11.02.2011 | 10:02

Mathias Zdarsky bei Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen

Sonderausstellung mit vielen Beiträgen aus Lilienfeld

Das Museum Aschenbrenner in Garmisch zeigt anlässlich der alpinen Ski-Weltmeisterschaft bis 13. März die Sonderausstellung „Abgefahren! Frauen auf Skiern". Mit Bildern, historischen Dokumenten, Filmen, einer Rundfunkansprache im Originalton sowie einem Paar Ski mit Stahlsohlenbindung und Einstock aus Mathias Zdarskys Zeiten kommen dabei viele Beiträge aus dem Zdarsky-Skimuseum in Lilienfeld.

Der Begründer des Alpinskilaufes unterrichtete selbst in kostenlosen Skikursen etwa 20.000 SchülerInnen in Österreich, heute in Rumänien, Tschechien, Polen, der Ukraine und der Slowakei liegenden Gebieten, aber auch in der Schweiz und in Deutschland. Durchschnittlich besuchten diese meist fünftägigen Kurse 150 Personen. Der ausgebildete Lehrer Zdarsky ersuchte seine SchülerInnen auch stets um schriftliche Kritiken und Anregungen, um sie in den nächsten Kursen zu berücksichtigen.

Der Terminus SchülerInnen begründet sich darin, dass Damen bei Zdarskys Skilauf von Anfang mit dabei waren, und zwar mit gleichen Leistungen wie die Herren. Allerdings wird Zdarsky auch die - offensichtlich scherzhaft gemeinte - Anleitung zugeschrieben: „Vier Dinge sollten die Damen lernen, beim Skilauf zu halten: Spur, Stock, Abstand und Mund."

Die bedeutendsten Kurse in Deutschland fanden 1911 in Schliersee, 1912 in Berchtesgaden und schließlich in den Wintern 1909, 1910 und 1911 in Garmisch-Partenkirchen statt. Auf Zdarskys Anregung wurde auch 1912 als Dachverband beider Nationen „Der Deutsche und Österreichische Skibund" gegründet, der schon zu Beginn weit über 10.000 Mitglieder aufwies.

Nähere Informationen beim Zdarsky-Ski-Museum Lilienfeld unter 02762/522 12-17, Heinz Eppensteiner, e-mail tourismus@lilienfeld.at, http://www.zdarsky-ski-museum.at/.

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