Fischerei


Fischereiliche Agenden der Forstabteilung

Die Forstabteilung (LF4) des Amtes der NÖ Landesregierung ist mit verschiedenen fischereiwirtschaftlichen Agenden betraut. Dazu zählen u.a.

  • Bewertung von Fischereischäden und Fischereirechten
  • Begutachtung von Schifffahrts- und Wasserkraftanlagen
  • Begutachtung von Aquakulturanlagen
  • Beratungstätigkeit für den NÖ Landesfischereiverband
  • Beratungstätigkeit für diverse Fachabteilungen in legistischen Angelegenheiten
  • Vertretung der Abteilung Agrarrecht in wasserrechtlichen Verfahren


NÖ Fischereirecht

Für die Ausübung der Fischerei ist in Niederösterreich das NÖ Fischereigesetz 2001 maßgeblich. Das Fischereirecht erstreckt sich grundsätzlich auf sämtliche Wassertiere sowie alle natürlichen und künstlichen Gerinne und Wasseransammlungen, die sich zur Fischereibewirtschaftung eignen. Es handelt sich um ein selbständiges von Grund und Boden losgelöstes Recht, das erworben werden kann. Fische gelten bis zu ihrer Aneignung durch Berechtigte als herrenloses Gut. Zur Ausübung der Fischerei ist eine gültige Fischerkarte bzw. Fischergastkarte notwendig. Fischer, die nicht selbst Fischereiausübungsberechtigte sind, benötigen zusätzlich eine Lizenz.


Fischarten und Gewässer in NÖ

In Niederösterreich ist eine Vielzahl an Fließgewässern und Stillgewässern vorhanden. Diese erstrecken sich über alle in Österreich vorkommenden Fischregionen, von der Oberen und Unteren Forellenregion über die Äschen- bis hin zur Brachsenregion. Insgesamt finden sich über 60 heimische und eingebürgerte Fischarten in Niederösterreichs Gewässern die je nach Vorkommen und Gefährdungsgrad unterschiedlichen Schonzeit- und Brittelmaßbestimmungen unterliegen. Daneben gibt es Neunaugen, Muscheln und Krebse, die mehrheitlich aufgrund ihrer Gefährdung strengen Schutzbestimmungen unterliegen.


Schifffahrt und Wasserkraft an NÖ Gewässern

Niederösterreich hat neben Oberösterreich maßgeblichen Anteil an der Donau, welche als „Lebensader" insgesamt acht europäische Staaten miteinander verbindet bevor sie in das Schwarze Meer mündet. Die Mündungsbereiche der Grenzflüsse Enns und March sind neben Traun und Donau sogenannte „Wasserstraßen" und spielen demgemäß für die Schifffahrt eine bedeutsame Rolle.

Energiewirtschaftlich ist vor allem der Donaustrom von besonderem Interesse. Von den insgesamt 10 Donaukraftwerken Österreichs befinden sich 5 in Niederösterreich . Daneben bestehen zahlreiche Kleinwasserkraftwerke an verschiedenen niederösterreichischen Fließgewässern. Österreich hat sich als Mitgliedstaat der Europäischen Union zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie verpflichtet. Diese Richtlinie sieht für sämtliche Gewässer die Erreichung bzw. Herstellung eines guten Zustands in Hinblick auf Morphologie, Hydrologie, Chemie und Ökologie vor. Fische dienen hierbei als maßgebliche Bioindikatoren für den Grad der Zielerreichung.  

Aquakultur in NÖ

Ein wesentlicher Bestandteil der niederösterreichischen Fischerei ist die Aquakultur. Hierbei handelt es sich in erster Linie um Anlagen zur Besatz- und Speisefischproduktion. Das Waldviertel ist speziell für die extensive Karpfenproduktion in Teichanlagen bekannt. In sogenannten Durchflussanlagen werden vor allem Salmoniden, allen voran die Regenbogenforelle, produziert. 

Jährlich werden österreichweit rund 2.200 Tonnen Speisefische und 900 Tonnen Besatzfische produziert. Die Aquakulturstrategie 2020 des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft sieht eine Produktionssteigerung von derzeit 3.100 Tonnen auf 5.500 Tonnen bis zum Jahre 2020 vor. Mit Hilfe dieser Strategie soll der Selbstversorgungsgrad bei Süßwasserfisch gesteigert und die Handelsbilanz verbessert werden. Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch von Fischerzeugnissen beträgt derzeit bundesweit 7 bis 8 kg. 

Ihre Kontaktstelle des Landes für Fischerei

Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung Forstwirtschaft
Landhausplatz 1, Haus 12 3109 St. Pölten E-Mail: post.lf4@noel.gv.at
Tel: 02742/9005-13392
Fax: 02742/9005-13620
Letzte Änderung dieser Seite: 24.4.2017
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