20.01.2012 | 10:58

Das Ausstellungsjahr 2012 im Landesmuseum Niederösterreich

Sechs neue Ausstellungen zu Kunst, Natur und Geschichte

Gemäß seinem Motto „Geschichte erforschen - Kunst erleben - Natur begreifen" zeigt das Landesmuseum Niederösterreich in St. Pölten, das im Vorjahr den 100. Geburtstag dieser Einrichtung gefeiert hat, heuer zusätzlich zu den Dauerpräsentationen der bildenden Kunst („Mittelalter bis Barock" und „Waldmüller, Schiele, Kokoschka") sowie des Naturbereiches („Gletscher bis Donauregion", „Museum als Zoo" und „Museumsgarten") insgesamt sechs neue Ausstellungen:

Den Auftakt macht die große Natur-Ausstellung „Kiesel & Klunker - Vielfalt aus Niederösterreichs Boden", die ab 18. März sowohl die bedeutendsten und schönsten Fundstücke von Fossilien, Gesteinen und Mineralen aus Niederösterreich als auch die Vielfalt heimischer Rohstoffe und die Geschichte ihrer Nutzung sowie die Verflechtungen zwischen Geologie und Biologie zum Thema hat (bis 17. März 2013).

Natur begreifen lässt sich auch mit „HaiTanic - Sharkprojekt", einer weltweit einzigartigen Wanderausstellung in der 100 Quadratmeter großen Kulisse eines alten verrosteten Schiffswracks samt Gängen und Kabinen. Von 31. März bis 1. Juli können die Besucher dabei die Welt der Haie sozusagen in „Hai Tec" auf mehreren großen Flachbildschirmen erkunden und Wissenswertes über deren bedrohliche aktuelle Situation erfahren.

Am 11. Mai wird dann die Sonderausstellung „Ein Land im Zeitraffer - Niederösterreich seit 1848" eröffnet, die in sechs Kapiteln, beginnend mit der Revolution von 1848, die wechselvolle Geschichte Niederösterreichs zeigt. Vor dem inszenierten Hintergrund des alten und des neuen Landhauses, von Plätzen, Bahnhöfen und Kasernen führt der Streifzug vom Neoabsolutismus über die Gründerzeit und den Ersten Weltkrieg, die Zwischenkriegszeit, den Nationalsozialismus und den Zweiten Weltkrieg sowie den Wiederaufbau und die Konsolidierung bis hin zur Identitätsfindung der Gegenwart und den Perspektiven für die Zukunft. Mehr als 150 Jahre Landeskunde präsentieren Niederösterreich solcherart als Kernland, Grenzland und Europaregion (bis 27. Jänner 2013).

Die erste neue Kunstausstellung des Jahres 2012 widmet sich dem neben Ferdinand Georg Waldmüller bedeutendsten österreichischen Landschaftsmaler des 19. Jahrhunderts: Zum 150. Todestag von Friedrich Gauermann werden Ölgemälde, Studien und Skizzen des Künstlers ausgestellt, der besonders in seinen Naturstudien zu den Bahnbrechern des Realismus in Österreich zählt (17. Juli bis 28. Oktober).

Weiter geht es mit Leopold Kupelwieser, dessen reicher zeichnerischer Nachlass sich in der Sammlung des Landesmuseums befindet. Zum 150. Todestag des Künstlers zeigt die Jubiläumssausstellung „Vom Zauber der Landschaft" von 17. November bis 10. Februar 2013 mit Landschaftsdarstellungen einen weitgehend unbekannten Schaffensbereich des Porträt- und Historienmalers.

Schließlich sollen mit „Kunst nach 1945", einer Neupräsentation im Obergeschoß der Shedhalle, die wichtigsten Tendenzen der Kunst von den 1950er-Jahren bis in die unmittelbare Gegenwart aufgezeigt werden: von den Lehrerpersönlichkeiten der Nachkriegszeit (Herbert Boeckl, Sergius Pauser, Carl Unger) über die Strömungen der Avantgarde bis hin zur Erneuerung der Malerei in den 1980er-Jahren und jüngst erworbenen zeitgenössischen Werken (Eröffnung: 16. November).

In den ersten Monaten des neuen Jahres laufen dazu noch die Ausstellungen „Kraut & Rüben - Menschen und ihre Kulturpflanzen" (bis 12. Februar), „Arnulf Neuwirth - Die drei Jahreszeiten" (bis 18. März) sowie „100 Jahre Landesmuseum - Die Geschichte" (bis 15. April).

Geöffnet hat das Landesmuseum Niederösterreich in St. Pölten von Dienstag bis Sonntag bzw. an Feiertagen von 9 bis 17 Uhr. Nähere Informationen beim Landesmuseum Niederösterreich unter 02742/90 80 90-999, e-mail info@landesmuseum.net und http://www.landesmuseum.net/.

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