03.08.2015 | 10:32

LH-Stv. Sobotka und AMS-Landesgeschäftsführer Fakler zu den aktuellen Arbeitsmarktdaten

Gegensätzliche Entwicklung von steigender Beschäftigung und steigender Arbeitslosigkeit hält an

„Mit rund 6.000 zusätzlichen unselbstständig Beschäftigten auf insgesamt 604.000 wurde im Juli 2015 erstmals die Marke von 600.000 in Niederösterreich überschritten. Das ist aber nur die eine Seite der Entwicklung, denn mit 6,5 Prozent steigt auch die Arbeitslosigkeit - wenn auch spürbar niedriger als bundesweit und niedriger als in den Monaten davor. Aber auch in anderen Arbeitsmarktbereichen finden sich gegensätzliche Entwicklungen. Während die Arbeitslosigkeit bei jungen Menschen bis 19 Jahren um sieben Prozent gesunken ist, ist sie bei den über 50-Jährigen um zwölf Prozent gestiegen. Auch die Zahl der gemeldeten offenen Stellen hat gegenüber dem Vorjahr zugenommen auf insgesamt 3.863. Der neu eingerichtete Fachkräftemonitor weist für Niederösterreich im Jahr 2015 insgesamt einen Mangel von 6.000 Fachkräften aus. Dennoch haben es neben älteren Jobsuchenden vor allem jene mit gesundheitlichen Einschränkungen und jene, die nur über einen Pflichtschulabschluss verfügen, weiterhin besonders schwer eine Arbeit zu finden", so Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka und AMS-Niederösterreich-Geschäftsführer Mag. Karl Fakler zu den aktuellen Arbeitsmarktdaten für den Juli 2015.  

Landeshauptmann-Stellvertreter Sobotka: „Bildung und Weiterbildung bleiben angesichts der derzeitigen Situation am Arbeitsmarkt das Um und Auf. Vier von zehn Arbeitssuchenden können als höchste abgeschlossene Ausbildung lediglich die Pflichtschule vorweisen. Deshalb hat das Land Niederösterreich die Bildungsförderung für das Jahr 2015 weiter aufgestockt. Jede Niederösterreicherin und jeder Niederösterreicher kann innerhalb von drei Jahren eine Förderung von bis zu 2.500 Euro für berufsspezifische Weiterbildung in Anspruch nehmen. Insgesamt vergibt das Land Niederösterreich pro Jahr rund 5.000 Förderungen im Bereich der Aus- und Weiterbildung, von der Lehrlings-Begabtenförderung über die Lehrlings-Mobilitätsbeihilfen bis hin zur Förderung der Meisterprüfung."

AMS-Landesgeschäftsführer Fakler: „Angesichts des anhaltend niedrigen Wirtschaftswachstums und des steigenden Arbeitskräfteangebots wird sich die derzeitige Entwicklung bis in das kommende Jahr hinein fortsetzen. Alle Partner im Rahmen des Territorialen Beschäftigungspakts federn mit zielgerichteten Maßnahmen die bundesweite Entwicklung lediglich ab, für eine Trendumkehr braucht es ein breites und nachhaltiges Wirtschaftswachstum."

Nähere Informationen: Büro LH-Stv. Sobotka, Mag. Günther Haslauer, Telefon 0676/812-12221, e-mail guenther.haslauer@noel.gv.at.

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