19.06.2015 | 00:28

Neues Internet-Tool gegen Fachkräfteengpass präsentiert

Sobotka, Zwazl, Fakler: Arbeits- und Wirtschaftsraum für die Zukunft fit machen

„Fachkräftemonitor“ gegen Fachkräfteengpass vorgestellt: Im Bild: Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka und die Präsidentin der NÖ Wirtschaftskammer Sonja Zwazl.
„Fachkräftemonitor“ gegen Fachkräfteengpass vorgestellt: Im Bild: Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka und die Präsidentin der NÖ Wirtschaftskammer Sonja Zwazl.© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich an presse@noel.gv.at.

Bei der Suche nach Fachkräften gibt es am Arbeitsmarkt zunehmend Engpässe. Um hier Abhilfe zu schaffen, haben Land Niederösterreich, Arbeitsmarktservice und Wirtschaftskammer das Projekt „Fachkräftemonitor" gestartet. Aus Anlass der Präsentation der Inhalte luden heute, Freitag, Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka, die Präsidentin der NÖ Wirtschaftskammer Sonja Zwazl, der Landesgeschäftsführer des AMS Niederösterreich Mag. Karl Fakler und Dr. Sandra Hofmann vom Darmstädter Wirtschaftsforschungsinstitut (WifOR) zu einer Pressekonferenz in die Räumlichkeiten der Wirtschaftskammer Niederösterreich nach St. Pölten.

„Es geht uns gemeinsam darum, wie wir den Wirtschaftsstandort und den Arbeitsplatzstandort Niederösterreich für die Zukunft fit machen können. In den letzten 20 Jahren konnten allein in Niederösterreich rund 90.000 Arbeitsplätze neu geschaffen werden", sagte Sobotka. Zwar steige in Niederösterreich die Zahl der unselbstständig Beschäftigten laufend, gleichzeitig nehme aber das Arbeitsvolumen nicht im selben Umfeld zu, wie das Potenzial an verfügbaren Arbeitskräften, informierte der Landeshauptmann-Stellvertreter. Dies sei auf das benachbarte Ausland und die gesetzlichen Veränderungen zurückzuführen, die zu einem deutlich erhöhten Angebotsdruck auf dem Arbeitsmarkt geführt hätten, betonte er. „Wir haben heute rund 6.000 Fachkräfte zu wenig in Niederösterreich, auf der anderen Seite fast 60.000 Menschen, die Beschäftigung suchen", führte Sobotka weiter aus. Darum sei es erfreulich, dass wir mit dem „Fachkräftemonitor" ein Instrument zur Verfügung haben, das auf Basis der Fakten der Gegenwart und den Erfahrungen der Vergangenheit neue Szenarien des Arbeitsmarktes für die Zukunft berechnen könne, so der Landeshauptmann-Stellvertreter. Dadurch sei es möglich, Qualifizierungsprogramme zu optimieren, Arbeitssuchende  besser zu informieren und auch Unternehmen optimaler zu beraten.

Zwazl sagte: Unsere Wirtschaft brauche dringend qualifizierte Fachkräfte, diese seien der Schlüssel zum Erfolg. „Wir setzen mit dem Projekt ‚Fachkräftemonitor‘ einen wichtigen Schritt für den weiteren Erfolgsweg unseres Wirtschaftsstandortes", so die Präsidentin der NÖ Wirtschaftskammer. Fakler meinte: „Jetzt haben wir ein gemeinsam vereinbartes und abgestimmtes Rechenmodell, wo wir wissen, wie viele zukünftige Fachkräfte in die HTL oder in eine Fachschule gehen." Daraus könne man dann einen Planungshorizont für Ausbildung, Berufsorientierung und für die Steuerung von Aus- und Weiterbildungsaktivitäten ableiten, erinnerte der AMS-Landesgeschäftsführer.  

Sandra Hofmann vom unabhängigen Darmstädter Wirtschaftsforschungsinstitut WifOR, das mit der Entwicklung des niederösterreichischen „Fachkräftemonitors" betraut worden ist, meinte: „Die differenzierte Betrachtung des Arbeitsmarktes trägt dazu bei, die Fachkräftediskussion zu entemotionalisieren. Damit wird eine Datengrundlage geschaffen, auf deren Basis entsprechende Maßnahmen abgeleitet werden können".

Der webbasierte „Fachkräftemonitor" listet das Angebot vom Lehrabschluss bis zum Universitätsabschluss auf. Die Webapplikation ermöglicht Auswertungen je nach individueller Anforderung und es können Branche, Region, Qualifikation, Tätigkeit und Zeitpunkt bei der Suche variiert werden. Die Szenarien des „Fachkräftemonitors" reichen bis ins Jahr 2030. Der „Fachkräftemonitor" ist für alle Interessierten kostenfrei zugänglich und im Internet unter http://www.fachkraeftemonitor-noe.at/ sowie unter http://www.fachkraefte-noe.at/ und http://www.fkm-noe.at/ zu finden.

 

Nähere Informationen beim Büro LHStv. Sobotka unter 02742/9005-12221, Mag. Günther Haslauer, e-mail guenther.haslauer@noel.gv.at.

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