21.10.2015 | 14:54

Hospizenquete 2015: „LebenskunstSterben" in St. Pölten

Schwarz: Hospiz- und Palliativbetreuung von unschätzbarem Wert für betroffene Familien

Im Bild von links nach rechts: Dr. med. Brigitte Riss (Vorsitzende des Landesverbandes Hospiz NÖ), Dr. Otto Huber (Leiter der Gruppe Gesundheit & Soziales beim Amt der NÖ Landesregierung), Landesrätin Mag. Barbara Schwarz
Im Bild von links nach rechts: Dr. med. Brigitte Riss (Vorsitzende des Landesverbandes Hospiz NÖ), Dr. Otto Huber (Leiter der Gruppe Gesundheit & Soziales beim Amt der NÖ Landesregierung), Landesrätin Mag. Barbara Schwarz© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Heute fand im Landhaus in St. Pölten die jährliche Hospizenquete des Landesverbandes Hospiz Niederösterreich zum Thema „LebenskunstSterben" statt. Sozial-Landesrätin Mag. Barbara Schwarz eröffnete die Veranstaltung und brachte auf den Punkt: „Ein Sterben in Würde und Selbstbestimmung ist eines der zentralen Anliegen in der Hospiz- und Palliativbetreuung. Die Versorgung der Patientinnen und Patienten sowie psychologische Hilfestellung für die Familien sind von unschätzbarem Wert. Unsere Aufgabe ist es, ein würdevolles Leben bis zum letzten Atemzug zu ermöglichen und zu sichern."

Auf dem Programm der Enquete standen Vorträge namhafter Persönlichkeiten. Prof. Dr. Friedemann Nauck referierte zum Thema „Ist ein würdevolles Sterben nur möglich durch palliatives Denken und Handeln?", Prof. Dr. Arnold Mettnitzer sprach über „Bruder Tod. Gedanken über den Erntedank des Lebens", DDr. MMMag. Judith Heizer legte ihre Gedanken zu „Manchmal am liebsten davonfliegen. Der ‚Totale Schmerz‘ in der Palliative Care" dar, und Mag. Dr. Georg Fraberger trug zu „Was bleibt vom Leben? Ende oder Neuanfang?" vor.

Die Landesrätin sprach bei dieser Gelegenheit ihren großen Dank an alle Engagierten im Bereich der Hospiz- und Palliative Care-Arbeit aus: „Sie haben meine größte Hochachtung, denn Sie alle machen Ihre schwierige und emotional aufreibende Tätigkeit mit Herz und Engagement. Feingefühl, Menschenkenntnis und Empathie sind Eigenschaften, die Sie auszeichnen, und für Ihren unermüdlichen Einsatz möchte ich Ihnen sehr danken."

Niederösterreich verfügt über ein umfassendes Gesamtkonzept im mobilen und stationären Bereich, das eine gleichwertige, flächendeckende, abgestufte Hospiz- und Palliative Care-Versorgung zum Ziel hat. Das umfassende Betreuungsangebot verbessert die pflegerische, medizinische und psychosoziale Betreuung der Betroffenen und unterstützt die Angehörigen. Bestehende Strukturen, wie niedergelassene Ärzte, Hauskrankenpflege, Sozialarbeit, Pflegeheime und Krankenanstalten, werden bei der Umsetzung miteinbezogen. Als Dachorganisation fungiert dabei der Landesverband Hospiz Niederösterreich.

„Die Hospiz- und Palliativversorgung ist ein Thema, das sehr berührt. Der Alltag mit schwer kranken Angehörigen ist für Familien sehr belastend. Dennoch wünschen sich die meisten Familien, möglichst viel Zeit gemeinsam in der vertrauten Umgebung verbringen zu können. Dass unser Bundesland Pionier und Vorbild für andere Bundesländer ist, sieht man allein an den Zahlen: Insgesamt kann Niederösterreich mit den derzeit 31 mobilen Hospizteams, den 24 mobilen Palliativteams bzw. Palliativkonsiliardiensten, den vier Palliativstationen in den NÖ Landeskliniken und den sieben stationären Hospizen in den NÖ Pflegeheimen eine nahezu flächendeckende Versorgung anbieten", führte die Landesrätin zum Abschluss aus.

Nähere Informationen: Büro LR Schwarz, Mag. (FH) Dieter Kraus, Telefon 02742/9005-12655, e-mail dieter.kraus@noel.gv.at.

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