19.08.2015 | 14:06

NÖ Landespflegeheime setzen auf Tier- und Gartentherapie

Schwarz: Aktivierung und Steigerung der Lebensfreude durch Therapiehunde

Karin Kuhn (Geschäftsführende Obfrau) und Anton Endsdorfer (Obmann) von den Rettungshunden NÖ mit Nachwuchs-Rettungshund zu Besuch bei Landesrätin Barbara Schwarz.
Karin Kuhn (Geschäftsführende Obfrau) und Anton Endsdorfer (Obmann) von den Rettungshunden NÖ mit Nachwuchs-Rettungshund zu Besuch bei Landesrätin Barbara Schwarz.© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Wissenschaftliche Studien bestätigen die positive Wirkung der Tier- und Gartentherapie auf die Gesundheit von Menschen. In den NÖ Landesheimen setzt man deshalb auf diese positiven Effekte in der Pflege und Betreuung. „Die Landespflegeheime sind tierfreundliche Häuser. Es gibt kaum eine Einrichtung, in der tiergestützte Therapie nicht angeboten wird oder es nicht einige ‚tierische Freunde‘ gibt, die das ganze Jahr über bei den betreuten Menschen leben", erklärt Sozial-Landesrätin Mag. Barbara Schwarz. Aktuelle Studien weisen darauf hin, dass Tiere eine sinnstiftende soziale Funktion haben, die vor allem im Alter hilft, Passivität und inneren Rückzug zu überwinden und verstärkt Freude und Glück zu empfinden.

Besonders der Besuch von Therapiehunden in den Häusern ist sehr gefragt. Im Vordergrund der Einsätze stehen dabei stets der Kontakt und die Interaktion zwischen Mensch und Tier. „Wir sind mehrmals in der Woche in Pflegeheimen, Kindergärten und Schulen in Niederösterreich mit unseren Hunden unterwegs. Auch für den Nachwuchs wird laufend gesorgt, so starten wir seitens der Rettungshunde NÖ für interessierte Hundebesitzer im September wieder eine Ausbildung für Therapiehunde", so Karin Kuhn und Anton Endsdorfer von den Rettungshunden NÖ beim Besuch bei Landesrätin Schwarz.

Die Beschäftigung mit der Natur, das eigene „Garteln" in Hochbeeten und vor allem die uneingeschränkte Möglichkeit des Umhergehens für Demenzkranke sind nur einige der erfreulichen Effekte in der Gartentherapie. „Gärtnerische Aktivitäten sind oftmals Teil der Biografie eines Menschen. Erfahrungen aus den NÖ Landesheimen bestätigen, dass die Bewohnerinnen und Bewohner, die sich im Garten aufhalten bzw. mit Pflanzen arbeiten, aktiver aber auch ruhiger werden, vermehrt Kontakte knüpfen und besser schlafen können", führt die Landesrätin aus.

In immer mehr Häusern sind in den letzten Jahren auch spezielle Demenzgärten errichtet worden. Sie sind sicher, einladend und übersichtlich konzipiert. Schleifenwege, Hochbeete, verschiedene Bodenbeläge zum Erspüren und Ertasten, Kräuter-, Duft- und Riech-Beete und jede Menge Blumen sollen helfen, alle Sinne anzusprechen. Bei ausreichender Arealgröße ist vielfach auch eine Haltung von Tieren in Tiergehegen möglich. 

Nähere Informationen: Büro LR Schwarz, Mag. (FH) Dieter Kraus, Telefon 02742/9005-12655, e-mail dieter.kraus@noel.gv.at.

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