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02.03.2016 | 00:26

„MAMUZ" präsentiert „Stonehenge. Verborgene Landschaft"

LH Pröll: Hat kulturpolitische und regionalpolitische Bedeutung

Präsentierten die diesjährige Ausstellung im MAMUZ Museum Mistelbach: Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Co-Kurator Dr. Julian Richards, Geschäftsführer Mag. Matthias Pacher und Kurator Dr. Wolfgang Neubauer (v.l.n.r.)
Präsentierten die diesjährige Ausstellung im MAMUZ Museum Mistelbach: Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Co-Kurator Dr. Julian Richards, Geschäftsführer Mag. Matthias Pacher und Kurator Dr. Wolfgang Neubauer (v.l.n.r.)© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich an presse@noel.gv.at.

Das „MAMUZ" Museum Mistelbach zeigt ab 20. März die Ausstellung „Stonehenge. Verborgene Landschaft". Präsentiert wurde die Schau heute, Mittwoch, im Zuge einer Pressekonferenz in der Britischen Botschaft in Wien. Zum Thema sprachen dabei Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Geschäftsführer Mag. Matthias Pacher, Kurator ao. Univ.Prof. Mag. Dr. Wolfgang Neubauer und Co-Kurator Dr. Julian Richards.

Das MAMUZ sei ein Folgeprojekt der Landesausstellung 2013 und es sei in den letzten Jahren gelungen, diese Einrichtung entsprechend zu positionieren, sagte Landeshauptmann Pröll in seiner Stellungnahme. Mit jährlich rund 70.000 Besucherinnen und Besuchern habe das MAMUZ nicht nur eine kulturpolitische, sondern auch eine regionalpolitische Bedeutung, so Pröll, denn von dieser Einrichtung gingen „touristische und wirtschaftspolitische Impulse für die gesamte Region" aus.

Das MAMUZ untermauere auch die Museumsstrategie des Landes Niederösterreich, führte der Landeshauptmann weiters aus. Dabei spielten das MAMUZ als Kompetenzzentrum für Ur- und Frühgeschichte, Carnuntum als Zentrum für die Römerzeit und das Museumsdorf Niedersulz als Zentrum für dörfliche Kultur eine besondere Rolle.  Dazu seien auch das „Haus der Geschichte" in St. Pölten sowie die „Galerie NÖ" in Krems „in Vorbereitung", informierte er.

Die diesjährige Ausstellung im MAMUZ sei auch ein wichtiger Beitrag dazu, „die internationale Museumslandschaft mit der niederösterreichischen Museumslandschaft zu verbinden", betonte Pröll: „Durch die Vernetzung auf internationaler Ebene haben wir die Chance, uns mit internationalen Experten auszutauschen."

„Wir verstehen uns als Erlebnismuseum und Wissenszentrum", sagte Geschäftsführer Pacher, der über die Gestaltung der Ausstellung sowie über die beiden Standorte des MAMUZ, Asparn und Mistelbach, informierte. „Wir wollen wissenschaftlich sein, spannend, informativ und farbenfroh", betonte er.

Auf die Ausstellungsgestaltung, die wissenschaftlichen Grundlagen und die Bedeutung von Stonehenge gingen im Zuge der Pressekonferenz die Kuratoren Dr. Wolfgang Neubauer (Leiter des Ludwig Boltzmann Instituts für archäologische Prospektion und virtuelle Archäologie) und Dr. Julian Richards (renommierter Stonehenge-Experte) näher ein. Dazu, dass es in Mistelbach mit Hilfe von 3D-Druck auch originalgetreue Rekonstruktionen der Steinriesen geben wird, meinte Neubauer: „Man kann bei uns Stonehenge nicht nur erfahren, sondern auch begreifen."

Mit Stonehenge zeigt das MAMUZ Museum Mistelbach das berühmteste und rätselhafteste Monument der Urgeschichte. Neben beeindruckenden Grabfunden ist die originalgetreue Rekonstruktion der Steine ein besonderes Highlight. Die innovative Ausstellungsgestaltung durch Christof Cremer und beeindruckende Visualisierungen ermöglichen es den Besucherinnen und Besuchern, einen gewaltigen Einblick in die Landschaft rund um Stonehenge zu bekommen. Auch originales Steinmaterial, wie es vor Jahrtausenden für den Bau der Anlage verwendet wurde, kann aus nächster Nähe betrachtet und berührt werden. Zu sehen sind auch Originalfunde aus Stonehenge, die die britischen Inseln bislang noch nie verlassen haben. Ein weiteres besonderes Highlight ist das Grab eines Bogenschützen, der mit dem größten bisher auf den Britischen Inseln gefundenen Kupferdolch bestattet wurde. Das verwendete Kupfer stammt aus den österreichischen Alpen. Die Grabausstattungen der am Ende der Steinzeit in ganz Europa aktiven Leute der Glockenbecherkultur werden mit gleichzeitigen reichen Gräbern aus Niederösterreich präsentiert. Auch die monumentalen Kreisgrabenanlagen in Niederösterreich werden im MAMUZ sichtbar gemacht und Stonehenge gegenübergestellt.

Umgesetzt wird die Ausstellung im MAMUZ mit renommierten Partnern wie dem Ludwig Boltzmann Institut, der Landessammlung Niederösterreich, Archaemedia, der University of Birmingham, der Universität Wien, der University of Buckingham, 7reasons sowie den Partnermuseen in England, dem Wiltshire Museum Devizes, dem Salisbury Museum und dem Dorset Country Museum.

Die Ausstellung „Stonehenge. Verborgene Landschaft" im MAMUZ Museum Mistelbach ist vom 20. März bis 27. November dieses Jahres zu sehen. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr.

Nähere Informationen: http://www.mamuz.at/

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