25.04.2016 | 11:36

U4-Sperre: Land Niederösterreich und ÖBB errichten 200 zusätzliche P&R-Stellplätze entlang der Westbahnstrecke

LR Wilfing: „Haben vorgesorgt, um den Umstieg vom Auto auf den öffentlichen Verkehr zu ermöglichen"

Auf Grund der Sperre der U4 in Wien ab kommenden Samstag, 30. April, drohen in der Wiener Westeinfahrt ein verstärktes Verkehrsaufkommen und Stau. Zugleich erfolgt von Juni bis September eine Streckensperre der Westbahn im Abschnitt Rekawinkel-Neulengbach auf Grund dringend notwendiger Sanierungen. Daher wurde auf Initiative des Landes Niederösterreich gemeinsam mit den ÖBB der Bau von P&R-Provisorien entlang der Westbahn-Strecke begonnen.

„Besonders die U4-Sperre wird von den Pendlerinnen und Pendlern starke Nerven verlangen. Immerhin wird der U4-Ersatzbusverkehr eine der beiden Westeinfahrts-Fahrspuren in Beschlag nehmen. Daher haben wir vorgesorgt, um den Umstieg vom Auto auf den öffentlichen Verkehr zu ermöglichen. Dank dem NÖ Straßendienst und den ÖBB können wir entlang der Westbahnstrecke mehr als 200 zusätzliche P&R-Stellplätze in Betrieb nehmen", gab Verkehrs-Landesrat Mag. Karl Wilfing bei einem Lokalaugenschein in Pressbaum (Wien-Umgebung) bekannt.

„‚Von der Straße auf die Schiene‘ - ein Motto, das bei den ÖBB einen sehr hohen Stellenwert einnimmt, da Reisende dadurch nicht nur bequem, sondern auch extrem umweltfreundlich unterwegs sind", erklärt Ing. Werner Baltram, Geschäftsbereichsleiter ÖBB-Infrastruktur AG, „gemeinsam mit unseren Partnern fördern wir seit Jahren den Ausbau von Park&Ride-Anlagen. Zum einen wird der öffentliche Verkehr dadurch attraktiver, zum anderen leistet jeder einzelne Fahrgast mit dem Umstieg vom Auto auf die Bahn einen Beitrag für die Umwelt und die Verkehrssicherheit."

An den Haltestellen Rekawinkel, Pressbaum, Dürrwien, Tullnerbach-Pressbaum und Unter-Purkersdorf stellen die ÖBB kostenlos Grundflächen zur Verfügung, um zusätzliche P&R-Stellplätze zu errichten.

„In der Region bis Rekawinkel stehen insgesamt rund 600 P&R-Stellplätze zur Verfügung. Davon sind im Schnitt rund zehn Prozent frei. Jetzt kommen durch die gemeinsamen Bemühungen mit den ÖBB weitere 200 Pkw-Stellplätze dazu. Damit haben wir sehr schnell und vor allem vorsorgend reagiert", stellt Wilfing fest.

Die neuen P&R-Provisorien im Detail: Haltestelle Rekawinkel (Gemeinde Pressbaum): Zehn Längsparker entlang der Bahnhofstraße wurden markiert, der bestehende P&R-Parkplatz wurde ebenfalls neu markiert und beschildert, um die maximal mögliche Stellplatzanzahl zu nutzen, in Summe stehen nun rund 50 Parkplätze zur Verfügung, die Markierung und Beschilderung wird Anfang April fertiggestellt sein.

Haltestelle Pressbaum (Gemeinde Pressbaum): links der Bahn (südlich): Anordnung von provisorischen Schrägparkern und Längsparkern, ca. 30 Stellplätze (ÖBB- und Gemeindefläche), Fertigstellung bis Mitte Mai 2016; rechts der Bahn (nördlich): im Bereich des Umkehrplatzes sind rund 30 Stellplätze bereits fertiggestellt und beschildert.

Haltestelle Dürrwien (Gemeinde Pressbaum): Gemeindegrundstück wurde für 24 Stellplätze adaptiert, bereits fertiggestellt.

Haltestelle Unter-Purkersdorf (Gemeinde Purkersdorf): Fläche in Unter-Purkersdorf -Zufahrt über Wintergasse (Parkbereich Fußgängersteg bis Holzverladeplatz), zeitlich befristeter provisorischer Parkplatz bis zum Ende der Sperre der U4 (4. September 2016) rund 90 provisorische Stellplätze, gesperrter Stiegenaufgang zum Steg kann nicht verwendet werden, da baufällig (hohe Kosten für Sanierung), es muss eine provisorische Holzstiege vom Parkplatz zur Wintergasse als Zugang zum vorhandenen Fußgängersteg errichtet werden .

Haltestelle Tullnerbach-Pressbaum (Gemeinde Tullnerbach): Im Auftrag der ÖBB erfolgen durch eine Firma der Abbruch und die Entsorgung von zwei ÖBB- Magazingebäude. Direkt im Anschluss daran errichtet der NÖ Straßendienst die provisorischen Längsparkplätze (ca. 50 Stellplätze), Ziel: Fertigstellung bis ca. Mitte/Ende Mai 2016.

Nähere Informationen: Büro LR Wilfing, Florian Liehr, Telefon 02742/9005-12324, e-mail florian.liehr@noel.gv.at.

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