20.05.2015 | 09:50

Ehrenpreisverleihung an NÖ Blasmusikkapellen und Ehrenplakette für Franz Grobauer

LH Pröll: „Wesentlicher Identifikationsfaktor in unserem Land"

Überreichung der Ehrenplakette: Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Franz Grobauer, langjähriger Landesobmann-Stellvertreter des NÖ Blasmusikverbandes, und Direktor Peter Höckner, Landesobmann des NÖ Blasmusikverbandes. (v.l.n.r.)
Überreichung der Ehrenplakette: Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Franz Grobauer, langjähriger Landesobmann-Stellvertreter des NÖ Blasmusikverbandes, und Direktor Peter Höckner, Landesobmann des NÖ Blasmusikverbandes. (v.l.n.r.)© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

„Diese Feierstunde ist eine der schönsten, die ich im Laufe eines Jahres erleben darf", denn diese sei nicht nur Tradition, sondern auch ein Höhepunkt im abgelaufenen Kulturjahr, so Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll gestern, Dienstag, anlässlich der Überreichung der Ehrenpreise an die niederösterreichischen Blasmusikkapellen in der Römerhalle in Mautern. Mit dieser Ehrung wolle man „Danke sagen für alles das, was Sie im letzten Jahr geleistet haben", so Pröll. Als Dank und Anerkennung für seine Leistungen überreichte er dem langjährigen Landesobmann-Stellvertreter Franz Grobauer die Ehrenplakette des Landes Niederösterreich.

Pröll betonte, dass es wichtig sei, „dass das kulturelle Profil unseres Bundeslandes weiter geschärft wird". Grundlage für die Spitzen im Land wie Grafenegg, die Landesausstellungen und das Theaterfest sei, „darauf zu achten, Kulturarbeit auf breitester Ebene zu leben". „Nur dort, wo eine breite Basis vorhanden ist, kann sich auch eine gute Spitze bilden", so der Landeshauptmann. Die Blasmusik sei eine solche Basis. „Sie sind Träger von Geschichte, Tradition und Brauchtum", so Pröll zu den Musikerinnen und Musikern, die hegen und pflegen, was sie weitergegeben bekommen haben und was sie an die nächsten Generationen weitergeben.

„Sie leisten einen großen Beitrag für die Gestaltung der Lebensqualität in unserem Land und Sie sind ein ganz wesentlicher Identifikationsfaktor in unserem Land", so Pröll, der betonte „Heimat erleben zu können, ist heute etwas ganz Besonderes", denn Heimatgefühl gebe Stabilität und Sicherheit am Weg nach vorne. „Es wird zunehmend wichtiger, dass der Einzelne wieder mehr und mehr seine eigenen Wurzeln spüren kann", so der Landeshauptmann. Der Kern der Gesellschaft bleibe das menschliche Zusammensein und mache auch seine Zufriedenheit aus. „Nur jemand, der seine Wurzeln spüren kann und tief verankert ist, kann auch weltoffen nach vorne gehen."

„Sie sind ein leuchtendes Beispiel für Freiwilligkeit und Ehrenamt", so Pröll weiters. Und die Kapellen seien auch ein Vorbild dafür, wie die jüngere Generation in eine Gemeinschaft hineinwachsen könne. „Jeder Euro, der in die niederösterreichischen Musikschulen investiert wird, ist ein gut angelegter Euro am Weg in die Zukunft."

Franz Grobauer sei „ein wesentlicher Faktor über Jahrzehnte im Musikwesen gewesen", so der Landeshauptmann. „Du hast das Blasmusikwesen durch einen äußerst persönlichen Einsatz geprägt und eine ganz entscheidende Rolle im kompositorischen Schaffen gespielt", so Pröll, der Grobauer als „unglaublich korrekt, gewissenhaft und überlegt" bezeichnete. „Du bist kollegial, du hast deine Begabung in optimaler Art und Weise entwickelt und du bist bodenständig", so Pröll. Er dankte Grobauer für seine „Verbundenheit zum Bundesland Niederösterreich": „Dein Rat, dein Wort und deine Empfehlung werden uns weiterhin Wegweiser am Weg nach vorne sein."

„Ich möchte Danke sagen für diese hohe Ehrung, die mir heute zuteil wird", so Grobauer, der die dankenden Worte an Landeshauptmann Pröll zurückgab: „Du bist uns immer in stetem Wohlwollen gegenübergetreten, weil dir die Blasmusik eine Herzensangelegenheit ist." Nach 33 Jahren Funktionärstätigkeit könne er sich „mit gutem Gefühl" in den Funktionärsruhestand zurückziehen, denn im Lauf der Jahre und Jahrzehnte habe sich die NÖ Blasmusik an die Spitze gearbeitet. „Die Blasmusik liegt in guten Händen", so Grobauer. Er werde weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen.

