04.05.2011 | 00:09

Charta zur Vereinbarkeit von Eltern und Wirtschaft unterzeichnet

Schwarz, Zwazl: Bringt Vorteile für Mitarbeiter und Unternehmen

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat in Niederösterreich einen ganz besonderen Stellenwert. Das wird unter anderem auch mit der „Charta zur neuen Vereinbarkeit von Eltern und Wirtschaft" zum Ausdruck gebracht, die heute, Mittwoch, 4. Mai, in der Wirtschaftskammer Niederösterreich in St. Pölten u. a. von Landesrätin Mag. Barbara Schwarz, Mag. Erwin Hameseder, Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien, Mag. Stefan Szyszkowitz, Vorstandsdirektor der EVN, und Vertretern der Sozialpartnerschaft unterzeichnet wurde.

„Väter, die für eine gewisse Zeit zu Hause bei den Kindern bleiben, sind zufriedener", so Schwarz. „Die Väterkarenz ist ein guter Weg, um auch die Arbeit der Frauen in der Kindererziehung und im Haushalt mehr zu respektieren, für die es bisher zu wenig Anerkennung in der Gesellschaft gibt. Erziehung und liebevolle Zuwendung zu Kindern ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine unglaublich verantwortungsvolle Aufgabe", sagte die Landesrätin.

Sonja Zwazl, Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich, nahm zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie Stellung: „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die wissen, dass in der Familie alles funktioniert, können im Job bessere Leistungen bringen und haben auch weniger Krankenstände. Familienfreundliche Maßnahmen rechnen sich also auch für unsere Betriebe", so Zwazl. „Der Schlüsselbegriff dabei heißt Flexibilität - bei der Arbeitszeit, bei Weiterbildungsaktivitäten oder auch bei der Möglichkeit, bestimmte Projekte in der Karenzzeit zu übernehmen."

Die Väterkarenz habe einen mehrfachen Nutzen, so Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek. „Zum Ersten haben die Frauen den Vorteil, schneller wieder in den Beruf einsteigen zu können, zum Zweiten sind die Kleinkinder nicht mehr unterfordert, wenn sie nur die Mama oder nur den Papa als Bezugsperson haben, und zum Dritten ist die Väterkarenz auch ökonomisch äußerst sinnvoll, da zusätzliche soziale Kompetenzen erworben werden, zitiert die Bundesministerin aus einer Studie von Dr. Erich Lehner von der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.

Der Studie zufolge signalisiert die oberste Führungsebene in der Wirtschaft klar, dass elternorientiertes Verhalten von Vätern erwünscht ist und einen Gewinn für die Organisation in einem Unternehmen bringt. „Zwei Drittel der befragten Männer wären einverstanden, auf Karenz zu gehen, und drei Viertel sind bereit, Teilzeit zu arbeiten. Überdies sind mehrheitlich die Befragten bereit, im Monat auf bis zu 200 Euro zu verzichten, damit Väterkarenz in Anspruch genommen werden kann", so Lehner in seiner Stellungsnahme.  

Möglich ist der Beitritt über die Homepage http://www.elternwirtschaft.at/, wo man nicht nur der Charta beitreten, sondern sich auch als Unternehmen präsentieren kann.

Nähere Informationen: NÖ Frauenreferat beim Amt der NÖ Landesregierung, Mag. Elisabeth Eppel-Gatterbauer, Telefon 02742/9005-13367, e-mail post.f3frauenreferat@noel.gv.at, www.noe.gv.at/vereinbarkeit.

 

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