mag. Barbara Schwarz und Mag. Johann Heuras, Amtsführendes Präsident des NÖ Landesschulrates, informierten über das Schul- und Kindergartenjahr 2016/2017
Bildungslandesrätin Mag. Barbara Schwarz und Mag. Johann Heuras, Amtsführendes Präsident des NÖ Landesschulrates, informierten über das Schul- und Kindergartenjahr 2016/2017© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Den baldigen Start ins neue Schul- und Kindergartenjahr am 5. September nahmen Bildungs-Landesrätin Mag. Barbara Schwarz und Mag. Johann Heuras, Amtsführender Präsident des NÖ Landesschulrates, zum Anlass, um heute im Rahmen einer Pressekonferenz in St. Pölten über ihre Vorhaben zu informieren.

„Beim Kindergarten haben wir vor kurzem einen neuen Schwerpunkt für Kinder mit Beeinträchtigungen gesetzt. Für Kinder, die sehr schlecht hören oder sehen, kann der Kindergarten die notwendigen Hilfsmittel beantragen und der Schul- und Kindergartenfonds zahlt diese zu hundert Prozent", informierte Landesrätin Schwarz. „Weiters spielen bei den Neuerungen im Kindergartenwesen das verpflichtende Elterngespräch im vorletzten Kindergartenjahr und der Bildungskompass eine wichtige Rolle. In Niederösterreich gibt es rund 580 Flüchtlingskinder in den Kindergärten. In diesem Zusammenhang sind wir im Bundesland Niederösterreich mit unseren interkulturellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr gut aufgestellt", so Schwarz.

Hinsichtlich der Grundschule hob die Landesrätin hervor: Mit dem Übergang vom Kindergarten in die Volksschule beginne für die rund 16.000 Taferlklassler ein neuer Lebensabschnitt. „Dabei soll vor allem die Vorfreude auf die Schule im Vordergrund stehen", sagte sie. In den Volksschulen werde das Sitzenbleiben in den ersten drei Schulstufen abgeschafft, informierte Schwarz über die Änderungen aufgrund der Bildungsreform. Darüber hinaus gebe es nun die neue Möglichkeit, dass neben Ziffernnoten auch eine schriftliche „Leistungsinformation" eingesetzt werde. Besonders gute Schülerinnen und Schüler können nun auch unter dem Schuljahr in die nächsthöhere Klasse wechseln, kündigte die Landesrätin an.

Der Ausbau der ganztägigen Schulformen bringe für berufstätige Eltern eine Erleichterung bei der Betreuung ihrer Kinder mit sich, führte Schwarz weiter aus. Dabei sei man im Bundesland Niederösterreich bemüht, größtmögliche Flexibilität zu erhalten, so Schwarz. „Rund 15 Prozent der Pflichtschüler sind in der Nachmittagsbetreuung, das sind etwa 5.400 betreute Schülerinnen und Schüler. Wir werden 150 neue Posten benötigen, um die Flüchtlingskinder zu betreuen und die notwendigen Deutschkurse anzubieten", hielt sie fest. Für die Bewältigung dieser Herausforderung sprach sie den Lehrerinnen und Lehrern Respekt, Dank und Anerkennung aus. 

„Wir haben 990 Pflichtschulen in Niederösterreich, die Klassenanzahl ist auf 6.173 gestiegen und auch die Anzahl der Schüler ist auf 111.120 angewachsen", hob Heuras in seiner Wortmeldung hervor. Bei den Berufsschulen sei leider in den letzten Jahren ein Rückgang zu beobachten gewesen, dadurch werde der Facharbeitermangel in Österreich weiter verschärft. „In diesem Zusammenhang ist es wichtig, die Schülerströme besser zu lenken", meinte der Amtsführende Präsident des NÖ Landesschulrates.

„Wir haben im Pflichtschulbereich derzeit etwa 13.500 Lehrerinnen und Lehrer beschäftigt. In Summe sind rund 21.300 Lehrerinnen und Lehrer in Niederösterreich angestellt. Rund 500 Neuanstellungen sind im Pflichtschulbereich vorgenommen worden. Wir erwarten in den nächsten Jahren eine starke Veränderung im Personalbereich, weil viele Lehrerinnen und Lehrer in Pension gehen werden", führte Heuras aus.

Sein Ziel sei es, „die Stimmung und das Klima für Schule und Bildung zu stärken und zu heben". Es gehe um eine stärkere Vernetzung der einzelnen Schularten, um die Zusammenarbeit zwischen den Schulen zu verbessern, betonte Heuras. „Und wenn ein Kind in der falschen Schule sitzt, so sollte ein Schulwechsel in Zukunft leichter über die Bühne gehen", so Heuras. „Die Art und Weise wie die Pädagoginnen und die Pädagogen die Situation mit den Flüchtlingen gemeistert haben, verdient unsere höchste Anerkennung", sagte der Landesschulratspräsident.

Nähere Informationen: Büro LR Schwarz, Mag. (FH) Dieter Kraus, Telefon 02742/9005-12655, e-mail dieter.kraus@noel.gv.at.  

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