„Anerkennung zu erlangen ist für jeden Menschen erstrebenswert", sprach Direktor Peter Höckner, Landesobmann des NÖ Blasmusikverbandes, von einem „besonderen Tag". „Die Musikvereine sind der wichtigste Kulturfaktor in den Gemeinden", so Höckner. So treffen sich die Musikerinnen und Musiker bei Proben und Veranstaltungen 70 bis 80 Mal im Jahr. „Das ist eine großartige Leistung", so Höckner. „Musikantinnen und Musikanten halten zusammen und das führt zur Gemeinschaft. Danke an die Bürgermeister, die das fördern", so Höckner, der sich auch bei Landeshauptmann Pröll für seine Unterstützung und die Zusammenarbeit im Bereich der Musikschulen bedankte.

Die Ehrenpreise sollen „Motivation sein, in unseren Gemeinden zu musizieren und Freude zu machen", sagte Lukas Michlmayr, Bürgermeister der Stadt Haag, „Danke" im Namen aller Kapellen.

Den Ehrenpreis in Bronze erhielten der Musikverein Rauchenwarth, die Trachtenkapelle Moorheilbad Harbach, der Musikverein Radlbrunn, die Werkskapelle Roth-Technik St. Aegyd Ges.m.b.H., der Musikverein Krummnussbaum, der Musikverein Loosdorf, die Betriebskapelle der Brauerei Wieselburg, die Musikkapelle Ernstbrunn und der Musikverein Großriedenthal-Ottenthal-Neudegg.

Der Ehrenpreis in Silber ging an den Musikverein Krenstetten, die Werksmusikkapelle Böhlerwerk, das Jugendblasorchester der Stadt Haag, den Musikverein Markt Piesting, den Musikverein Klein Neusiedl/Enzersdorf an der Fischa, die Ortsmusik Franzensdorf, den Musikverein Oberweiden, die Trachtenkapelle Wartberg, den Musikverein Marbach an der Donau, den Musikverein Prigglitz, die Musikkapelle St. Valentin-Landschach, die Bergknappenkapelle Grünbach am Schneeberg, den Eisenbahner Musikverein St. Pölten, die Stadtkapelle Scheibbs, den Musik- und Gesangsverein St. Andrä-Wördern und die Blasmusik Steinbach-Mauerbach.

Den Ehrenpreis in Gold erhielten die Stadtkapelle St. Valentin, der Musikverein Weistrach, die Musikkapelle Aschbach, der Musikverein Wolfsbach, der Musikverein Tribuswinkel, der Musikverein der Marktgemeinde Rohrau, der Musikverein Groß Schweinbarth, die Jugendkapelle Orth an der Donau, die Weinviertler Hauerkapelle Mailberg, die Trachtenkapelle Nöhagen, die Trachtenmusikkapelle Schönbühel, die Dunkelsteiner Blasmusik, die Trachtenkapelle Maria Laach, der Musikverein Eibesthal, der Musikverein Hanfthal, die Stadtkapelle Kirchschlag in der Buckligen Welt, der Musikverein Kapelln, die Blasmusik Tullnerbach, die Musikkapelle „Heimatklänge" Großgöttfritz und die Blasmusikkapelle Altmelon.

Der Andreas Maurer-Sonderpreis ging an den Musikverein St. Georgen in der Klaus, die Trachtenmusikkapelle Allhartsberg, den Musikverein Konradsheim, die Musikkapelle Waidmannsfeld, die Musikkapelle Obersulz-Blumenthal, den Musikverein Stadt Zistersdorf, den Musikverein Jedenspeigen-Sierndorf, die Stadtkapelle Gmünd, die Blasmusikkapelle Göllersdorf, die Trachtenkapelle Ziersdorf und Umgebung, die Musikkapelle Roseldorf, die Musikkapelle Irnfritz, die Bürgermusikkapelle Gars am Kamp, die Trachtenkapelle Rossatz, die Werkskapelle Traisen, die Trachtenkapelle Erlauf, die Jugendkapelle Staatz, die Trachtenkapelle Edlitz-Thomasberg-Grimmenstein, den Musikverein Lunz am See, den Musikverein Gaming, den Musikverein Reinsberg, den Musikverein Sieghartskirchen, die Blasmusik Königstetten und den Blasmusikverein Großweikersdorf-Ruppersthal.

Musikalisch umrahmt wurde der Festakt von einem Bläserquartett der Trachtenkapelle Rossatz.

Nähere Informationen: NÖ Blasmusikverband, Telefon 07472/668 66, e-mail office@noebv.at, http://www.noebv.at/.

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