19.05.2015 | 15:03

Lange Nacht der Kirchen 2015 in Niederösterreich

LR Schwarz: „Wichtiger Mosaikstein im Kulturkalender des Landes Niederösterreich"

Freuen sich auf die \"Lange Nacht der Kirchen\" 2015: Direktionsrat Peter Lafite von der Sparkasse Niederösterreich Mitte West AG, Landesrätin Mag. Barbara Schwarz, Diözesanbischof DDr. Klaus Küng, Superintendent Mag. Paul Weiland von der evangelischen Diözese Niederösterreich und Dipl.-Geol. Axel Isenbart, Diözesankoordinator der „Langen Nacht der Kirchen“. (v.l.n.r.)
Freuen sich auf die \"Lange Nacht der Kirchen\" 2015: Direktionsrat Peter Lafite von der Sparkasse Niederösterreich Mitte West AG, Landesrätin Mag. Barbara Schwarz, Diözesanbischof DDr. Klaus Küng, Superintendent Mag. Paul Weiland von der evangelischen Diözese Niederösterreich und Dipl.-Geol. Axel Isenbart, Diözesankoordinator der „Langen Nacht der Kirchen“. (v.l.n.r.)© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

„So wäre auch Finsternis nicht finster bei dir, und die Nacht leuchtete wie der Tag" (Psalm 139, 12) - so lautet das Motto der diesjährigen „Langen Nacht der Kirchen", die österreichweit am 29. Mai 2015 stattfindet. In Niederösterreich bieten insgesamt 120 Kirchen und kirchliche Einrichtungen 500 Einzelveranstaltungen an, davon 87 Kirchen mit 350 einzelnen Veranstaltungen im Diözesangebiet St. Pölten. Über die Bedeutung und die Highlights der „Langen Nacht der Kirchen" informierten heute, Dienstag, Landesrätin Mag. Barbara Schwarz, Diözesanbischof DDr. Klaus Küng, Superintendent Mag. Paul Weiland von der evangelischen Diözese Niederösterreich, Direktionsrat Peter Lafite von der Sparkasse Niederösterreich Mitte West AG und Dipl.-Geol. Axel Isenbart, Diözesankoordinator der „Langen Nacht der Kirchen".

„Die ‚Lange Nacht der Kirchen‘ ist im Kulturkalender des Landes Niederösterreich ein wichtiger Mosaikstein", so Landesrätin Schwarz. Sie hob zwei Schwerpunkte hervor, die mit der „Langen Nacht der Kirchen" verbunden seien: den „kulturhistorischen Aspekt" - so zeige die architektonische Kirchengeschichte, wie sich Kirchenbau und Ausstattung entwickelt hätten - und den damit verbundenen „Zugang zur Spiritualität des Gebäudes". Durch das Interesse hier kulturhistorisch etwas zu erfahren, werde man „angesteckt von Botschaften, die unsere Kirchen vermitteln", so Schwarz.

Die Landesrätin betonte die „wunderbare Zusammenarbeit in vielen Bereichen" des Landes Niederösterreich mit den Kirchen und der Diözese, etwa im Bildungsbereich mit der Pädagogischen Hochschule und im sozialen Bereich mit der Altenpflege, der Betreuung und Pflege von Menschen mit Behinderung sowie der Betreuung von Flüchtlingen. Gerade bei der Betreuung von Flüchtlingen seien die Kirchen ein Vorbild. Die „Lange Nacht der Kirchen" biete die Möglichkeit, mit anderen Menschen zu plaudern oder auch als Familie einen Ausflug zu machen, mit seinen Kindern über das Thema zu sprechen und ihnen die Unterschiede zwischen römisch-katholischer und evangelisch-lutherischer Kirche zu erklären. Man könne „Kirche hautnah erleben". „Ich wünsche mir viele Besucherinnen und Besucher, die sich von den Botschaften der Kirchen anstecken lassen", so Schwarz.

