26.01.2016 | 11:01

Start der Kampagne „Unser Auto ist rauchfrei" in Niederösterreich

LR Androsch: „Ein Schritt mehr zur Bewusstseinsschaffung"

Im Rahmen einer Pressekonferenz in St. Pölten präsentierte Landesrat Ing. Maurice Androsch, NÖ Gesundheitsreferent, heute, Dienstag, gemeinsam mit Mag. Jan Pazourek, Generaldirektor der Niederösterreichischen Gebietskrankenkasse (NÖGKK), und Franz Pfeiffer, Landesgeschäftsführer des ARBÖ NÖ, die neue Kampagne „Unser Auto ist rauchfrei", die mit dem heutigen Tag startet.

Landesrat Androsch betonte, dass die erste niederösterreichweite Studie zum Thema Rauchverhalten gezeigt habe, dass sich zwei Drittel der Niederösterreicher einen Ausbau des Nichtraucherschutzes wünschten. „Das ist ein besonderer Auftrag für mich", so Androsch. Ziel sei es, das Bewusstsein nach mehr Nichtraucher-Bereichen zu verschärfen. Es gebe verschiedenste Lebensbereiche, in denen man mit dem Rauchen konfrontiert sei. Das Auto sei ein Bereich, der neben dem Wohnen einer sei, wo sich die Menschen intensiv und lange aufhalten würden. Deshalb starte man heute die Kampagne „Unser Auto ist rauchfrei", so Androsch.

Man wisse, dass 25 Prozent der Niederösterreicher rauchen, sehr viele davon würden auch im Beisein anderer Personen rauchen, so der Landesrat. Mit der neuen Kampagne setze man „einen Schritt mehr zur Bewusstseinsschaffung", so Androsch. Man wolle „das Auto bewusst zu einem Bereich machen, der rauchfrei ist".

„Für die NÖ Gebietskrankenkasse ist der Bereich der Raucherentwöhnung ein ganz besonderes Anliegen", so Generaldirektor Pazourek. Dazu gehöre auch der  Nichtraucherschutz, besonders der Kinder. „Wir wissen aus verschiedensten Studien, dass die Schadstoffkonzentration in engen Räumen besonders hoch ist", so Pazourek. Kinder, die dieser als Passivraucher ausgesetzt seien, hätten unter schädlichen Kurz- und Langzeitfolgen zu leiden. Passivrauch enthalte dieselben Schadstoffe wie Aktivrauch, so Pazourek. Tabakrauch enthalte 4.800 verschiedenste Substanzen, davon seien 250 giftig und 90 nachweislich krebserregend. „Langfristig leidet das Immunsystem, die Infektanfälligkeit wird größer, Mittelohrentzündungen können auftreten. Das Risiko der Asthmaerkrankung steigt und auch das Kariesrisiko bei Kindern ist höher, wenn sie permanent Zigarettenrauch ausgesetzt sind", so Pazourek. Es gebe also großen Handlungsbedarf.

Die Feinstaubkonzentration in einem Auto sei bis zu 23 Mal höher als in einer durchschnittlichen Bar, in der geraucht werden dürfe, so Pazourek. Das Unfallrisiko von Rauchern sei um das 3-fache höher wie von Nichtrauchern und Raucher seien doppelt so oft in Auffahrunfälle verwickelt. Es sei also „für die Lenker selber positiv, wenn sie im Auto auf das Rauchen verzichten". Pazourek verwies auch auf die Hilfestellung des „Rauchfrei Telefons", das von der NÖGKK betrieben werde: montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr unter der Gratis-Telefonnummer 0800 810 013. 

Der Autofahrerklub ARBÖ NÖ unterstütze die Aktion mit allen 21 Prüfzentren, so Landesgeschäftsführer Pfeiffer. Man werde die „Unser Auto ist rauchfrei"-Folder verteilen und die Menschen zu dieser Thematik sensibilisieren, denn: „Wir wissen, dass Rauchen im Auto das Unfallrisiko erhöht." Im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsvorsorge werde auch der ARBÖ NÖ seine Autos rauchfrei machen. Um die Mitglieder dazu zu motivieren, auf die Zigarette im Auto zu verzichten, werden zuckerfreie Pfefferminzbonbons verteilt werden.

Nähere Informationen: Büro LR Androsch, Mag. Anton Heinzl, Telefon 02742/9005-12576, e-mail anton.heinzl@noel.gv.at, http://www.rauchfrei.at/.

 

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