18.02.2011 | 13:27

Neues Dokumentationssystem für NÖ Landesheime

Mikl-Leitner: Bessere Vernetzung und mehr Zeit zur Betreuung

„Nach einer Pilotphase an neun Standorten starten wir jetzt mit 1. April ein neues Dokumentationssystem. Bis Ende 2011 soll in allen 48 NÖ Landesheimen von Papier auf EDV umgestellt sein", sagte Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner heute, 18. April, im Landespflegeheim Haus an der Traisen in St. Pölten. „Betroffen davon sind 3.200 MitarbeiterInnen mit 800 fixen sowie 700 Laptop-Arbeitsplätzen. Mit Investitionen von 3,8 Millionen Euro erreichen wir damit einheitliche Standards, bessere Lesbarkeit und Vernetzung sowie vor allem mehr Zeit zur Betreuung", so Mikl-Leitner.

Neben der neuen Informationstechnologie trügen auch die Investitionen in Neu- und Zubauten sowie Aus- und Weiterbildung dazu bei, dass sich 98 Prozent der BewohnerInnen in den NÖ Landesheimen sehr wohl fühlten und auch 97 Prozent der Angehörigen mit der Pflege zufrieden oder sehr zu frieden seien. „Bis 2015 werden insgesamt 205 Millionen Euro investiert und zusätzlich 880 Pflegebetten geschaffen. Es gibt daher kein Sparen zu Lasten der BewohnerInnen, stattdessen haben wir die Ausgaben für die Heime um fünf Prozent gesteigert", betonte die Landesrätin.

Was sich allerdings geändert habe, sei der Personalschlüssel. Auf Grund des steigenden Personalbedarfs - 3.600 MitarbeiterInnen mehr bis 2021 - sowie der neuen Berufsbilder wie Fachsozialbetreuung oder Heimhilfe ändere sich auch der Personalmix, führte Mikl-Leitner aus: „Die Zahl der diplomierten Fachkräfte wird zwar von 42 auf 34 Prozent zurückgehen, die Anzahl der helfenden Hände aber bleibt gleich. Es gibt keine Verschlechterung."

Als weitere Maßnahmen, die der gesellschaftspolitischen und demographischen Entwicklung Rechnung tragen (bis 2030 wird sich die Zahl der 80-Jährigen verdoppeln und die Zahl der 90-Jährigen verdreifachen, jedes zweite heute geborene Mädchen wird seinen 100. Geburtstag erleben, 85 Prozent der Menschen wollen möglichst lange in den eigenen vier Wänden bleiben), nannte die Landesrätin den Ausbau der sozialmedizinischen Dienste, der 24-Stunden-Betreuung und des betreuten Wohnens.

„Für die sozialmedizinischen Dienste investieren wir jährlich 68 Millionen Euro, zu den rund 15.000 solcherart Betreuten kommen jedes Jahr 700 dazu. In einer 24-Stunden-Betreuung werden mittlerweile 4.000 Menschen unterstützt, beim betreuten Wohnen wollen wir in den nächsten zwei Jahren weitere 500 Wohneinheiten schaffen", so Mikl-Leitner abschließend.

Nähere Informationen: Büro LR Mikl-Leitner, Telefon 02742/9005-12600, e-mail buero.mikl-leitner@noel.gv.at.

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