10.06.2015 | 13:20

Clusterland Award 2015 vergeben

Bohuslav: Überbetriebliche Zusammenarbeit immer beliebter

ecoplus Geschäftsführer Mag. Helmut Miernicki, Wirtschafts-Landesrätin Dr. Petra Bohuslav und Vorstandsdirektor Mag. Reinhard Karl von der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien (v.l.n.r.)
ecoplus Geschäftsführer Mag. Helmut Miernicki, Wirtschafts-Landesrätin Dr. Petra Bohuslav und Vorstandsdirektor Mag. Reinhard Karl von der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien (v.l.n.r.)© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

In feierlichem Rahmen wurden gestern in Wien die Preisträger des Clusterland Award 2015 für innovative niederösterreichische Kooperationsprojekte mit Beispielwirkung vergeben. „Die eingereichten Projekte zeigen, dass die Bereitschaft zu überbetrieblicher Zusammenarbeit in den heimischen Unternehmen bereits fest verankert ist. Kooperation fungiert dabei als Innovationsmotor und dadurch steigt auch der F&E-Anteil", sind sich Wirtschafts-Landesrätin Dr. Petra Bohuslav und Mag. Reinhard Karl, Vorstandsdirektor der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien, einig.

Die Raiffeisen-Bankengruppe NÖ-Wien, das Land Niederösterreich und ecoplus, die Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreich, haben im Jahr 2004 den Clusterland Award ins Leben gerufen. Ziel dieses Wettbewerbs ist es, herausragenden Kooperationsprojekten zu den Themen nachhaltiges Bauen und Wohnen, Kunststoff, Lebensmittel, Logistik, Mechatronik sowie Elektromobilität eine Bühne zu geben und damit auch andere Unternehmen für überbetriebliche Kooperationen zu begeistern.

Um die Aktualität und Praxisbezogenheit des Awards auch weiterhin garantieren zu können, wurden drei neue Kategorien eingeführt, in denen der Clusterland Award 2015 vergeben wurde: „Das beste Kooperationsprojekt im Bereich Qualifizierung, Prozess- und Organisationsinnovation", „Das beste Kooperationsprojekt im Bereich Forschung & Entwicklung, Innovation" und „Das beste Kooperationsprojekt im Bereich branchenübergreifender Zusammenarbeit". Eine Kooperation muss aus mindestens drei Partnern bestehen. Jedes Siegerprojekt erhält ein Preisgeld in der Höhe von 3.000 Euro.

Landesrätin Bohuslav meinte dazu: „Die Förderung von kooperativen Innovationsprojekten sowie die Entwicklung und Begleitung von bedarfsgerechten Bildungsangeboten sind fix in der Niederösterreichischen Wirtschaftsstrategie 2020 verankert und auch im erst kürzlich vorgestellten FTI-Programm des Landes sind Innovationsstärke und Marktumsetzung wichtige Themen. Die Siegerprojekte des Clusterland Award 2015 bestätigen eindrucksvoll, dass viele heimische Betriebe unsere Einschätzung teilen und einer projektbezogenen, überbetrieblichen Zusammenarbeit größten Stellenwert einräumen." Für Mag. Reinhard Karl sind Kooperationen nicht mehr aus dem unternehmerischen Alltag wegzudenken: „Branchenübergreifende Vernetzung von Betrieben untereinander, aber auch der Austausch zwischen Wirtschaft und Forschung erhöht die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen maßgeblich. Die Bedeutung von Wirtschaftsclustern hat der britische Volkswirt Alfred Marshall bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts beschrieben. Zur selben Zeit organisierte sich Raiffeisen nach dem Prinzip des ‚Netzwerkens‘ in Österreich. Bis heute beweisen wir, dass regionale Kooperationen entscheidend zum Erfolg beitragen. Mit dem Clusterland Award wollen wir heimische Unternehmer dabei unterstützen, innovative Ideen gemeinsam umzusetzen."

Insgesamt wurden heuer für den Clusterland Award 80 Projekte eingereicht. Beurteilt wurden einerseits generelle Projektziele, andererseits konkrete Kriterien wie die Qualität der Kooperation, Innovationsgrad, Nachhaltigkeit, erwarteter bzw. erreichter Beitrag zur Steigerung der regionalen Wertschöpfung, Schaffung und Erhalt von Arbeitsplätzen oder auch der erwartete bzw. erreichte Beitrag zum Ausbau des Technologiestandortes Niederösterreich.

In der Kategorie „Das beste Kooperationsprojekt im Bereich Qualifizierung, Prozess- und Organisationsinnovation" ging der Preis an das Projekt „Bauanschluss". Die Kooperationsgruppe erarbeitete optimierte Fenstereinbaulösungen mit neuen Schalldämmprognosen. Im Fokus stehen Wärmeschutz, Diffusion, Schallschutz und Dichtheit des Bauanschlusses von Fenstern und Türen.

In der Kategorie „Das beste Kooperationsprojekt im Bereich Forschung & Entwicklung, Innovation" ging der Preis an das Projekt „BaMa - Balanced Manufacturing". Hier handelte es sich um ein Projekt, das eine signifikante Energieeffizienzsteigerung in der industriellen Produktion erreichen soll. Die Partner arbeiteten an der Entwicklung einer Analyse-Methodik sowie einer Software-Tool-Kette zur Planung und Steuerung des Energiebedarfs.

In der Kategorie „Das beste Kooperationsprojekt im Bereich branchenübergreifender Zusammenarbeit" ging der Preis an das Projekt „Trinkwasserqualität in Gebäuden". Dabei analysierten die Projektpartner konkrete Problemstellungen entlang der Wertschöpfungskette „Trinkwasser im Gebäude". Der Fokus lag auf der Qualitätserhaltung des Trinkwassers vom Wasserzähler bis zur Entnahmearmatur.

In Kategorie „Das beste Kooperationsprojekt im Bereich Forschung & Entwicklung, Innovation" wurde für die sinnvolle Verknüpfung von Tradition und Innovation ein Sonderpreis für das Projekt „Kachelofen - Wärmepumpe Ganzhausheizung" vergeben. Zwei niederösterreichische Unternehmen und ein COMET-Kompetenzzentrum entwickelten gemeinsam eine Kachelofen - Wärmepumpe. 

Nähere Informationen: Büro LR Bohuslav, Mag. (FH) Doris Mayer, MBA, Telefon 02742/9005-12322, e-mail d.mayer@noel.gv.at, bzw. Wirtschaftsagentur ecoplus, Christoph Fuchs, Telefon 02742/9000-19616, e-mail c.fuchs@ecoplus.at, http://www.ecoplus.at/.

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