18.03.2016 | 14:32

Weltklimavertrag bringt Chancen für Wirtschaft und Umwelt

Rupprechter, Bohuslav, Pernkopf: Niederösterreich zeigt vor, wie Energiewende gelingt

Nach dem Weltklimagipfel im Dezember 2015 in Paris treibt Österreich die Energiewende in Europa voran. Gerade Niederösterreich hat die Chancen für die heimische Umweltwirtschaft längst erkannt. Beim heutigen Pressegespräch bei der Firma Egger mit Bundesminister DI Andrä Rupprechter, Umwelt-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf und Wirtschafts-Landesrätin Dr. Petra Bohuslav wurden die ökonomischen und ökologischen Vorteile der Energiewende untermauert.

Rupprechter präsentierte vor zwei Wochen dem Umweltministerrat in Brüssel seinen Vorschlag zu einem Energiewendevertrag. „Um die Klimaziele zu erreichen, brauchen wir die Energiewende. Das heißt, wir müssen den Ausbau erneuerbarer Energie sowie Energieeffizienz und Energiesparen noch mehr forcieren. Diese Ziele sollen mit dem Energiewendevertrag auch im EU-Recht verankert werden. Wir wollen dem Euratom-Vertrag ein starkes Gegengewicht für erneuerbare Energiequellen entgegenstellen und Wettbewerbsgleichheit schaffen. Der Atomlobby muss eine starke Lobby für erneuerbare Zukunftstechnologien gegenüberstehen", betonte Rupprechter.

Dieser Vorschlag erhält angesichts der Jahrestage der atomaren Katastrophen in Fukushima und Tschernobyl traurige Aktualität. In Niederösterreich ist die Energiewende bereits voll im Gange. „Wir müssen weg von Atomstrom und fossilen Energieträgern. Niederösterreich zeigt, wie die Energiewende gelingen kann. Seit wenigen Wochen decken wir unseren Strombedarf zu 100 Prozent aus Erneuerbarer Energie", unterstrich Pernkopf. Und das rechne sich auch: „Jedes Prozent Ökostrom hält 15 Millionen Euro an Wertschöpfung im Land. Der Ausbau der erneuerbaren Energie schafft Arbeitsplätze, stützt die Wirtschaft und schützt das Klima", verwies Pernkopf auf 36.000 Green Jobs in Niederösterreich.

„Die niederösterreichische Wirtschaft hat in den vergangenen Jahren große Kompetenzen im Bereich Umwelttechnologien aufgebaut, die weltweit gefragt sind. Wir unterstützen dieses heimische Know-how einerseits durch Initiativen wie den Bau.Energie.Umwelt Cluster Niederösterreich, der bei der Wirtschaftsagentur des Landes, ecoplus, angesiedelt ist und auf Wissensaufbau und -austausch zwischen niederösterreichischen Unternehmen setzt. Andererseits zeigen wir den heimischen Unternehmen durch Marktsondierungsreisen auch die enormen Exportchancen für Umwelttechnologien. So führt eine Delegationsreise, die von ecoplus International, der Wirtschaftskammer Niederösterreich und der Industrieellenvereinigung Niederösterreich organisiert wird, zur ‚Project Iran‘, der regionalen Leitmesse für Bau, Infrastruktur und Umwelttechnologien", hielt Bohuslav fest.

„Auch die Unternehmen sehen im Klimawandel eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Die österreichische Wirtschaft braucht klare Signale wie den Klimavertrag von Paris oder den Energiewendevertrag, damit Klimaschutz zu einem Schwerpunkt in allen unternehmerischen Entscheidungen wird," meinte Rupprechter abschließend.

Nähere Informationen: Büro LR Pernkopf, DI Jürgen Maier, Telefon 02742/9005-12704 bzw. 0676 812-15283, e-mail lr.pernkopf@noel.gv.at.

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