30.03.2016 | 11:35

Sensationsfund in Carnuntum: Kasernen der Statthaltergarde entdeckt

Bohuslav: Unterstreicht die Bedeutung dieser historischen Stadt

Im Bild von links nach rechts: Geschäftsführer Dr. Markus Wachter und der wissenschaftliche Leiter Mag. Franz Humer von der Römerstadt Carnuntum, Landesrätin Dr. Petra Bohuslav und Professor Dr. Wolfgang Neubauer vom Ludwig Bolzmann Institut.
Im Bild von links nach rechts: Geschäftsführer Dr. Markus Wachter und der wissenschaftliche Leiter Mag. Franz Humer von der Römerstadt Carnuntum, Landesrätin Dr. Petra Bohuslav und Professor Dr. Wolfgang Neubauer vom Ludwig Bolzmann Institut.© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Am westlichen Ortsrand von Bad Deutsch-Altenburg wurden im Südbereich des Statthalterpalastes von Carnuntum zweifelsfrei Kasernen der Statthaltergarde nachgewiesen. Anlässlich dieser weiteren sensationellen Entdeckung, nach der Gladiatorenschule und den ersten Marschlagern, wurde am heutigen Mittwoch zu einer Pressekonferenz geladen. Neben Landesrätin Dr. Petra Bohuslav informierten dabei auch Professor Dr. Wolfgang Neubauer vom Ludwig Bolzmann Institut sowie der wissenschaftliche Leiter Mag. Franz Humer und der Geschäftsführer Dr. Markus Wachter von der Römerstadt Carnuntum.     

„Dieser neuerliche Sensationsfund unterstreicht einmal mehr die historische Bedeutung des Kulturerbes Carnuntum und ist eine Bestätigung für das Land Niederösterreich, in die Erforschung und Präsentation der ehemaligen römischen Metropole zu investieren", so Landesrätin Bohuslav. Durch diesen Fund könne Carnuntum noch mehr einem internationalen touristischen Publikum bekannt gemacht werden, sagte Bohuslav.

Carnuntum sei die größte archäologische Landschaft Mitteleuropas, „auf die wir im Bundesland Niederösterreich sehr stolz sind", führte die Landesrätin weiter aus. „Carnuntum ist ein Ort, wo man Geschichte zum Anfassen erleben kann", so Bohuslav. Das Land Niederösterreich gehe mit diesem Teil seiner Geschichte sehr sorgsam um. Deshalb werde Carnuntum immer wieder finanziell unterstützt, wenn es um die Erforschung und die Fundaufbereitung gehe, hob die Landesrätin hervor. 

Einen positiven Effekt für die nachhaltige Positionierung auf dem internationalen kulturtouristischen Markt erwartet sich auch Geschäftsführer Wachter: Vor allem seit der Entdeckung der Gladiatorenschule sei die Bekanntheit von Carnuntum und der Anteil an internationalen Besucherinnen und Besuchern deutlich gestiegen, so Wachter.

Der wissenschaftliche Leiter der Römerstadt Carnuntum, Franz Humer, meinte, durch die konsequente Grundlagenforschung des Landes Niederösterreich würden sich fast jedes Jahr neue wissenschaftliche Highlights erschließen, die man trotz fast 170-jähriger archäologischer Forschung nicht für möglich gehalten habe.  

Professor Neubauer sagte: „Wir hoffen mit der Unterstützung des Landes Niederösterreich dieses Projekt weiter führen zu können." Durch den Einsatz nicht-invasiver archäologischer Prospektionsmethoden würden die Forscher dieses Gebiet mit hochauflösenden Messungen untersuchen. „Innerhalb von drei Jahren konnten sie mit geophysikalischen Methoden das Gebiet flächendeckend erforschen", so Neubauer. 

Carnuntum ist die mit Abstand größte archäologische Landschaft Mittel- und Südosteuropas. Beinahe die gesamte römische Stadt ist heute noch unter den Feldern und Weingärten der Orte Petronell-Carnuntum und Bad Deutsch-Altenburg erhalten.

Weitere Informationen unter: Büro LR Bohuslav, Christoph Fuchs, Telefon 02742/9005-12322, e-mail c.fuchs@noel.gv.at, http://www.carnuntum.at/.

 

 

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