„Wir feiern heuer zum achten Mal in der Diözese die ‚Lange Nacht der Kirchen‘", so Diözesanbischof Küng. In den vergangenen Jahren habe diese „sehr starken Zuspruch erfahren". „Es ist eine Initiative, die sich in sehr vielfältiger und unterschiedlicher Weise präsentiert", so Küng. Dabei könnten Gespräche entstehen, werden Darbietungen, Besichtigungen der Kirchen und Heilige Messen geboten. Die „Lange Nacht der Kirchen" sei „zu einem Treffpunkt geworden", zu der viele immer wieder und auch Neue hinzukämen, so Küng. „Sinn der ‚Langen Nacht der Kirchen‘ ist es, durch Begegnungen Kirchen zu öffnen, Neugierde zu wecken und Freude zu vermitteln", so der Diözesanbischof. Es werde eine „Sehnsucht angesprochen" und die „Begegnung mit Gott und mit den Menschen" ermöglicht.

Der Diözesanbischof betonte zwei besondere Dinge, die mit der heurigen „Langen Nacht der Kirchen" in den Mittelpunkt gerückt werden sollen: „Die diözesane Initiative ‚Bibel.bewegt‘ lädt zu einem Neuentdecken der Bibel ein, um gemeinsam und persönlich die Bibel zu lesen, sich mit der Heiligen Schrift zu beschäftigen", so Küng. Ziel sei es, zu entdecken, dass diese eine „Kraftquelle und ein wesentliches Fundament des Glaubens" sei. Daher werde an vielen Orten „Bibel.bewegt" Teil der „Langen Nacht der Kirchen" sein. Zum zweiten sei es „das beachtliche Engagement, das in vielen Pfarren rund um die Not und das Leiden von Flüchtlingen entstanden ist" und diese Hilfsbegegnung zu Recht den Titel „Willkommen Mensch" trage. „Wir helfen als Christen Menschen, die in Not sind", das werde hier deutlich, so Küng, der weiters betonte: „Es ist wichtig, dass wir sie aufnehmen und, dass sie Herzlichkeit und Hilfe vorfinden." „Ich hoffe, dass die ‚Lange Nacht der Kirchen‘ zu einer Anregung und zu einem Impuls wird", so der Diözesanbischof.

Superintendent Weiland knüpfte am Statement von Diözesanbischof Küng an und betonte die Wichtigkeit, dass die „Lange Nacht der Kirchen" in der Diözese einen Schwerpunkt „mit Menschen, die in Not sind und auf der Suche nach einer neuen Heimat sind" gesetzt habe: „Es ist die ureigenste Aufgabe der Kirche, Menschen aufzunehmen und Menschen in Not zu unterstützen." Das sei „ein Punkt, wo wir alle gefordert sind". „Wir müssen dankbar sein, dass wir in einer 70-jährigen Friedenszeit leben dürfen", so Weiland. „Für mich ist die ‚Lange Nacht der Kirchen‘ eine Erfolgsgeschichte. Sie zeigt die Lebendigkeit der Kirche, die Vielfalt der Angebote und, dass Kirche Begegnung und Gemeinschaft ist", so Weiland. Das zu vermitteln sei in einer Zeit wie heute enorm wichtig.

Jeder Mensch habe eine religiöse Dimension, die Frage nach dem Sinn des Lebens, dem Woher und dem Wohin treffe jeden. Die „Lange Nacht der Kirchen" zeige, „hier gibt es Angebote für dein Leben, hier gibt es die Möglichkeit ins Gespräch zu kommen und mit Gott ins Gespräch zu kommen", so Weiland. Das Schöne an der „Langen Nacht der Kirchen" sei, dass diese „von Anfang an eine ökumenische Veranstaltung war und ist", so Weiland. Denn auch, wenn es manchmal unterschiedliche Auffassungen gebe, hätten alle christlichen Kirchen, die im Ökumenischen Rat der Kirchen vertreten seien, „im Wort Gottes die gleiche Basis". „Es ist uns gelungen, trotz einer belastenden Geschichte zu einem guten Miteinander zu kommen", das solle ein Vorbild sein. Für die evangelische Kirche sei das heurige Jahr das „Jahr der Bildung": „Glaube braucht Bildung und Bildung braucht Glauben", so der Superintendent.

