30.05.2011 | 14:29

Juni-Programm beim „Viertelfestival NÖ - Industrieviertel 2011"

Von „R.U.R." bis „Farbtöne freier Industrie"

Unter dem Motto „Industrie - Utopie" bietet das „Viertelfestival NÖ - Industrieviertel 2011" noch bis 7. August vielfältige Kunst- und Kulturprojekte. In Summe werden im „Viertel unter dem Wienerwald", das seit über 200 Jahren vor allem für seine industrielle Vergangenheit bekannt ist, 70 Projekte, darunter 22 Schulprojekte, umgesetzt. Im Juni starten insgesamt 18 Projekte:

„R.U.R. oder Rossum´s Universale Roboter" in der Hainburger Wasserkaserne ist eine interaktive Show nach einem Theaterstück von Karel Čapek, an der die Zuschauer auch selbst als Roboter teilnehmen können (ab 2. Juni). „All Kinds of Indian Food" bringt indische Kulinarik, Konzerte mit indisch inspirierter Musik, Tanzaufführungen à la Bollywood und Ausstellungen nach Payerbach (ab 4. Juni). In Berndorf wird im Rahmen des Projekts „Nixda! - Kaufen Sie nichts" ein Geschäftslokal für den Nichts-Erwerb eröffnet (ab 8. Juni).

„Lilly und die Glücksfabrik" bringt im Stadttheater Bruck an der Leitha ein Familienmusical für Menschen zwischen fünf und 99 Jahren auf die Bühne (9. Juni). Im musikalischen Experiment „Klangwelten" trifft im artP.kunstverein in Perchtoldsdorf barocke Violinmusik von Georg Philipp Telemann auf Industrie- und Arbeitsgeräusche (9. Juni). Im Congress Casino Baden spielt die Sinfonietta Baden live zum Stummfilm „Berlin - Die Sinfonie der Großstadt" von Walther Ruttmann aus dem Jahr 1927 (9. Juni).

„Postapokalyptica 2051" nennt sich die erste postapokalyptische Industriemesse der Gruppe monochrom ab 10. Juni in Wiener Neustadt und Lindabrunn. Unter dem Titel „Match It, Modern Times Next Level #1" erforschen Jugendliche aus drei Schulen des Triestingtales ab 10. Juni die Tier- und Pflanzenwelt unterschiedlicher Lebensräume. Bei „Humant" wird am 11. Juni im Atelier am Stein in Kirchberg am Wechsel die Frage diskutiert, was aus der weltweit gut funktionierenden Organisations- und Wirtschaftsstruktur von Ameisenpopulationen für den Menschen nutzbringend übernommen werden könnte.

Das Fotoprojekt „Selbstsicht, Ansicht" lädt KünstlerInnen vor der Kamera zu Selbstinszenierungen ein, die Ergebnisse werden ab 15. Juni in der Badener Galerie Jünger präsentiert. Ab 15. Juni widmet sich auch die Wanderausstellung „Vom Kommen und Bleiben" in der Stadtbücherei Wiener Neustadt der Geschichte der Arbeitsmigration im Industrieviertel. „Das Kunstwalzwerk" bringt ab 17. Juni in der Halle B in Baden eine Performance über die industrielle Produktion von Kreativität.

Im Begrischpark in Perchtoldsdorf verweist das Land-Art-Projekt „Day-Lines-Night-Lines" ab 18. Juni auf das ungeheure und größtenteils ungenutzte Energiepotenzial der Sonne. Unter dem Titel „Die Transformation des Seins" setzen sich eine Performance und ein Konzert am 18. Juni am Wiener Neustädter Kanal mit dem Verlust und der Veränderung des menschlichen Seins auseinander. Ebenfalls am 18. Juni wird das Thermalbad von Bad Fischau zur Bühne einer „High-Tech Laser-Licht-Wasser-Show".

Am 21. Juni öffnet in Lindabrunn die Freiluftgalerie „Imagine It, Modern Times Next Level #2" mit ästhetischen Darstellungen von Industriearchitektur. Als Kunstort, Ausstellungsraum und Baustelle für ein „work in progress" versteht sich „Cubix. Industrieutopie im Kunstcontainer" ab 24. Juni am Hauptplatz von Wiener Neustadt. Das spartenübergreifende Kunstprojekt „Farbtöne freier Industrie" schließlich thematisiert ab 20. Juni in Purkersdorf die Funktion der Industrie von der Versklavung zur Befreiung des Menschen.

Nähere Informationen und das detaillierte Programm beim Viertelfestival Niederösterreich unter 02572/34234-0, e-mail viertelfestival@kulturvernetzung.at, http://www.viertelfestival-noe.at/.

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