23.02.2011 | 16:16

Jugendenquete „Politik hört zu"

Schüler präsentierten ihre Vorstellungen von Mitgestaltung und Mitbestimmung

„Politik hört zu." Unter diesem Motto diskutierten heute, Mittwoch, 23. Februar, Schülerinnen und Schüler aus ganz Niederösterreich über Themen wie „Europa - Heimat", „Mitbestimmung - Verantwortung" und „Arbeitsplatz - Mobilität". Für den Initiator der Jugendenquete, Landtagspräsident Hans Penz, wurde damit jungen Menschen die Möglichkeit gegeben, ihre Meinungen und Erwartungen zu aktuellen Themen zu artikulieren und sich über alle Schularten hinweg kritisch mit der eigenen Rolle, aber auch mit der Rolle der Institutionen auseinanderzusetzen. Nahezu alle Abgeordneten des NÖ Landtages hatten auf den Besucherrängen des Landtagssaales Platz genommen um zu hören, was die Jugend bewegt und was sie denkt.

Schüler aller Schularten, von Berufsschulen und Polytechnischen Schulen über berufsbildende mittlere und höhere Schulen bis hin zu allgemein bildenden höheren Schulen aus ganz Niederösterreich, stellten zu den einzelnen Themen ihre Vorstellungen und Überlegungen vor. Auch Ergebnisse von Umfragen wurden im Plenum präsentiert. Anschließend wurde über Fragen wie „Was verbindest du am ehesten mit dem Begriff Heimat?", „Wo sollen verstärkt politische Entscheidungen fallen?" und „Wie sollen künftig Probleme gelöst werden?" abgestimmt. Weitere Themen waren soziale Netzwerke, Bereitschaft, ins Ausland zu gehen, EU, Mitbestimmung und Mobilität.

Die Jugend zeigt sich politisch interessiert, wenn man ihr Möglichkeiten der Mitsprache und Mitgestaltung einräumt, ist auch der Politologe Univ.Prof. Peter Filzmaier überzeugt. Bürgernahes Engagement und Einbindung in Entscheidungen vor Ort sind der Jugend ebenfalls wichtig. Gleichzeitig zeigt sich die Jugend aufgeschlossen gegenüber Europa, die EU wird als Chance und Perspektive gesehen. Viel abgewinnen kann sie auch der direkten Demokratie.

Resümee der Veranstaltung, an der rund 200 Schülerinnen und Schüler teilnahmen: Die Jugend ist entgegen weitläufiger Meinung an Politik und am politischen Geschehen sehr wohl interessiert. Und mehr politische Bildung wird auch gerne angenommen.

Für einen interessanten und informativen Diskussionsverlauf sorgten elektronische Abstimmungsgeräte, die Ergebnisse wurden sofort für alle sichtbar gemacht. Das Projekt wird auch als wichtiger Impulsgeber für den gesamten Bereich der politischen Bildung gesehen und wurde daher von der Pädagogischen Hochschule NÖ durch zwei Bachelor-Arbeiten wissenschaftlich begleitet.

Im Anschluss an den offiziellen Teil hatten die Schüler und die Abgeordneten des NÖ Landtages die Möglichkeit, miteinander zu diskutieren und ins Gespräch zu kommen.

 

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