09.08.2011 | 00:01

Studie zur Betreuung der unter zweieinhalbjährigen Kinder

Schwarz: Bestehendes Angebot evaluieren und nachjustieren

In St. Pölten informierte Landesrätin Mag. Barbara Schwarz heute, Dienstag, 9. August, über ihr Vorhaben, die Betreuungsangebote für Kinder unter zweieinhalb Jahren im Bundesland Niederösterreich evaluieren zu lassen. Mit der Erstellung einer entsprechenden Studie, die Betreuungsangebote in ganz Europa berücksichtigen soll, wurde das an der Universität Wien angesiedelte Österreichische Institut für Familienforschung (ÖIF) beauftragt; die Studie soll bis zum Jahresende 2011 abgeschlossen sein und Anfang 2012 präsentiert werden.

„Es soll ein System qualitativ hochwertiger Kinderbetreuung aufgebaut werden, womit eine liebevolle und wertschätzende Betreuung gemeint ist, in der sich die Kinder wohl fühlen und kein Gefühl des Abgegeben-Werdens haben. Es soll dabei Grundvertrauen sowie größtmögliche Förderung geben. Die Betreuung kann die Familie nicht ersetzen, soll aber so aufgebaut sein, dass sie die Eltern bestmöglich unterstützt", sagte Schwarz.

Die in Auftrag gegebene Studie solle, so die Landesrätin weiter, eruieren, ob mit bereits den existierenden Angeboten wie beispielsweise Tagesmüttern und -vätern, Mobilen Mamis, Kinderstuben oder auch dem „Papamonat" die Bedürfnisse der Eltern und Familien in Niederösterreich schon abgedeckt seien. Gegebenenfalls gelte es, auf Basis der Studienergebnisse in der Folge, neue, differenzierte und vielfältige Angebote zu schaffen.

Wie der Leiter des ÖIF, Univ.Prof. Dr. Wolfgang Mazal, ausführte, solle im Rahmen der Untersuchung herausgefunden werden, wie sich die unterschiedlichen Modelle in ganz Europa bewähren. Das Ziel sei, diesbezügliche „Best practice"-Modelle ausfindig zu machen. Beispielsweise werde man einen intensiveren Blick auf die Objekt- bzw. Subjektförderung werfen. „Die Gesellschaften verändern sich, und man muss auf der Höhe der Zeit sein", so Mazal.

„Wir haben in Niederösterreich ein gutes Angebot, aber wir wollen uns auch die gesellschaftliche Entwicklung ansehen, evaluieren und nachjustieren. Im ländlichen Raum brauchen wir etwa teilweise andere Angebote als im städtischen Bereich. Es wäre unverantwortlich, sich keine weiteren Gedanken mehr zu machen", betonte Schwarz abschließend.

Nähere Informationen: Büro LR Schwarz, Marion Gabler-Söllner, Telefon 02742/9005-12655, e-mail buero.schwarz@noel.gv.at.

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