08.06.2015 | 10:06

Eröffnung der Skulptur „Dead End" von Daniel Spoerri im Landesmuseum Niederösterreich

LR Schwarz: „Wir haben die Aufgabe aus der Geschichte zu lernen"

Skulptur \"Dead End\" im Museumsgarten des Landesmuseums Niederösterreich eröffnet: Direktor Mag. Carl Aigner, Landesrätin Mag. Barbara Schwarz und Künstler Daniel Spoerri. (v.l.n.r.)
Skulptur \"Dead End\" im Museumsgarten des Landesmuseums Niederösterreich eröffnet: Direktor Mag. Carl Aigner, Landesrätin Mag. Barbara Schwarz und Künstler Daniel Spoerri. (v.l.n.r.)© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Im Museumsgarten des Landesmuseums Niederösterreich fand am vergangenen Freitag im Beisein von Landesrätin Mag. Barbara Schwarz die Eröffnung der Skulptur „Dead End" von Daniel Spoerri statt. „Wir haben die Aufgabe aus der Geschichte  zu lernen. Die Figuren von Daniel Spoerri sind ein Synonym dafür, wie schrecklich es ist, was Menschen anderen Menschen antun können und sie erinnern daran, dass es an uns liegt, für Menschenwürde zu sorgen und Menschen ein Gesicht zu geben. Dies hat angesichts der momentanen Lage in der Welt mehr Aktualität denn je", so Landesrätin Schwarz bei der Eröffnungsrede.

Früh war der in Rumänien geborene Künstler mit den Auswüchsen einer Diktatur, mit Ermordung und Verfolgung konfrontiert. „Es ist ein Bild, das wir kennen: sei es aus Konzentrationslagern, aus Vietnam, Jugoslawien oder dem Irak. Wenn Menschen andere Menschen zerstören, vergraben sie ihre Opfer wie Hunde ihre abgenagten Knochen. Klone nenne ich diese Leiber, weil es Kopien sind, einer vom anderen kaum zu unterscheiden. Verdreht wie heruntergefallene Marionetten wirken sie fast schön, trotz der schrecklichen Assoziation an ein Massengrab", so Spoerri.

Die fünf Bronzefiguren wurden im Landesmuseum als Gedenkstätte für alle Verbrechen dieser Art an einem zentralen Ort installiert. Der Titel der Arbeit: „Dead end" - Dem Doppelsinn des Titels - das Ende des Lebens durch den Tod einerseits, andererseits die Ausweglosigkeit (im Englischen bedeutet „dead end" Sackgasse) - wird im Museumsgarten durch die Wahl des Standorts Rechnung getragen. Wie in die Enge getrieben und dort erschöpft und tödlich getroffen zusammengesunken liegen die Figuren am Boden. Gesichtslos unterscheiden sie sich lediglich in ihrer Haltung, mal verdreht, mal mit den Armen schützend über den Kopf erhoben.

Nähere Informationen: Büro LR Schwarz, Mag. (FH) Dieter Kraus, Telefon 02742/9005-12655, e-mail dieter.kraus@noel.gv.at.

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