01.06.2015 | 14:21

Vermehrtes Interesse an tiergestützter Pädagogik in Niederösterreichs Kindergärten

LR Schwarz: „Förderung der emotionalen, sozialen und kommunikativen Kompetenzen"

Tiergestützte Pädagogik: Hundetrainerin Michaela Frassine, Therapie-Hund Hugo, Landesrätin Mag. Barbara Schwarz mit Kindern im Kindergarten Zinzendorf. (v.l.n.r.)
Tiergestützte Pädagogik: Hundetrainerin Michaela Frassine, Therapie-Hund Hugo, Landesrätin Mag. Barbara Schwarz mit Kindern im Kindergarten Zinzendorf. (v.l.n.r.)© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich an presse@noel.gv.at.

„Niederösterreichs Kindergärten setzen vermehrt auf tiergestützte Pädagogik, wo Hunde regelmäßig im Kindergarten zum Einsatz kommen", weiß Bildungs-Landesrätin Mag. Barbara Schwarz und machte sich dazu im Kindergarten Winzendorf ein Bild von diesem pädagogischen Angebot. Derzeit wird in zehn niederösterreichischen Kindergärten tiergestützte Pädagogik angeboten, rund 200 Kinder nehmen an diesen pädagogischen Programmen teil.

Die Vorteile der Hundeeinsätze in Kindergärten liegen laut Schwarz auf der Hand: „Zunächst lernen die Kinder den verantwortungsvollen Umgang mit einem Tier. In der Zusammenarbeit mit dem Hund lernen sie Regeln einzuhalten. Der Hund kennt aber auch keine Vorurteile, macht keine Unterschiede, und dies zeigt er durch sein Verhalten. Besonders schüchterne und introvertierte Kinder genießen die Aufmerksamkeit des Hundes. Auf der anderen Seite reagiert der Hund mit Rückzug,  wenn Kinder rücksichtsloses, lautes oder aggressives Verhalten zeigen. Dies zeigt den Kindern auf neutrale, nicht vorwurfsvolle Weise, dass unkontrollierte Aggression schadet. Gerade in solchen Situationen dient der Hund als Mittelsmann."

Auch wissenschaftliche Untersuchungen belegen die Wirkung von tiergestützter Pädagogik: Die regelmäßige Anwesenheit eines Hundes in der Schuleingangsphase kann beispielsweise zu einer Steigerung der Konzentrationsfähigkeit führen. Auch gruppendynamische Erfolge durch Hundebesuche lassen sich nachweisen. So nimmt tatsächlich das Aggressionspotenzial ab, auffallend ruhige Kinder treten mehr aus sich heraus und können sich zunehmend sozial integrieren, besonders lebhafte Kinder werden dagegen ruhiger und ausgeglichener. Generell kann in Gruppen mit regelmäßigen Hundebesuchen beobachtet werden, dass die Kinder unabhängiger von der Meinung anderer werden und die Fähigkeit entwickeln, selbstständig ein Urteil zu fällen.

„Das Land Niederösterreich ist bemüht, Projekte wie diese, die zur Förderung der emotionalen, sozialen und kommunikativen Kompetenzen dienen, zu unterstützen. Zur Durchführung eines solchen Projekts genügen ein pädagogisches Konzept und ein formloser Antrag. Beides wird dann rasch und unbürokratisch von der Abteilung Kindergärten im Amt der NÖ Landesregierung geprüft", so Schwarz.

Nähere Informationen: Büro LR Schwarz, Mag. (FH) Dieter Kraus, Telefon 02742/9005-12655, e-mail dieter.kraus@noel.gv.at.

 

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