13.07.2011 | 15:33

Pendlerpaket für das Wiener Umland präsentiert

LR Wilfing: Den öffentlichen Verkehr weiter attraktivieren

In St. Pölten wurden heute, Mittwoch, 13. Juli, die Ergebnisse der Verkehrserhebung auf allen wichtigen NÖ Wegenetzstrecken (Kordonerhebung) sowie ein damit in Zusammenhang stehendes Pendlerpaket für das Wiener Umland präsentiert. „Rund 528.000 Menschen fahren täglich nach Wien, 184.000 davon sind Pendler, etwa 20.000 sind Schüler oder Lehrlinge", betonte Landesrat Mag. Karl Wilfing und setzte fort: „Dazu kommt, dass der Raum Wien bis zum Jahr 2030 um vermutlich 400.000 Einwohner wachsen wird, davon werden sich 120.000 Menschen in den niederösterreichischen Bezirken im Wiener Umland ansiedeln."

Was die Kordonerhebung aus dem ersten Halbjahr 2011 betreffe, so würden von den 528.000 Menschen die täglich nach Wien fahren rund 68 Prozent den motorisierten Individualverkehr und 32 Prozent den öffentlichen Verkehr nutzen. „Bereits im Jahr 1995 hat eine Kordonerhebung nahezu die gleiche Aufteilung ergeben", so der Landesrat. Das Erfreuliche an den aktuellen Zahlen sei, dass der motorisierte Verkehr trotz einer erhöhten Kfz-Dichte und eines stark veränderten Freizeitverhaltens nicht zugenommen habe.

Diese gute Entwicklung sei unter anderem auf den Viertelstundentakt auf der Südbahn von Wiener Neustadt nach Wien, den Sechsminutentakt in der Früh und am Abend von Mödling nach Wien, den Siebeneinhalbminutentakt der Badner Bahn, den Ausbau der Flughafenschnellbahn und der Schnellbahnlinie S 2 und den Viertelstundentakt nach Unterpurkersdorf zurückzuführen, sagte Wilfing. Gleichzeitig gebe es den Wunsch, den Anteil am öffentlichen Verkehr zu erhöhen. „Wenn man verhindern will, dass Staus, Zeitverluste und Stress zur Regel werden, dann müssen bereits heute gemeinsam mit der Stadt Wien, dem Verkehrsverbund Ostregion und den ÖBB verschiedene Maßnahmen gesetzt werden", meinte der Landesrat. Zum Ersten soll es im Großraum Wien zu einer kürzeren Taktfrequenz kommen, zum Zweiten attraktiveres Zugmaterial eingesetzt werden, zum Dritten weitere Verbesserungen bei der Pünktlichkeit möglich sein und zum Vierten der Ausbau der Park & Ride Anlagen forciert werden, führte der Landesrat weiter aus.

Im Hinblick auf die S 2, die in den letzten Jahren elektrifiziert wurde, gebe es einen Viertelstundentakt bis Wolkersdorf, einen Halbstundentakt bis Mistelbach und einen Stundentakt bis Laa an der Thaya. Geplante Verbesserungen seien der Ausbau der Park & Ride Anlage in Wolkersdorf um 350 Pkw-Stellplätze, erinnerte Wilfing und verwies unter anderem auch auf den Ausbau der Park & Ride Anlagen in Hetzmannsdorf-Wulfersdorf und in Felixdorf.

„In das Nahverkehrsprogramm investiert das Land insgesamt 165 Millionen Euro, davon 117 Millionen Euro in die Mariazeller Bahn und 25 Millionen Euro in Wachau-Bahn", betonte Wilfing. „Jährlich wendet das Land Niederösterreich 88,5 Millionen Euro für den öffentlichen Verkehr auf." Ein Schwerpunkt sei auch die Umsetzung des Viertelstundentaktes von Gänserndorf nach Wien, so der Landesrat abschließend.

Weitere Informationen beim Büro LR Wilfing unter 02742/9005-12324, Florian Liehr, e-mail florian.liehr@noel.gv.at.

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