14.06.2011 | 13:36

Wilfing: Land will intensiven Dialog mit den SchülerInnen

Landesschülervertretung präsentierte Forderungspapier

Seitens der Landesschülervertretung wurde im Verlauf des vergangenen Jahres ein 25-seitiges Forderungspapier erarbeitet. Die wichtigsten Punkte bzw. Forderungen dieses Schriftstückes wurden heute, 14. Juni, von Landesschulsprecher Lukas Pirringer und dem zuständigen Landesrat Mag. Karl Wilfing im Rahmen einer Pressekonferenz in St. Pölten präsentiert. „Es gibt einen intensiven Dialog mit der Landesschülervertretung, das Land will die Schülerinnen und Schüler intensiv einbeziehen", betonte Wilfing dabei.

Als primäre Forderungen bzw. „Kernaspekte" wurden dabei seitens des Landesschulsprechers die flächendeckende Umsetzung des niederösterreichischen Schulmodells, der Ausbau der Schulsozialarbeit und -psychologie, der Ausbau des „Talente-Checks" der Wirtschaftskammer, die Aufwertung der Lehre - unter anderem durch ein Mindestgehalt in Höhe von 500 Euro - oder auch die Verbreiterung der Begabtenförderung genannt.

Landesrat Wilfing ging im Rahmen der Pressekonferenz zunächst auf drei Grundsätze im bildungspolitischen Bereich ein. „Erstens muss die Schule im Dorf bleiben, wir wollen die Schulen in den Gemeinden behalten", so der Landesrat, der in diesem Zusammenhang bekannt gab, dass in Niederösterreich im kommenden Schuljahr 488 Planstellen mehr zur Verfügung stehen würden, als seitens des Bundes refundiert werden. „Das ist es uns wert, wir wollen das Bildungs- und Kulturzentrum Schule erhalten", betonte Wilfing. Zum zweiten gehe es, so der Landesrat weiter, dem Land Niederösterreich darum, die Hauptschulen „zu attraktivieren und pädagogisch zu verbessern"; die niederösterreichische Mittelschule solle langfristig flächendeckend verankert werden. Er sprach hier u. a. die verstärkte Individualisierung, das verstärkte Eingehen auf die jeweiligen Talente der Kinder, die Einführung von Wahlpflichtfächern zur Berufsorientierung und die Einführung etwa von Kind-Eltern-Lehrer-Gesprächen an. Den dritten Grundsatz schließlich fasste Wilfing mit den Worten „Die Mittelschule kommt, das Gymnasium bleibt" zusammen.

Zur konkreten Forderung nach mehr Schulsozialarbeit und -psychologie hielt der Landesrat u. a. fest, dass diese Forderung auch einer der zentralen Wünsche der LehrerInnen sei. „Mit 2012 sollen alle 19 Landesberufsschulen mit Schulsozialarbeit ausgestattet sein", so Wilfing dazu.

Hinsichtlich der Forderung nach einem Ausbau punkto Berufswahl meinte der Landesrat: „Hier wird, in enger Abstimmung mit der Wirtschaftskammer, eine Verfeinerung nötig sein. Es muss unser Interesse sein, die richtigen Personen am richtigen Platz zu haben. Der Schwerpunkt ist auf die Begabungen zu legen." Es solle in diesem Kontext, so Wilfing weiter, ein „Berufsorientierungs-Portfolio" geschaffen werden, die Lehrkräfte sollen sich im Rahmen pädagogischer Fortbildungen künftig verstärkt mit dem Thema Berufswahl auseinander setzen, beispielsweise auch verstärkt mit ihren SchülerInnen in Betriebe gehen.

Nähere Informationen: Büro LR Wilfing, Florian Liehr, Telefon 02742/9005-12324, e-mail florian.liehr@noel.gv.at.

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