Verlässlicher Kooperationspartner bei der „Langen Nacht der Kirchen" ist von Beginn an die Sparkasse Niederösterreich Mitte West AG. „Ich freue mich, dabei zu sein", so Direktionsrat Lafite, der betonte, dass die „Lange Nacht der Kirchen" für viele Menschen bereits ein Fixtermin sei. „Das ist ein gutes Zeichen dafür, wie begeistert die Bevölkerung von der Idee ist", so Lafite. Die Themenvielfalt werde immer größer und es werde auch sehr viel für die Jugend getan. Die Sparkasse unterstütze daher gerne dieses Projekt, um so der Gemeinschaft etwas zurückzugeben. Er wünschte viel Erfolg bei der Umsetzung der „Langen Nacht der Kirchen".

„Das Programm ist sehr vielfältig", so Diözesankoordinator Isenbart. Dieses müsse authentisch sein. „Wichtig ist uns, dass es zur Kirche passt", so Isenbart. Ein Großteil der Pfarren nehme jedes Jahr teil, andere würden sich bewusst für einen Zwei-Jahres-Rhythmus entscheiden, damit die Beteiligten auch einmal wo anders hingehen könnten und sich nicht nur auf die eigene Pfarre konzentrieren. Zu den diesjährigen Highlights zählen unter dem Titel „Bibel bewegt - Lange Nacht als Bibelnacht" etwa die biblische Darstellung von Schauspieler Franz Strasser von „Die Bergpredigt" (Mt. 5.1-t.29) in Arbesbach oder unter dem Thema „Gesellschaftliche Verantwortung" „Asylsuchende kochen für dich!" im Amstetten oder „Kochen gemeinsam mit Flüchtlingen" in der Dompfarre. Zum zweiten Mal bei der „Langen Nacht der Kirchen" dabei ist heuer auch die serbisch-orthodoxe Kirche, bei der „Ikonen zum Ausmalen für Kinder" auf dem Programm steht. Zudem gibt es viele interessante Programmpunkte zu den Themen „Jahr der Orden", „Fremde Lebenswelten", „Kunst", „Musikalische Raritäten", „Liturgie - Spiritualität", „Verborgenes entdecken", „Kinder" und Jugend".

Musikalisch umrahmt wurde die Pressekonferenz von der Gruppe Koma Dem, die im Jahr 2002 gegründet wurde und kurdische Musik macht: Sänger Burhan aus Bingöl, Saz-Spieler Ali aus Elbistan und Keyboard-Spieler Erdogan aus Varto. Die Speisen des Buffets stammten von Alsina Zinnurova (Kasachstan) und Dzerassa Zangieva (Tschetschenien). Insgesamt wohnen im Bischofshaus zurzeit elf Flüchtlinge aus Nigeria, Uganda und Georgien, die von der Dompfarre betreut werden. Insgesamt werden in 33 Pfarren der Diözese rund 230 Flüchtlinge ehrenamtlich betreut. Laufend werden weitere Flüchtlinge aufgenommen, zurzeit in vier weiteren Pfarren.

Nähere Informationen: Büro LR Schwarz, Mag. (FH) Dieter Kraus, Telefon 02742/9005-12655, e-mail dieter.kraus@noel.gv.at, Diözese St. Pölten, Referat für Kommunikation, Telefon 02742/324-3390 bis 3394, e-mail presse.stpoelten@kirche.at, http://www.langenachtderkirchen.at/.

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