18.08.2016 | 00:18

LR Pernkopf präsentierte Hochwasserschutzprojekte im Waldviertel

„Seit 2002 wurden in Niederösterreich 485 Hochwasserschutzprojekte umgesetzt"

Im Bild von links nach rechts: Landesrat Dr. Stephan Pernkopf und Bürgermeister Rudolf Mayer
Im Bild von links nach rechts: Landesrat Dr. Stephan Pernkopf und Bürgermeister Rudolf Mayer© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

In den letzten Jahren wurden Teile des Waldviertels und der Stadtgemeinde Raabs an der Thaya (Bezirk Waidhofen an der Thaya) von Unwettern heimgesucht. Im Rahmen eines Pressegesprächs wurden am heutigen Donnerstag im Rathaus der Stadtgemeinde Raabs ein Ausblick sowie ein Zwischenstand zu aktuellen Hochwasserschutzprojekten in Niederösterreich gegeben, insbesondere zu Schutzmaßnahmen im Waldviertel. Im Anschluss fand eine Baustellenbesichtigung zum aktuellen Projekt der Stadtgemeinde statt.

„Wir haben in diesem Sommer zwar glücklicherweise keine großen Hochwasserkatastrophen, aber viele lokale Unwetter. Am 21. Juli gab es Hagel u. a. in den Regionen Kautzen, Gastern, Dobersberg, Thaya, Karlstein, Raabs, Ludweis-Aigen. Seit Juli waren 3.500 Einsatzkräfte und 350 Freiwillige Feuerwehren im Einsatz", so Landesrat Dr. Stephan Pernkopf. Er sprach den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehren Respekt, Dank und Anerkennung aus.

„Seit dem Jahr 2002 wurden in Niederösterreich rund 485 Hochwasserschutzprojekte mit einem Investitionsvolumen von 790 Millionen Euro umgesetzt. Darunter waren nicht nur der bekannte Donau-Hochwasserschutz in Melk, sondern auch Schutzprojekte beim Kamp in Langenlois, in Grafenwörth, Grafenegg, Gedersdorf und Rohrendorf", führte er weiter aus. Durch diese Maßnahmen seien 255 Gemeinden sicherer gemacht worden.

Der Ausbau gehe unvermindert weiter, aktuell würden 85 Maßnahmen umgesetzt, allein 47 Projekte im oberen Waldviertel, verwies der Landesrat auf das Hochwasserschutzprojekt beim Braunaubach in Schrems, das Rückhaltebecken in Raisdorf etc. Aktuell in Bau seien 13 Projekte wie etwa an der Lainsitz in Gmünd, an der Thaya in Waidhofen, an der Thaya in Raabs, am Braunaubach in Schrems und am Kamp in Gars. Dazu würde noch der Hochwasserschutz Mold und der Hochwasserschutz Gerotten kommen, hob Pernkopf hervor. In den nächsten Jahren sollen noch 16 weitere Projekte in Angriff genommen werden, erinnerte er an den Mödringbach in Horn, die Rückhaltebecken beim Taxenbach in Gastern und bei Altwaidhofen, die Hochwasserschutzvorhaben in Mold und in Schönfeld und das Rückhaltebecken Sigmundsherberg.

„Insgesamt werden damit 37 Millionen Euro in den Schutz der Ortschaften und ihrer Bevölkerung investiert", so Pernkopf. Dies sei ein gewaltiges Ausbauprogramm, das ideell ohne Alternative sei und sich auch finanziell rechne. Allein hier in Raabs hätten die Hochwasserkatastrophen von 2002 und 2006 einen Schaden von rund 15 Millionen Euro verursacht, demgegenüber stünden Investitionskosten von 3,5 Millionen Euro für das aktuelle Schutzprojekt, rechnete der Landesrat vor.

Bürgermeister Mayer sagte, diese Maßnahme rentiere sich und werde nur durch die Unterstützung der Landesregierung und des Bundes möglich. Ziel sei es, die Bevölkerung durch diese Arbeiten vor Hochwässern zu schützen, so der Bürgermeister.

Nähere Informationen: Büro LR Pernkopf, DI Jürgen Maier, Telefon 02742/9005-12705, e-mail j.maier@noel.gv.at, lr.pernkopf@noel.gv.at

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