11.05.2011 | 13:00

Mitarbeiterförderung in Landeskliniken und Pflegeheimen

Sobotka, Schwarz: Beitrag zur Qualitätssteigerung

Aus Anlass des Verhandlungsstarts über das Spitalsärztegesetz stellten  Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka und Landesrätin Mag. Barbara Schwarz heute, Mittwoch, 11. Mai, in St. Pölten gemeinsam das aktuelle Weiterbildungsprogramm für die Mitarbeiter in den NÖ Landeskliniken und Pflegeheimen vor.

„Die mehr als 24.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Landeskliniken und Pflegeheimen besitzen exzellentes Fachwissen und gehen mit viel Sorgfalt und Empathie auf die ihnen anvertrauten Menschen zu", so Sobotka.  „Die Menschen, die hier arbeiten oder behandelt bzw. betreut werden, müssen immer im Zentrum stehen", meinte Sobotka. „Fachliche und persönliche Aus- und Weiterbildung sind Voraussetzung für die hohe Qualität der geleisteten Arbeit." Die geeigneten Rahmenbedingungen in den Spitälern würden wesentlich dazu beitragen, einerseits die optimale menschliche Kommunikation zu pflegen und andererseits über die Mitarbeiterförderung bestens ausgebildet zu sein. Eine Besoldungsreform für die Pflegefachkräfte in Niederösterreich habe diesen Berufszweig attraktiver gemacht und ein Abwandern von Fachkräften in andere Bundesländer verhindert.

Was die Strategie bei der Personalentwicklung betreffe, so unterstütze das Land viele Aktivitäten, die einerseits die fachliche Ausbildung und andererseits die Persönlichkeitsbildung forcieren. Der Bildungskatalog für die NÖ Landeskliniken umfasse 170 Seminarangebote, die von der Gesprächsführung und der mentalen Gesundheit bis hin zur Stressprophylaxe reichen, meinte der Landeshauptmann-Stellvertreter.

Sobotka erinnerte auch an die Patientenumfrage in den Spitälern. „Rund 95 Prozent der Patienten sind mit dem Ärzteteam sehr zufrieden und 96,5 Prozent mit den Leistungen der Pflegekräfte." In den Gesundheitsregionen Mostviertel und Niederösterreich-Mitte habe man auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter befragt. Dies hätte ergeben, dass eine abteilungsübergreifende Zusammenarbeit immer wichtiger werde, um gemeinsam mit Pflegekräften, Ärzten und Therapeuten notwendige Abläufe und Prozesse im Bereich des Betreuens und Behandelns der Patienten festzulegen. „Überdies braucht es planbare Arbeitszeiten, die familien- und betriebsgerecht sind", so Sobotka. Ziel des Landes sei es,  alle Turnusärztestellen zu besetzen und alle Famulanten in den NÖ Kliniken bestmöglich zu betreuen.

Landesrätin Mag. Barbara Schwarz nahm zu den Landespflegeheimen Stellung. Eine repräsentative Studie des Zentrums für Soziales und Generationen in 66 Pflegeheimen in Niederösterreich habe ergeben, dass 93 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihrem Heim zufrieden oder sehr zufrieden sind. „95 Prozent der Mitarbeiter finden, dass ihr Heim einen guten Ruf hat, und 96 Prozent der Angehörigen geben an, dass das Pflegeheim ihren Vorstellungen entspricht". Überdies würden sich 98 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner in ihrem Pflegeheim wohl fühlen und 93 Prozent der Mitarbeiter Interesse für Weiterbildung zeigen. Das Ausbauprogramm des Landes für die Pflegeheime in der Höhe von 205 Millionen Euro diene einer Verbesserung der Rahmen- und Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter und der Lebensqualität der Bewohner in den Einrichtungen, meinte Schwarz. Auch die neue EDV-Dokumentation in den Landeskliniken solle langfristig zu einer Erleichterung für das Personal führen.

Gerade im Bereich der Pflege sei die Aus- und Weiterbildung unverzichtbar, so Schwarz. Jeder zweite Mitarbeiter in den Landespflegeheimen nehme jährlich an einer Schulung teil. „Für die Ausbildungsangebote werden jedes Jahr zwei Millionen Euro vom Land zur Verfügung gestellt, 83 Prozent der Teilnehmer sind laut Umfrage sehr zufrieden", so Schwarz. Neben dem verstärkten Einsatz von Arbeitspsychologen gebe es bei den Landespflegeheimen auch ein neues Programm zur Stressbewältigung, um eine psychologische Überforderung der Mitarbeiter zu verhindern, so die Landesrätin.

„Der Pflegebereich ist der Arbeitsmarkt der Zukunft", ging die Landesrätin abschließend auf die Chancen am Gesundheits- und Sozialsektor ein. „In den nächsten Jahren steht in Niederösterreich genügend ausgebildetes Pflegepersonal zur Verfügung, das Land bietet ausreichend viele Ausbildungsplätze an."      

Nähere Informationen: Büro LH-Stv. Mag. Wolfgang Sobotka, Mag. (FH) Eberhard Blumenthal, Telefon 02742/9005-12221, Büro LR Mag. Barbara Schwarz, Marion Gabler-Söllner, Telefon 02742/9005-12655.

 

 

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