01.08.2016 | 10:07

NÖ Landespflegeheime bieten Vielzahl an Therapieformen

LR Schwarz: Garten-, Tier- oder Maltherapie haben positive Wirkung auf die Gesundheit älterer Menschen

Verschiedenste Angebote in den NÖ Landespflegeheime, wie die Garten-, Tier- oder Maltherapie, haben eine wissenschaftlich bestätigte positive Wirkung auf die Gesundheit älterer Menschen und sollen „Wohlfühlen mit allen Sinnen" ermöglichen.  „Leben in einem Pflegeheim ist mehr als qualitätsvolle Pflege und Betreuung und Wohnen in modernen Häusern. Gemeinsames Musizieren und Malen oder die Beschäftigung mit Pflanzen und Tieren tragen zur Steigerung von Lebensfreude, Selbstwertgefühl und Kommunikation bei den Seniorinnen und Senioren bei. Blühende Gärten wie jetzt im Sommer und viele Tiere auch in Freigehegen fördern zusätzlich Wohlbefinden und soziale Kontakte", hält Sozial-Landesrätin Mag. Barbara Schwarz aus aktuellem Anlass fest.

Die Beschäftigung mit der Natur und im Grünen, das eigene „Garteln" in Hochbeeten oder die uneingeschränkte Möglichkeit des Umhergehens für Demenzkranke (eigene Demenzwege) sind nur einige der erfreulichen Effekte. „Gärtnerische Aktivitäten sind oftmals Teil der Biografie eines Menschen. Erfahrungen aus den NÖ Landespflegeheimen bestätigen uns auch, dass die Bewohnerinnen und Bewohner, die sich im Garten aufhalten bzw. mit Pflanzen arbeiten, aktiver aber auch ruhiger werden, vermehrt Kontakte knüpfen und besser schlafen können", so die Landesrätin. In vielen Häusern sind in den letzten Jahren auch spezielle Erlebnis-, Therapie- und Demenzgärten errichtet worden. Dank ausreichender Arealgröße ist vielfach auch eine Haltung von Tieren in Tiergehegen möglich.

Es gibt kaum eine Einrichtung, in der tiergestützte Therapie nicht angeboten wird oder es nicht einige „tierische Freunde" gibt. Schwarz: „Aktuelle Studien weisen darauf hin, dass Tiere eine sinnstiftende soziale Funktion haben, die vor allem im Alter hilft, Passivität und inneren Rückzug zu überwinden und verstärkt Freude zu empfinden". Sowohl die speziell ausgebildeten Therapiehunde, die regelmäßig zu Besuch kommen, als auch die vielen Kleintiere, die in den Häusern leben, tragen zur Steigerung der Lebensqualität älterer Menschen bei.

„Die Kreativität, Wahrnehmungsfähigkeit und Kommunikation zu fördern und dabei Erfolgserlebnisse im Alltag zu erfahren, die wiederum das Selbstwertgefühl stärken, sind die wichtigsten Ziele der Arbeit in der Maltherapie", verweist die Landesrätin auf ein weiteres Angebot. Die ausgebildeten Maltherapeutinnen bzw. Maltherapeuten, die in die Heime kommen und in Kleingruppen arbeiten, sind meist selbst erfolgreiche Künstlerinnen bzw. Künstler. Aber auch auf die „Macht der Töne" setzt man in vielen Häusern. So wird Musik als Mittel für Ausdruck und Kommunikation eingesetzt, und beim gemeinsamen Musizieren und Singen erleben die Seniorinnen und Senioren verstärkt Freude und selbst Schmerzen lindern sich.

„Allen Therapieformen ist noch eines gemeinsam, nämlich dass sie vor Einsamkeit schützen und vor allem Menschen helfen, die sich bereits in ihre ‚innere‘ Welt zurückgezogen haben, wieder aktiver zu werden und am sozialen Geschehen teilhaben zu können", so Schwarz abschließend.

Nähere Informationen: Büro LR Schwarz, Mag. (FH) Dieter Kraus, Telefon 02742/9005-12655, e-mail dieter.kraus@noel.gv.at.

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