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22.04.2015 | 13:36

LH Pröll präsentierte Architektur der „Galerie NÖ" in Krems

„Historischer Moment in der Kulturpolitik des Bundeslandes"

Präsentierten die \"Galerie NÖ\": Architekt DI-Arch. Bernhard Marte, der künstlerische Leiter Dr. Christian Bauer, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Bürgermeister Dr. Reinhard Resch (v. l. n. r.)
Präsentierten die \"Galerie NÖ\": Architekt DI-Arch. Bernhard Marte, der künstlerische Leiter Dr. Christian Bauer, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Bürgermeister Dr. Reinhard Resch (v. l. n. r.)© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Von einem „historischen Moment in der Kulturpolitik des Bundeslandes Niederösterreich" sprach Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll heute, Mittwoch, im Zuge einer Pressekonferenz in Krems. Zusammen mit dem künstlerischen Leiter Dr. Christian Bauer, dem Architekten DI-Arch Bernhard Marte und dem Kremser Bürgermeister Dr. Reinhard Resch präsentierte der Landeshauptmann heute die Architektur des geplanten Neubaus.

Insgesamt 60 Bewerber habe es im Zuge des Architekturwettbewerbes gegeben, die Entscheidung der Jury fiel schließlich auf das Projekt des Architekturbüros marte.marte aus Vorarlberg, so Pröll. Der Bau bringe eine Erweiterung der Ausstellungsfläche in Niederösterreich um rund 3.000 Quadratmeter, das Investitionsvolumen betrage 35 Millionen Euro, informierte er. Die Ausschreibung erfolge noch heuer, 2016 sei Baubeginn, für 2017 erwarte man die Vollendung des  Bauwerks.

„Wir haben in den niederösterreichischen Sammlungen Werte von rund 1,5 Milliarden Euro. Nur vier Prozent davon sind den Landsleuten zugänglich, weil wir die notwendigen Ausstellungsflächen nicht haben. Unser Ziel ist es daher, die Infrastruktur zu schaffen, damit diese Kunstschätze in Zukunft den Eigentümern - also den Niederösterreicherinnen und Niederösterreichern - entsprechend zugänglich werden", beschrieb der Landeshauptmann den  „kulturpolitischen Auftrag" der Galerie NÖ.

Aus der kulturpolitischen Arbeit wolle man aber auch „touristische Impulse ableiten", betonte er weiters. Durch die Galerie NÖ seien auch „zusätzliche Impulse für den Kulturtourismus" in der Stadt Krems und im ganzen Land zu erwarten, so Pröll: „Durch die Erweiterung des Kulturstandortes Krems werden wir national und international weiter an Profil gewinnen." Das solle sich auch in einem entsprechenden Besucherzuwachs zeigen, meinte er: Derzeit zähle man an der Kunstmeile Krems rund 120.000 Besucher pro Jahr, mit der Galerie NÖ erwarte man rund 160.000 bis 170.000 Besucher pro Jahr.

Die neue Galerie NÖ sorge zudem auch für wirtschaftliche Impulse, ging der Landeshauptmann auf einen weiteren Aspekt ein. So habe eine Studie der Donau-Universität Krems ergeben, dass die Investition von 35 Millionen Euro rund 75 Millionen Euro an Ausgaben auslösen wird, damit werden während der Bauphase 400 bis 420 Arbeitsplätze gesichert und geschaffen. Im laufenden Betrieb werden rund vier Millionen Euro aufgewendet werden, dadurch werden Ausgaben von 7,8 bis 8 Millionen Euro ausgelöst und 80 bis 90 Arbeitsplätze gesichert.

„Unsere Stadt wird zum Schlüsselort der kulturellen Identität des Landes Niederösterreich. Das ist für uns eine besondere Auszeichnung", sagte der Bürgermeister der Stadtgemeinde Krems, Dr. Reinhard Resch, in seiner Stellungnahme. Man werde als Kulturstandort noch attraktiver, darüber hinaus erhalte man auch weitere wirtschaftliche Impulse, betonte er. Den Museumsneubau bezeichnete er als „großen Impuls in die richtige städtebauliche Richtung."

„Dieses Haus wird ein Symbol für das moderne Niederösterreich sein", meinte der Künstlerische Leiter Dr. Christian Bauer. Es werde „ein Parcours vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart" erfolgen, so Bauer. Der Dialog werde „ein zeitgemäßer" sein - „so wie das Haus selbst", betont er.

Die Aufgabe hier in Krems ist eine ganz besondere - die Aufgabe selbst wie auch der Bauplatz sind ganz außerordentlich", sagte Architekt Bernhard Marte im Zuge der Präsentation. „Neben funktionalen und organisatorischen Überlegungen war ein wichtiges Element auch die Einbettung dieses neuen Gebäudes in das städtische Umfeld", so Marte.

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