01.10.2015 | 11:28

Erstes Autismus-Zentrum Niederösterreichs eröffnet

Sobotka: Versorgungslücke für Kinder mit Entwicklungsstörung geschlossen

Ing. Norbert Fidler, Obmann-Stellvertreter der NÖGKK, Prim. Dr. Sonja Gobara, ärztliche Leiterin des Ambulatoriums Sonnenschein, Marianne Nagl, Mutter eines autistischen Sohnes, und Landeshauptmannstellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka bei der Eröffnung des ersten Autismus-Zentrums Niederösterreichs (von links nach rechts).
Ing. Norbert Fidler, Obmann-Stellvertreter der NÖGKK, Prim. Dr. Sonja Gobara, ärztliche Leiterin des Ambulatoriums Sonnenschein, Marianne Nagl, Mutter eines autistischen Sohnes, und Landeshauptmannstellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka bei der Eröffnung des ersten Autismus-Zentrums Niederösterreichs (von links nach rechts).© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

„Auch wenn es regnet, scheint hier die Sonne", sagte Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka am heutigen Donnerstag bei der Eröffnung des ersten Autismus-Zentrums Niederösterreichs für Kinder und deren Familien im Ambulatorium Sonnenschein in St. Pölten.

Hier werde auf jenes Krankheitsbild, mit dem die Gesellschaft lange nicht umgehen habe können, mit besonderem Engagement, Verständnis, Fachwissen und einer intensiven Therapie eingegangen. „Mit diesem österreichweiten Vorzeigeprojekt wird die Versorgungslücke für Kinder mit der Entwicklungsstörung Autismus geschlossen. Bis 2016 soll zudem ein entsprechender Plan für fein abgestimmte Netzwerke innerhalb der Versorgungslandschaft Niederösterreich zur optimalen Betreuung der Kinder abgeschlossen sein", betonte Sobotka.

Das neue Kompetenzzentrum ist die einzige Einrichtung in Österreich, wo die Therapie kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Das Land Niederösterreich und die NÖ Gebietskrankenkasse stellen dafür im Zeitraum 2015 bis 2018 jährlich eine Million Euro zur Verfügung. Laut Studien ist in Österreich rund ein Prozent der Bevölkerung von Autismusspektrumstörungen betroffen, unter den rund 48.500 Kindern befinden sich vier Mal mehr Buben als Mädchen.

Im Rahmen des Autismus-Zentrums werden derzeit jährlich 40 autistische Kinder therapiert, im Vollausbau sollen es bis zu 100 aus dem Zentralraum Niederösterreichs sein. Für eine optimale Behandlung werden die Kinder und deren Familien dabei über zwei bis drei Jahre mehrmals pro Woche im Ausmaß zwischen 30 und 40 Stunden individuell betreut. Ziel ist es, jedem Autisten ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen, wofür die Früherkennung - am besten bereits mit 18 Monaten - von großer Wichtigkeit ist.

Nähere Informationen beim Büro LH-Stv. Sobotka unter 0676/812-12221, Mag. Günther Haslauer, e-mail guenther.haslauer@noel.gv.at.

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