23.04.2015 | 13:14

Sobotka zur kommenden Landes-Gesundheitsreferentenkonferenz in Baden

„Brauchen dringend eine Reform bei der Pflegeausbildung"

Landes-Gesundheitsreferentenkonferenz am 29. April in Baden:  Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka stellte die Positionen des Bundeslandes Niederösterreich vor.
Landes-Gesundheitsreferentenkonferenz am 29. April in Baden: Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka stellte die Positionen des Bundeslandes Niederösterreich vor.© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Die Gesundheitsreferenten der Bundesländer treffen sich am 29. April zu einer Arbeitskonferenz in Baden. Im Zuge eines Pressegesprächs in St. Pölten wurden heute, Donnerstag, die Positionen des Landes Niederösterreich vorgestellt.

Die zentralen Forderungen des Bundeslandes Niederösterreich seien eine Ausbildungsreform im Bereich der Pflege mit drei Modulen, ein Vorantreiben der Ausschreibung für die Telemedizin, eine Aufteilung der Kinder-Rehabetten auf die Länder und ein neues Apothekengesetz, so Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka.

„Die diplomierte Gesundheits- und Krankenpflege muss auf akademisches Niveau gehoben werden. An der Fachhochschule in Krems gibt es bereits eine entsprechende Ausbildung, wir wollen auch in St. Pölten und Wiener Neustadt diese modularen Schulungen anbieten", sagte Sobotka. „Diese Fachkräfte sollen dann in Schlüsselpositionen eingesetzt werden und auch organisatorische Aufgaben erledigen. Darüber hinaus wollen wir auch junge Menschen für die Pflegeassistenz begeistern", führte der Landeshauptmann-Stellvertreter aus. Zwischen dem Notfallsanitäter und dem Notarzt brauche es mit dem Paramedic eine zusätzliche Qualifikationsebene, rät Sobotka. Das Paramedic-System werde bereits in vielen Ländern umgesetzt, der „Paramedic soll den Notarzt unterstützen und entlasten", meinte der Landeshauptmann-Stellvertreter.

Hinsichtlich der Telemedizin, so Sobotka weiter, soll Niederösterreich ein Pilotstandort werden, weil wir mit dem Notruf 144 und 141 die besten technischen Voraussetzungen haben. „Es sollen eine Gesundheitshotline, ein Expertentelefon und ein Ärztetelefon angeboten werden. 70 Prozent unserer Patientinnen und Patienten schätzen den Schweregrad ihrer Krankheit falsch ein", erinnerte der Landeshauptmann-Stellvertreter.

In Bezug auf die Kinder-Rehaplätze meinte der Landeshauptmann-Stellvertreter: „Es gibt 114 Betten in der Ostregion, 47 Betten davon erhält Niederösterreich." Weiters ging Sobotka auf das Apothekengesetz und den Gebietsschutz ein: „Wenn wir nicht wollen, dass Arzneimittel über das Internet besorgt werden, wenn wir die Apotheken als Nahversorger wollen, brauchen wir eine klare Regelung mit mehr Freizügigkeit." 

Nähere Informationen: Büro LH-Stv. Sobotka unter 0676/812-12221, Mag. Günther Haslauer, e-mail guenther.haslauer@noel.gv.at.

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